Ist das Leiden der Welt von Gott gewollt?
Zum Theodizeeproblem
In Kooperation mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein e.V.
Katastrophen erschüttern uns. Deshalb müssen wir nicht lange überlegen, um uns an vergangene Katastrophen zu erinnern: Der Tsunami im Jahr 2004, das Unglück bei der Loveparade in Duisburg 2010 oder die Hungerkatastrophe in Ostafrika in diesem Jahr sind nur einige Ereignisse, die unmittelbar in den Blick kommen.
Angesichts des plötzlichen Leidens und Sterbens von Menschen stellt sich immer wieder die Frage, wie Gott das zulassen kann. Diese Frage ist eine der großen klassischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Glauben an Gott. Bezeugt nicht die Bibel einen gütigen, mitleidenden Gott? Immer wieder hat es Versuche gegeben, das Problem auf einfache Weise zu lösen: „Gott ist nicht gütig“, oder: „Gott ist nicht allmächtig“, oder gar: „Gott existiert nicht“, so lauten dann die Antworten.
Doch wie kann die christliche Theologie wirklich auf diese existentielle Frage antworten? Welche zeitgemäßen Antworten gibt es?