23.02.2017: Wow-Effekt im Weltall

Gut 39 Lichtjahre von der Erde entfernt haben Astronomen ein Sternsystem entdeckt, in dem mindestens sieben Planeten eine Sonne namens Trappist-1 umkreisen. Bei allen sieben soll es sich um erdähnliche Gesteinsplaneten handeln, manche könnten flüssiges Wasser bergen – gar Leben. Der Artikel stellt Vision und Wirklichkeit gegenüber, und zwar jeweils anhand der Fragen: Wie weit erntfernt sind 39 Lichtjahre? Was erwartet uns dort? Was bedeutet "erdähnlich" und welche Bedeutung hat dabei flüssiges Wasser? Was können wir wissen und was ist zu tun?

In der Tat, die fremde Welt um Trappist-1 und seine Exoplaneten liefern definitiv Stoff, um sich ins All zu träumen. Die Wissenschaft aber holt einen vorerst zurück auf die Erde. Beides hat sein Recht, denn ohne Vision ändert sich die Wirklichkeit nicht. - al


04.02.2017: Von Tatsachen und Nichttatsachen

Wissenschaft im postfaktischen Zeitalter?

 

Anbei ein interessanter Kommentar zu neueren wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er bezieht sich auf einige herausragende wissenschaftliche Fortschritte, die sich im Nachhinein als nicht haltbare Behauptungen herausgestellt haben. Werden heute Meldungen über wissenschaftliche Durchbrüche zu schnell publiziert? Auf jeden Fall zeigen diese Fälle, dass auch die Wissenschaft eine durch und durch menschliche Veranstaltung ist. Das ist nicht überraschend und auch keine neue Erkenntnis. Der Artikel bezieht sich auf Ludwik Fleck, man könnte auch das Buch von Karin Knorr-Cetina aus den 80ern nennen, "Die Fabrikation des Wissens". Dennoch ist Wissenschaft als kollektives Unternehmen wie keine andere menschliche Tätigkeit mit Sicherungssystemen ausgestattet, die solche Irrtümer auszuschalten helfen. Es stimmt also beides: Die Anfälligkeit menschlicher Handlungen und das Ideal von Wissenschaft als das Ringen um die beste Darstellung empirischer Befunde. Man darf von dem Ideal nicht lassen und auch nicht von dem selbstkritischen Wissen um die eigene Anfälligkeit! Darüber hinaus: Wissenschaft kann nicht postfaktisch werden, weil sie nie nur faktisch war...  - fv


30.01.2017: Können Hirnforscher einen C64 Prozessor verstehen?

Können Hirrnforscher einen C64 Prozessor verstehen?

 

Es findet zurzeit eine große Debatte darum statt, ob die Hirnforschung nicht ein genaueres Verständnis des Gehirns über ene mathematische Analyse großer Datensätze erlangen kann. Nun haben zwei Wissenschaftler einen einfachen Versuch gemacht: Sie haben die Analysen auf einen einfachen C64 Prozessor (mit etwas über 3000 Transistoren) angewendet. Das Resultat ist ernüchternd. Die Analyse von Zustandswerten durch Algorythmen gibt kaum Aufschluss darüber, wie der C64 aufgebaut ist. Wenn aber, so die Folgerung, schon eine solch einfache Struktur nicht durch Auswertung von Datensätzen nachvollzogen werden kann, was ist dann für so etwas unendlich Komplexeres wie das menschliche Gehirn zu erwarten? (Dank an Uwe Grom für den Hinweis auf den Artikel, der Ursprungartikel findet man über einen link im Deutschen Text.)  - fv


Einträge 1 bis 3 von 983