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Vor Adam die Mikroben

Die Rekonstruktion einer frühen Lebensform auf dem Grund des Ozeans bringt die Forschung nach der Entwicklung des Lebens voran. Die aufgespürten sogenannten "Lokiarchaeota" machen deutlich, dass die Eukaryoten (zu denen auch wir gehören) aus den Archaea hervorgegangen sind. Das ist eine Revolution in der Forschung. [Der Artikel ist derzeit leider nur kostenpflichtig erhältlich.] - al

Erstellt von al | | Biologie | Deutsch | Evolution

Funde aus der Tiefsee erklären Puzzle des Lebens

Wissenschaftler haben in den Tiefen des Meeres ein Lebewesen aufgespürt, das ein völlig neues Licht auf die Entstehung höherer Lebensformen wirft. Der Fund stützt die Theorie, dass die Eukaryoten aus den Prokaryoten hervorgegangen sind und sich nicht eigenständig entwickelt haben. - al

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Frontalangriff auf die wissenschaftliche Methode - spektrum.de

Der Kosmologe und Mathematiker George Ellis und der Astronom Joe Silk sehen in neuen spekulativen Theorien einen Frontalangriff auf die mit Poppers Falsifikationsprinzip verbundene (natur-) wissenschaftliche Methode. Die Gefahr, experimentelle Überprüfbarkeit durch Eleganz zu ersetzen, liege bei Multiversums-, Viele-Welten- oder Stringtheorie nur allzu nahe. Wenn Theorien so variabel sind, dass sie sich mit jedem empirischen Befund vereinbaren ließen, seien sie nicht falsifizierbar und willkürlich. Die Kritik der Autoren hat aber offenbar auch einen strategischen Hintergrund: Man müsse bedenken, dass diese "Überprüfbarkeitsdebatte" die Tür für Politiker, Fundamentalisten und Pseudowissenschaftler öffne. (Der Artikel ist die Übersetzung eines Nature-Artikels, über den bereits die FAZ unter dem Titel "Physik am Scheideweg" am 07.01.15 nicht unkritisch berichtete; s. u.). - hhp

Erstellt von fv | | Deutsch | Physik

Schattenspiele in der hellen Welt des Lichts

Wissen wir, was das Licht ist? Licht ist elektromagnetische Strahlung in einem bestimmten Spektralbereich. So kurz und bündig lautet die Definition des Lichts, das letztlich auf die ersten Überlegungen Newtons zurückgeht. Bekanntlich hat Goethe dieser Theorie eine andere entgegen gesetzt. Kürzlich ist dazu ein Buch erschienen, das die FAZ rezensiert hat. Der Autor, Olaf Müller, versucht in einer wissenschaftstheoretischen Sicht den Ansatz von Goethe in Teilen zu rehabilitieren. Ob das gelingt, darüber bleibt der Rezensent unentschieden. Philosophisch ist aber interessant: Wenn man der oben genannten Defintion folgt, so ist noch nicht alles über das Licht gesagt. Phänomenologische Untersuchungen können weitere Dimensionen aufstossen. Denn wir Menschen sind keine Roboter, die Wellenlängen messen, sondern leibliche Wesen mit bestimmten Weltzugängen. Dass uns das Licht maßgeblich die Welt erschließen hilft (so reden wir nicht zufällig von Aufklärung, vom Licht des Verstandes), ist nicht trivial. Auch in der Religion spielt das Licht eine große Rolle. Ostern feiern wir Christus als Licht der Welt. In diesem Sinne allen ein gesegnetes Osterfest! - fv

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Kommt das bioethische Armageddon?

Der synthetisierte Mensch In einem aktuellen Grundsatzartikel berichtet Joachim Müller-Jung in der FAZ auf die erheblichen Fortschritte in der gezielten Behandlung von Zellen der menschlichen Keimbahn. Nun hat die FAZ immer schon eine eher sehr skeptische Haltung gegenüber den Biotechnologien zum Ausdruck gebracht, aber tatsächlich scheint es da neue Möglichkeiten zu geben, die selbst die Protagonisten der Forschung zum Nachdenken bringen. Neu ist, dass nun auch Länder beteiligt sind, die nicht zu den klassischen "westlichen" Forschungsnationen gehören. Wie aber wird man in China, in anderen Ländern mit den Möglichkeiten umgehen? Die Forderung nach einem Moratorium der Forschung wirkt da eher weltfremd. Dennoch wird sich die wissenschaftliche Zivilisation genau überlegen müssen, nach welchen Maßstäben sie das neue wissenschaftliche Wissen einsetzt. Sehr intensive bioethische Debatten kündigen sich an! - fv

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Neustart für die Weltmaschine

LHC reloaded Im CERN wird die nächste Versuchsreihe vorbereitet. spiegelonline berichtet darüber in einer aufwändig und interesssant gemachten Reportage. Nach dem Higgs-Boson soll es nun um die so genannte Dunkle Materie gehen, die einen wesentlich größeren Anteil der Materie des Universums ausmacht als die sichtbare Materie. In der Tat steht man da noch ganz am Anfang. Allerdings taucht da schon etwas von der Skepsis auf, wieweit man diese Art der Großforschung noch betreiben kann. Denn wenn man am Anfang steht, so lässt sich aber die Versuchsapparatur nicht mehr einfach vergrößern, um noch eine 10er Potenz an Energiedichte zu gewinnen. Was also, wenn man etwas fände, ist der nächste Schritt nicht zwangsläufig der zu einer noch größeren Anlage? Und folgt der nicht ein Ruf zu einer noch größeren? Kann man sich irgendeinen physikalischen Befund vorstellen, der das Streben zu immer Größerem zu einem Stillstand bringt? - fv

Erstellt von fv | | Evolution | Deutsch

Steinzeit-Jäger handelten mit Getreide

Welches Bild haben wir von unseren Vorfahren? Es gibt im kritischen Diskurs zwischen der Theologie und den Wissenschaften ein immer wiederkehrendes Argument: In alten Zeiten dachte man primitiv, etwa in den Zeiten, in denen die religiösen Texte entstanden. Danach begann sich erst mit der modernen Wissenschaft der Horizont der Menschen zu erweitern. Ohne Zweifel gibt es gravierende Unterschiede und damalige Mythen sind heute widerlegt. Doch bleibt die Frage, ob wir nicht einer gravierenden Verzerrung aufsitzen, wenn wir uns Heutige so von den Gestrigen abgrenzen. So haben wir auch ein bestimmtes Bild von den primitiven Steinzeitkulturen. Neue Funde aber zeigen, dass es möglicherweise schon vor 8000 Jahren einen europaweiten Handel gab! Möglicherweise muss die Geschichte des Neolithikums noch einmal neu geschrieben werden. - fv