Erstellt von fv | | Deutsch | Wissenschaftstheorie

Schafft Werte!

Vom Wert der Wissenschaft Entgegen einem oft zu hörenden falschen Selbstverständnis, ist die wissenschaftliche Forschung nicht einfach ein wertfreier Raum. Die freie Forschung selbst und die damit einher gehende Haltung sind eng mit elementaren Werten verbunden, etwa mit Wahrhaftigkeit, mit einer offenen Kommunikation, mit der Regel, dass allein das bessere Argument zähle. Darin erinnert in diesem Artikel Patrick Illinger. Die Bedeutung von wissenschaftlicher Forschung versteht sich nicht von selbst, sondern muss immer wieder errungen werden. Dies muss aber kein Gegensatz zu einer religiösen Verortung sein, wohl aber eine Absage an jeden ausgrenzenden Fundamentalismus. - fv

Erstellt von hhp | | Deutsch | Hirnforschung | Interdisziplinarität | Wissenschaftsgeschichte

9 Ideen für eine bessere Neurowissenschaft - spektrum.de

"Die Nichtbeachtung wissenschaftlicher Standards ist in der Hirnforschung besonders ausgeprägt" - der Eyecatcher in Großdruck formuliert eine Hauptaussage des Artikels, der davon ausgeht, dass die neurowissenschaftliche Euphorie einem "breit abgestützten Skeptizismus" gewichen ist. Gründe dafür: unzureichende Validität und Reliabilität, einseitige Veröffentlichung positiver Ergebnisse, das ungünstige Anreizsystem der Zitierhäufigkeit, eine Öffentlichkeitsarbeit, die Schlagzeilen und überzogene Hoffnung produziere, und das Fehlen einer umfassenden Theorie des Gehirns. Reformen scheinen aber in Sicht, wie z. B. der Übergang vom bisherigen Peer-Review-Verfahren zu einen "Pre-publication-Prinzip": Nicht erst fertige, sondern geplante Studien werden bewertet und im positiven Fall zur Veröffentlichung zugelassen - unabhängig vom letztendlichen Ergebnis. Bevor aber bessere Forschungs-Kriterien bei Großorganisationen wie der DFG verbindlich werden, unterzögen sich manche Neurowissenschaftler schon jetzt und freiwillig strikteren Anforderungen. - hhp

Erstellt von fv | | Bioethik | Deutsch

Grundsatzurteil - Europa-Gericht erlaubt umstrittene Stammzellpatente

Wann beginnt menschliches Leben? Neue Festlegungen Um die Stammzelldiskussion ist es in den letzten Jahren sehr ruhig geworden. Dennoch sind viele Fragen weiterhin nicht geklärt. Nun hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass nur solche Stammzellen unter den Embryonenschutz fallen, die sich auch zu Menschen entwickeln können. Damit hat es das Potentialitätsargument als hinreichend anerkannt. Die Frage, die sich daran anschließt, ist, ob dann nicht auch solche Stammzellen darunter fallen, die in einer Umgebung gehalten werden, die es verhindert, dass sie sich zum Menschen entwickeln. Aufgrund des Urteils ist jedenfalls die Patentierung von menschlichen Stammzellen möglich geworden. - fv

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Deutsch | Hirntod | Hirnforschung | Nahtod-Erfahrung | Theologie

Über den Tod hinaus - Der Bund

Im Mittelpunkt dieses Artikels (einer der wenigen guten über Nahtoderfahrung) steht der schweizer Theologe Simon Peng-Keller, der seit Jahren über NTE forscht, sich aber in Abgrenzung zu vollmundiger Jenseitsesoterik zurückhaltend gibt. Dennoch, das Thema bleibt spannend: "Der Nahtod hat sich zum Schlachtfeld entwickelt, auf dem unversöhnliche Weltanschauungen gegeneinander antreten". Den Reduktionisten hätte die jüngste "Aware-Studie" die Grundlage entziehen können, wenn, ja wenn sie nicht gescheitert wäre, wie Peng-Keller urteilt. Außerkörperliche Wahrnehmungen habe sie nicht nachweisen können, wohl aber glaubwürdige Wahrnehmungen bis zu drei Minuten nach dem Herzstillstand - unerklärlich mit heutigen Mitteln, aber vielleicht doch auf Restaktivitäten des Gehirns reduzierbar. Also keine empirisch gestützte "Verklärung des Todes", zumal ein Drittel der Wiederbelebten von negativen Eindrücken berichteten. Immerhin sieht der Theologe "Nahtoderfahrungen am ehesten als Varianten mystischen Erlebens" und in dieser langen Tradition auch wirklich ernst genommen. - hhp

Erstellt von fv | | Deutsch | Wissenschaftstheorie

Wissenschaftler sind immun gegen äußere Einflüsse

Von der Faszination wissenschaftlicher Forschung Hier ein lockerer Blick eines Wissenschaftsfremden, der als Fotograf Eindrücke aus der Laborwelt festgehalten hat. Wenn man nur auf die Spitzenergebnisse achtet, hat man den Eindruck, Wissenschaft sei, von einem Gipfel zum anderen zu fliegen. Doch die Wissenschaft "geht auch nur zu Fuß". Vor den großen Ergebnissen muss sehr viel Detailarbeit in den Laboratorien durchlaufen werden. Umso faszinierender ist es dann zu sehen, wie die vielen kleinen Improvisationen des Laboralltags immer wieder auch zu größeren Erkenntnissen wachsen können.Die Laborwelt zeigt vor allem, wie "real" die untersuchte Wirklichkeit ist, wenn man soviel Widerstände überwinden und Barrieren beseitigen muss, um zu Erkenntnissen zu kommen. - fv

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"Plonk statt pluff"

Nachdem letzten unsinnigen Titel der ZEIT über die Rosetta-Mission folgt jetzt die Fortsetzung mit umgedrehten Titel. Der Komet habe schließlich doch eher "plonk statt pluff" beim Aufsetzen der Philae-Landeeinheit gemacht, der Lander ist zwei mal abgeprallt. Ansonsten ein informativer Artikel über das Landeereignis und die verbleibenden Hoffnungen. Messergebnisse werden natürlich zurückbehalten bis sie in Fachjournals erstveröffentlicht worden sind. Immerhin eines wird verraten: die "Spurensuche nach dem Ursprung des Lebens" auf dem Kometen war eher ein PR-Gag, so die Meinung eines altgedienten Forschers. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Kosmologie

Organische Moleküle und hartes Eis - faz.net

Der Artikel zieht eine Zwischenbilanz der Kometenlandung, ohne über den Fund organischer Moleküle in panspermisches Schwärmen zu geraten. Mehr über mögliches Leben aus dem All verrät ein interessantes, eingebettetes Video, in dem auch der Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR zu Wort kommt (das Video findet sich hier transkribiert: http://www.focus.de/panorama/videos/organische-substanzen-philae-erschnueffelt-auf-komet-den-ursprung-des-lebens_id_4287675.html). Der Artikel indes interessiert sich mehr für das überraschend harte Eis und den Fortgang der Mission, wenn der Lander wieder erwacht. - hhp