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Beim Klonen ist der Knoten geplatzt - FAZ

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres sei nun in "Nature" über ein erfolgreiches "Forschungsklonen" berichtet worden: 10% der Spendereizellen konnten zu kultivierbaren embryonalen, plutipotenten Stammzellen und dann zu spezifischem Gewebe (z. B. Bauchspeicheldrüsengewebe) entwickelt werden. Unklar sei, ob dieser Weg den sog. induzierten Stammzellen, die ohne Eizellen auskommen, überlegen sei. Die ethische Problematik wird am Ende des Artikels angerissen, z. B. mit Hinweis auf die Postition der kath. Kirche, nach der Embryonen unabhängig von ihrer Entstehung ethisch gleich zu behandeln sind. - hhp

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Delfine, die von Algen sprechen - Süddeutsche

Der Artikel beschreibt die Versuche, via Interface mit Delfinen zu kommunizieren und deren Geräusche in Klartext zu verwandeln. Auch wenn dabei Worte erkannt werden können, bleibe umstritten, wie sprachfähig, intelligent und sozial kompetent Delfine tatsächlich sind. Von dem Interface verspricht man sich Klärungen dieser Streitfragen. - hhp

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Schöpfung - Was zu beweisen war - Jüdische Allgemeine

Wenn "die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Urknall und Gravitationswellen" zeigen: "die Tora hat doch recht", dann erinnert dies stark an das in den 1950er Jahren verbreitete "Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller. In beiden Fällen werden biblische Aussagen auf historische bzw. naturwissenschaftliche Richtigkeit hin abgeklopft - ein Versuch, der an der Intention der Bibel komplett vorbei geht (jedenfalls im Verständnis der gängigen christlichen Theologie). Wenn der Autor des Artikels, nota bene Professor für Physik, einen sinnvollen kosmologischen Diskurs nur mit Rückgriff auf Schöpfung für sinnvoll erachtet; wenn er behauptet "mit der richtigen Messtechnik kann heutzutage jeder Wissenschaftler ... den klaren Beweis erhalten, dass das Universum ... erschaffen wurde", und dass damit "die Erschaffung des Universums ... eine wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache" sei, wird er von theologischer Seite kaum Zustimmung erfahren - geschweige denn von naturwissenschaftlicher Seite. - hhp

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Physik macht großen Frühjahrsputz - Spektrum

Mit dem "großen Frühjahrsputz" macht der Artikel deutlich, dass die Neuentdeckungen zur kosmischen Inflation einigen bisher diskutierten Theorien den Boden entziehen. Spezielle Sorten hypothetischer Teilchen seien davon betroffen und 90 % aller Inflationsmodelle (darunter die Theorie eines zyklischen Universums), wie der Mitbegründer der Inflationstheorie, Andrei Linde, zitiert wird. Die Stringtheorie bleibt anscheinend in der Diskussion, und die Multiversenhypothes auf der Basis einer "chaotischen Inflation" passe sogar "bemerkenswert gut" zu den Neuentdeckungen. - hhp

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Nobelpreisträger erklärt Urknall-Messungen - Welt

Für den Astrophysiker Brian Schmidt sind die neuen Erkenntnisse zum Urknall u. a. deshalb so wichtig, weil deutlich wurde, dass Gravitation anders funktioniert als bisher angenommen: Die Ausdehnung des Universums beruhe nicht auf einer zusätzlichen Kraft, sondern auf einer Eigenschaft der Gravitation selbst. Um die inflationäre Ausdehnung aber wirklich verstehen zu können, müssten die Theorien der Gravitation und der Quantenphysik noch zur so genannten Weltformel zusammengebracht werden. Auch wenn bislang keine Evidenzen vorlägen, könne die Existenz paralleler Universen nicht ausgeschlossen werden. Auch ein Nachweis solcher Parallelwelten sei nicht undenkbar. Es könne ein Informationsleck geben, das die verschiedenen Universen verbinde, es könnte aber auch eine vollständige Trennung geben. - hhp

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Auf Tuchfühlung mit dem Urknall - FAZ Blogs

Mit gut gemeinten Metaphern aus dem Alltag versucht die Physikerin und Philosophin Sibylle Anderl in einem ausführlichen Beitrag dem Nichtphysiker die Neuentdeckungen zur kosmischen Inflation anschaulich zu machen. Ob der Hinweis, dass "Abweichungen von einer flachen Geometrie 'glatt gebügelt'" werden, dem Verständnis dienlich sind, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber jetzt weiß der Leser immerhin, dass die Inflation "erfunden" wurde, um kosmologische Probleme zu erklären. Testbar ist dieses Konstrukt, insofern es prinzipiell messbare Konsequenzen impliziert, wie z. B. die Aussendung von Gravitationswellen. Deren Auswirkung auf die kosmische Hintergrundstrahlung ist nun durch das sog. BICEP2 Experiment nachgewiesen worden - wenn sich die schon jetzt als "beeindruckend robust" eingestuften Ergebnisse weiterhin als belastbar erweisen. - hhp

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Urknall im Mittelalter - Süddeutsche

Passend zur derzeitigen Urknalleuphorie erinnert sich die Süddeutsche mit einem interdisziplinären Forscherteam aus Durham an den mittelalterlichen Bischof Grosseteste, der die Idee entwickelt habe, "eine Art Urknall könne am Anfang des Universums gestanden haben". Die Forscher haben die Idee formalisiert und durchgerechnet, das Ergebnis erinnere an die Theorie eines Multiversums. Kirchlichem Ärger sei er entgangen, da er physikalische Fragen nicht auf Glaubensfragen übertragen habe. - hhp