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Würden Sie Aliens taufen?

Ein erstaunlich aufgeklärtes Interview mit dem Jesuiten Guy Consolmagno von der Vatikanischen Sternwarte. Er erklärt, warum es diese Einrichtung gibt: nicht, um Gott in den Sternen zu finden, sondern um zu zeigen, dass die Erforschung der Natur zur Tradition der Kirchen gehört. Am Ende geht es um die Titelfrage, zu der Consolmagno gerade ein Buch veröffentlicht hat. Er weisst darauf hin, auch die Bibel spreche von intelligenten, nichtmenschlichen Wesen; nicht nur den Engeln, sondern auch den sogenannten Nephilim. Ob er Aliens also taufen würde? "Nur wenn sie darum bittet", antwortet Consolmagno lachend. - al

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Würden Sie Aliens taufen? - welt.de

Alan Posener berichtet von seinem Besuch beim Jesuiten und päpstlichen Astronomen Guy Consolmagno, der für seine naturwissenschaftlichen Popularisierungen mit der Carl Sagan Medaille ausgezeichnet wurde. Das Gespräch dreht sich um die unterschiedlichen Zugänge zur Wirklichkeit, die durch Glaube und Wissenschaft möglich sind, und um Missverständnisse, die durch falsche Gottesbilder entstehen. So distanziert sich der Jesuit von Gott als Lückenbüßer und von Intelligent Design (ID). Posener ist dies nur recht, vermeint er doch dadurch sich erneut gegen Benedikt XVI. und Schönborn, die er als ID-Befürworter hinstellt, munitionieren zu können. Consolmagno antwortet darauf, dass Benedikt wohl missverstanden worden sei - ich möchte ergänzen: sicherlich auch durch Posener (siehe meine Besprechung unter http://www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/171209-ist-der-papst-neo-kreationist.php). Schließlich kommt das Gespräch auf die Titelfrage zu sprechen: "Würden Sie einen Außerirdischen taufen?" Consolmagnos kluge Antwort: "Nur wenn sie darum bittet." - hhp

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"Das haben wir alles gelernt"

Was genau den Menschen vom Affen unterscheidet ist seit Jahrzehnten Thema des Forschers Michael Tomasello. Im Keim seien Konflikte, wie sie in diesen Tagen wieder deutlich auf der Welt zu Tage treten, auch im Affen angelegt; doch das Spezifische des menschlichen Terrors habe keinen Vergleich im Leben der Affen. Tomasello sieht nun auch positive Besonderheiten im Menschen, so seine Kooperationsfähigkeit, seine Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen. Dies begründe die Kultur. Von daher der Titel des Artikels ... Das haben wir alles gelernt! - al

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Forscher finden organisches Molekül im All

Wieder Neuigkeiten aus dem Weltraum Einer Forschergruppe des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie ist es offenkundig gelungen, Moleküle in einem 27000 Lichtjahre entfernten Materieansammlung zu finden, die den Molekülen der Aminosäuren ähnelt. Das Besonder ist, dass in der Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung ein Kohlenstoffatom abgewinkelt an dem Molekül anhaftet. Die chemische Bezeichnung lautet: i-C3H7CN. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Bausteine lebender Organismen auf der Erde auch außerhalb der Erdatmosphäre anzutreffen sind. - fv

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Gravitationswellen vom Urknall

Gravitationswellen vom Urknall? Wir hatten in diesem Forum auf die Meldung von Entdeckungen des Teleskops Bicep2 am Südpol hingewiesen. Messungen gaben dort Hinweise auf Gravitationswellen, die aus Vorgängen kurz nach dem Urknall zeugen. Doch nun gibt es erhebliche Fragen zur Validität dieser Ergebnisse. Es steht die Frage im Raum, ob die beobachteten Wirbel nicht eher aus Störungen durch Staub in der Milchstrasse resultieren denn aus dem Anfang des Universums. Diese Diskussion zeigt vor allem, wie komplex die Verhältnisse sind, wenn man vom Urknall redet. In manchen Veröffentlichungen entsteht der Eindruck, man müsse nur genau hinsehen und schon zeigen sich die Folgen des Urknalls. Tatsächlich aber ist das, was wir mit "Urknall" betiteln ein ungeheuer komplexer Prozess, Messungen dem zuzuordnen geht nur mit einer erheblichen Interpretationsleistung. Das macht die Wissenschaft spannender, aber es zeigt auch, wie vorsichtig man mit plakativen Aussagen im öffentlichen Raum umgehen sollte! - fv

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"Eher pluff als plonk"

Hinter diesem blödsinnigen Titel verbirgt sich ein Artikel über eine der ehrgezeigsten Missionen der europäischen Raumfahrt: die Raumsonde Rosetta erforscht die Geheimnisse der Kometen. Vor einem Monat hat sie ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko erreicht. Schon jetzt hat sie mehr Daten über diese "schmutzigen Schneebälle" gesammelt, als alle Kometenmissionen vorher zusammen. Was der Artikel nicht verrät: die Mission kann vielleicht auch Auskunft über die Herkunft des irdischen Wassers geben und damit die Frage nach dem Ursprung des Lebens beantworten helfen. - al

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Glaube, Geschichte und Vernunft - Zum Tod des evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg - NZZ

Die Reaktion auf den Tod des bedeutenden evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg ist im deutschsprachigen Bereich (bis jetzt) mehr als spärlich und beinahe auf den vorliegenden Artikel des systematischen Theologen Gunther Wenz beschränkt. Wenz hebt die immense Bedeutung Pannenbergs hervor, der seinerzeit gegen die Vorherrschaft der dialektischen Theologie eine neue Richtung eröffnete. Ziel dieser Richtung und im interdisziplinären Kontext relevant ist der "Nachweis einer allem Irrationalismus und Dezisionismus überlegenen Vernünftigkeit des Glaubens". In Überwindung einer privatistischen Frömmigkeit sollte diese Vernünftigkeit "vor dem Forum das allgemeinen Wahrheitsbewusstseins" gerechtfertigt werden - anthropologisch zum Beispiel mit der Struktur der "Gottoffenheit" des Menschen. Der Artikel gibt einen prägnanten Einstieg in den Ansatz Pannenbergs, schade nur, dass nicht mehr und ausdrücklicher auf Pannenbergs Dialog mit den Naturwissenschaften eingegangen wird. - hhp