Literaturhinweise
Folgende deutschsprachige Titel sind zur Einführung besonders geeignet:

Ian G. Barbour
Die leicht verständliche Einführung des Altmeisters im Gespräch von Theologie und Naturwissenschaften orientiert sich an den möglichen Relationen zwischen den beiden Disziplinen, als da sind Konflikt, Unabhängigkeit, Dialog und Integration. So leicht die Orientierung aufgrund dessen ist, so gross ist dabei die Gefahr einer zu schematischen Darstellung.

Patrick Becker
Patrick Becker, Kein Platz für Gott? Theologie im Zeitalter der Naturwissenschaften, Pustet 2009
Ein Werk von einem noch nicht so bekannten Autor, der aber anschaulich in die Materie einzuführen weiß. Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf der Diskussion um Gehirn und Geist, wobei man fragen kann, ob die starke Rezeption von Bohms quantentheoretischen Überlegungen Sinn macht.

Hans Küng
Hans Küng, Der Anfang aller Dinge. Naturwissenschaft und Religion, Piper 2006
Der bekannte katholische Ökumeniker Hans Küng hat sich auch erfolgreich an diesem Thema versucht, auch wenn er nicht zum engeren Kreis der Denker in diesem Bereich gehört. Anders als die meisten der hier vorgestellten Bücher handelt es sich natürlich nicht um eine Übersetzung aus dem Englischen, sondern um einen genuin deutschen Beitrag, was sich in einer Favorisierung des Modells der "Komplementarität" von Theologie und Naturwissenschaft niederschlägt.

Alister McGrath
Alister E. McGrath, Naturwissenschaft und Religion. Eine Einführung, Herder 2001
Gut lesbare Einführung mit Sinn für geschichtliche Entwicklungen von dem Molekularbiophysiker und Theologen aus Oxford, der selbst einmal Atheist gewesen ist und sich in anderen Publikationen daher umso schärfer mit Richard Dawkins' "neuem Atheismus" auseinandersetzt.

John Polkinghorne
John Polkinghorne, Theologie und Naturwissenschaften. Eine Einführung, Gütersloher Verlagshaus 2001
Wer eher eine Einführung aus einer eigenen Position heraus sucht, sei auf das Buch Polkinghornes verwiesen. Der Cambridger Autor ist ursprünglich Physiker, daher ist leider nur wenig zum Themenkreis Evolution und Schöpfung zu finden. Wie Barbour argumentiert er auf Basis eines "kritischen Realismus": Theologie und Naturwissenschaften sind demnach methodisch verwandt.

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