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Bewusstsein: Du siehst mich, deshalb will ich - SüddeutscheZeitung

Subjektivität, also die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Selbst als Denkender, Handelnder und Fühlender bewusst zu werden, beruht nicht allein auf den biologischen Gegebenheiten des Gehirns, sondern ist das Ergebnis sozialer Interaktion. Das, so die Autorin des Artikels, sei (knapp zusammengefasst) das Ergebnis zwanzigjähriger Forschung des Kognitionswissenschaftlers und Psychologen Wolfgang Prinz, das dieser in seinem neuen Buch „Selbst im Spiegel: Die soziale Konstruktion von Subjektivität“ darlegt. Um Handlungen anderer Menschen antizipieren zu können, würden Menschen sich gegenseitig Bewusstsein (Gedanken/Absichten) unterstellen. Diese Fremdzuschreibung werde dann (bereits in den ersten Lebensmonaten und –jahren) als Selbstzuschreibung übernommen. Prinz greife hiermit eine aus Kulturpsychologie und Sozialphilosophie bekannte Idee auf, setze sich damit aber vom kognitionswissenschaftlichen Mainstream und dessen Paradigma des Naturalismus und des Individualismus ab - pts

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Kre­a­ti­o­nis­mus: Adam, Eva und der Stegosaurus - FAZ

Die Autorin befasst sich kritisch mit der kreationistischen Bewegung in Deutschland. Reinhard Junker, Geschäftsführer der “Studiengemeinschaft Wort und Wissen”, sieht sie als einen Hauptvertreter dieser Weltsicht in Deutschland an, der u.a. durch sein Buch “Evolution. Ein kritisches Lehrbuch” mit dazu beitrage, dass kreationistische Ansichten auch in Deutschland auf dem Vormarsch seien. Exemplarisch stellt sie die zum Verband evangelischer Bekenntnisschulen gehörige Georg-Müller-Schule in Bielefeld vor, die in ihrem Leitbild für den Biologieunterricht festlege, dass der Evolutionstheorie „- auch unter Rückgriff auf Forschungsansätze und Argumente kreationistischer Naturwissenschaftler - die Schöpfungslehre gegenübergestellt werden“ solle. Die Schule habe, nachdem in der Presse über kreationistische Unterrichtsinhalte berichtet worden sei, einen Anmelderekord verzeichnet. Die Biologen Hansjörg Hemminger und Ulrich Kutschera zieht die Autorin als Kritiker dieser Entwicklung heran - pts

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3-D-Atlas "BigBrain": Das Hirn in hauchdünnen Scheiben - Spiegelonline

Am Forschungszentrum Jülich haben Wissenschaftler ein virtuelles dreidimensionales Modell („BigBrain“) des menschlichen Gehirns erstellt, das 50mal genauer sein soll als das, was es bisher in diesem Bereich gegeben hat. Dazu haben sie das Hirn einer 65-jährigen Toten in über 7400 hauchdünne Scheiben geschnitten, die Scheiben gescannt und das Gehirn am Rechner rekonstruiert. Die Auflösung des Modells liegt nahezu auf Zellebene. Das Modell kann möglicherweise helfen, Gehirnstrukturen verstehen zu lernen und so krankhafte Veränderungen zu bewerten. Es wird frei zugänglich sein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in das Human Brain Project einfließen - pts

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Human Brain Project: Der Gehirn-Simulator von Jülich - SpiegelOnline

Im Forschungszentrum Jülich wollen Wissenschaftler das menschliche Gehirn auf Europas schnellstem Computer nachbauen und seine Funktionsweise simulieren. Das Projekt wird mit bis zu einer Milliarde Euro von der EU gefördert und von Henry Markram von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) geleitet. Auf längere Sicht könne das Gehirn-Modell genutzt werden, um auf virtuelle Weise herauszufinden, wie Medikamente auf das Gehirn wirken, wie neurologische Krankheiten die Funktionsweise des Gehirns beeinträchtigen oder vielleicht sogar wie wir denken. Das Projekt ist allerdings umstritten. Trotz der Größe des Computers reiche seine Leistungsfähigkeit nicht aus, um das komplette menschliche Gehirn mit seinen rund 100 Milliarden Neuronen zu simulieren – so der Autor. Der Münchener Hirnforscher Moritz Helmstädter meint offenbar dementsprechend, man solle sich zunächst an die Erforschung kleinerer Nervennetze wie das des Wurms C. elegans begeben. Alles andere sei utopisch - pts

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Durchleuchteter Nachwuchs - ZEIT Nr. 25 S. 35

Gentests für Föten werden bald die Regel. Längst zeichnet sich die Einführung umfassender genetischer Durchleuchtungsverfahren auch im Rahmen der künstlichen Befruchtung ab. Unsere Gesellschaft muss auf viele Fragen neue Antworten finden - und dabei human bleiben. - al

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Verbesserte Menschen Die vielleicht gefährlichste Idee der Welt - Süddeutsche

Der Artikel von Boris Hänssler befasst sich mit der Denkrichtung bzw. Bewegung des Transhumanismus, der in den USA von zahlreichen Instituten vertreten werde, in Deutschland aber bisher wenig Anhänger finde. Die Idee der Transhumanisten, die sich in der Tradition des Humanismus und der Aufklärung sähen, bestehe darin, den Menschen mit Hilfe von Biotechnologie, Genomik, Neurowissenschaft, Robotik, Nanotechnologie und künstlicher Intelligenz immer intelligenter, gesünder, stärker und glücklicher zu machen. Glück auf Knopfdruck, der Stopp des Alterungsprozesses oder die “Übertragung“ des menschlichen Geistes auf einen Computer sollen dazu beitragen, „innerhalb der kommenden Jahrzehnte den neuen Menschen“ zu schaffen. Kritiker sähen im Transhumanismus die derzeit gefährlichste Ideologie der Welt – nicht zuletzt, weil die Möglichkeit, seine Fähigkeiten auf diese Weise zu verbessern, letztlich eine Sache des Geldbeutels sein könnte - pts

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Einsatz von Gesten: Menschen- und Affenbabys kommunizieren ähnlich - Spiegelonline

Psychologen der University of California haben offenbar herausgefunden, dass Schimpansen-, Bonobo- und Menschenkinder mit ähnlichen und teilweise gleichen Gesten kommunizieren. Sowohl Affen- als auch Menschenkinder würden zunächst durch Gesten kommunizieren. Später hätten die Affenkinder Symbole in Form von Bildern genutzt, die Menschenkinder dagegen Symbole in Form von Worten. Die Forscher sind überzeugt, dass die Ursprünge der Sprache in den Gesten liegen und dass der Mensch eine Sprache mit Gesten und Symbolen von dem letzten Vorfahren geerbt hat, den er mit Schimpansen und Bonobos teilt - pts