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Das unsterbliche Gerücht - Der Spiegel Nr. 24 vom 7.6.2014, 58-65

Mit dem Buchtitelt "Das unsterbliche Gerücht" von Robert Spaemann diskutiert die Titelstory des Spiegels "die Zukunft der Religion: Glaube ohne Gott" - so der Untertitel des Heftes. Inhaltlich orientiert sich der Artikel an Ronald Dworkin, der einen "Zwischenraum zwischen Religiosität und Atheismus" anziele. Die scheinbar gegensätzlichen Pole von Theismus und Atheismus würden verbunden durch den "Glauben an Werte". Diese wiederum "begründeten sich aus sich selbst heraus, seien umfassend und damit autonom". Ein solcher "säkularer Humanismus" könne auf Gott - Dworkin zufolge - verzichten, es blieben noch "der Sinn des Lebens und die Schönheit der Natur", die von beiden Polen geteilt werden könnten. Gott als Person zu denken, sei mythologischer Herkunft und deshalb heutzutage obsolet. Der evangelische Pfarrer Claussen lässt sich von dieser "Religion ohne Gott" inspirieren, setzt aber dennoch seine "Religion mit Gott" dagegen, indem er ein komplexes, bewusst paradox formuliertes christliches Gottesbild hochhält: Dieses passe durchaus "in seiner Offenheit ... in eine moderne, komplexe Welt". - hhp

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Was passsiert da im Labor? - ZEIT

Die Wissenschaft arbeitet inzwischen seltener mit Affen, Hunden und Katzen, doch braucht sie immer mehr Ratten und Mäuse, auch wenn der Einsatz von Versuchtstieren für die Entwicklung von Kosmetika verboten worden ist. Die Ursache für den Trend hin zur Maus ist die Gentechnik. Die Mäuse dienen zielgerichtet als Defektträger. In der Öffentlichkeit genießen aber die immer weniger eingesetzten Tiere die wesentlich höhere Sympathie. - al

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Die Ethik des Schinkenbrots - ZEIT

Ein hochinteressantes Streitgespräch als Interview mit einer Tierschützerin und einem Landwirt. Beides sind Philosophen. Es geht u.a. um die Diskrepanz zwischen der Begrenzung von Tierversuchen und Massentierhaltung, Spezizismus und die Forderung, dass im Umgang mit Tieren nur das erlaubt sein soll, wovon man plausibel annehmen könne, dass die Tiere dem zustimmen würden. - al

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Ein deutsches Tierleben - ZEIT

Zunehmend rückt das Bewusstsein für das Unrecht, das der Mensch anderen Lebewesen zufügt, in den Fokus. Grundrechte für Tiere werden gefordert, insbesondere für Menschenaffen. Vertreter der Forderer in Deutschland ist die Giordano Bruno Stiftung. Die Ideen sind aber nicht neu, sondern gehen auf den australischen Philosophen Peter Singer zurück. Der Mensch sei die Krone der Schöpfung, und alle Lebewesen sind ihm untertan, so stehe es schon im Alten Testament, so der Artikel, und impliziert, das sei doch überholt. Dass auch die Theologie hier schon einiges an Einsicht gewonnen hat, entgeht ihm wohl. Selbst die Bibel verbietet im übrigen im Schöpfungsbericht den Fleischgenuss, was dem Verfasser aber entgeht. Tatsächlich, dem ist zuzustimmen, sind uns Tiere ähnlicher, als wir lange glaubten. Die Biologie könne aber viele Fragen nicht beantworten, eine Tierethik wird gefordert. - al

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Schaut hin! - ZEIT

Die provozierende Forderung des Great Ape Projekts nach Menschenrechten für Menschenaffen ist zwar falsch, wird aber den Tierschutz voranbringen, so der Autor des Artikels. Die aktuelle Forschung zeige: Man muss nicht Mensch sein, um Person sein zu können, ein Individuum mit Gedächtnis, Willen und Wünschen. Allein die kognitive Überlegenheit des Menschen bleibe als Unterscheidungsmerkmal. Daher brauche es einen neuen Gesellschaftsvertrag, der Tiere einschließe und als Resultat besseren Tierschutz. - al

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Beim Klonen ist der Knoten geplatzt - FAZ

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres sei nun in "Nature" über ein erfolgreiches "Forschungsklonen" berichtet worden: 10% der Spendereizellen konnten zu kultivierbaren embryonalen, plutipotenten Stammzellen und dann zu spezifischem Gewebe (z. B. Bauchspeicheldrüsengewebe) entwickelt werden. Unklar sei, ob dieser Weg den sog. induzierten Stammzellen, die ohne Eizellen auskommen, überlegen sei. Die ethische Problematik wird am Ende des Artikels angerissen, z. B. mit Hinweis auf die Postition der kath. Kirche, nach der Embryonen unabhängig von ihrer Entstehung ethisch gleich zu behandeln sind. - hhp

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Delfine, die von Algen sprechen - Süddeutsche

Der Artikel beschreibt die Versuche, via Interface mit Delfinen zu kommunizieren und deren Geräusche in Klartext zu verwandeln. Auch wenn dabei Worte erkannt werden können, bleibe umstritten, wie sprachfähig, intelligent und sozial kompetent Delfine tatsächlich sind. Von dem Interface verspricht man sich Klärungen dieser Streitfragen. - hhp