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Hirnströme: Forscher finden mögliche Erklärung für Nahtoderlebnis - SPIEGEL ONLINE

Auch Spiegel Online berichtet von der Studie, die bei Ratten erhöhte Hirnaktivität nach Herzstillstand festgestellt hat. Erklärbar sei dies wie bei einem Motor, der ohne Last (im Falle des Gehirns ohne Input von außen) schneller dreht als unter Last. Es wird diskutiert, ob man hier auf der Spur der neuronalen Korrelate auch der Nahtoderfahrung (NTE) ist. Sofern man in der NTE einen Beleg für ein Jenseits (E. Alexander: Blick in die Ewigkeit) oder für körperloses Bewusstsein (P. van Lommel) sieht, scheint Einiges auf dem Spiel zu stehen. Und so wundert es nicht, wenn ein Kommentator schreibt: "... und wieder etwas weniger Raum für religiös motivierte 'Erklärungsansätze'. Sehr zu begrüßen." - hhp

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Evolution: "Affen haben keine Sprache" - Zeitonline

Im Interview erläutert die Affenforscherin Julia Fischer, warum Primaten (mit Ausnahme des Menschen) zwar unter künstlichen Trainingsbedingungen eine Symbol- oder Gebärdensprache erlernen können, in der Natur aber keine Sprache (mit Wörtern und Grammatik) haben. Vermutlich liege dies daran, dass sie nicht verstünden, dass ihr Gegenüber eine andere Erlebniswelt als sie selber habe, sondern davon ausgingen, dass alle in derselben Erlebniswelt lebten. Folglich sähen die Primaten keine Notwendigkeit für Mitteilungen an ihre Artgenossen. Der Mensch dagegen besitze die Einsicht, dass sein Gegenüber einen anderen Wissensstand als er selber haben könne, und begreife daher die Notwendigkeit und den Nutzen von Kommunikation. Wann genau die Entwicklung von Sprache innerhalb der Evolution von den Menschenaffen zum Menschen aufgetreten sei, wisse man noch nicht - pts

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Bewusstsein: Du siehst mich, deshalb will ich - SüddeutscheZeitung

Subjektivität, also die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Selbst als Denkender, Handelnder und Fühlender bewusst zu werden, beruht nicht allein auf den biologischen Gegebenheiten des Gehirns, sondern ist das Ergebnis sozialer Interaktion. Das, so die Autorin des Artikels, sei (knapp zusammengefasst) das Ergebnis zwanzigjähriger Forschung des Kognitionswissenschaftlers und Psychologen Wolfgang Prinz, das dieser in seinem neuen Buch „Selbst im Spiegel: Die soziale Konstruktion von Subjektivität“ darlegt. Um Handlungen anderer Menschen antizipieren zu können, würden Menschen sich gegenseitig Bewusstsein (Gedanken/Absichten) unterstellen. Diese Fremdzuschreibung werde dann (bereits in den ersten Lebensmonaten und –jahren) als Selbstzuschreibung übernommen. Prinz greife hiermit eine aus Kulturpsychologie und Sozialphilosophie bekannte Idee auf, setze sich damit aber vom kognitionswissenschaftlichen Mainstream und dessen Paradigma des Naturalismus und des Individualismus ab - pts

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Kre­a­ti­o­nis­mus: Adam, Eva und der Stegosaurus - FAZ

Die Autorin befasst sich kritisch mit der kreationistischen Bewegung in Deutschland. Reinhard Junker, Geschäftsführer der “Studiengemeinschaft Wort und Wissen”, sieht sie als einen Hauptvertreter dieser Weltsicht in Deutschland an, der u.a. durch sein Buch “Evolution. Ein kritisches Lehrbuch” mit dazu beitrage, dass kreationistische Ansichten auch in Deutschland auf dem Vormarsch seien. Exemplarisch stellt sie die zum Verband evangelischer Bekenntnisschulen gehörige Georg-Müller-Schule in Bielefeld vor, die in ihrem Leitbild für den Biologieunterricht festlege, dass der Evolutionstheorie „- auch unter Rückgriff auf Forschungsansätze und Argumente kreationistischer Naturwissenschaftler - die Schöpfungslehre gegenübergestellt werden“ solle. Die Schule habe, nachdem in der Presse über kreationistische Unterrichtsinhalte berichtet worden sei, einen Anmelderekord verzeichnet. Die Biologen Hansjörg Hemminger und Ulrich Kutschera zieht die Autorin als Kritiker dieser Entwicklung heran - pts

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3-D-Atlas "BigBrain": Das Hirn in hauchdünnen Scheiben - Spiegelonline

Am Forschungszentrum Jülich haben Wissenschaftler ein virtuelles dreidimensionales Modell („BigBrain“) des menschlichen Gehirns erstellt, das 50mal genauer sein soll als das, was es bisher in diesem Bereich gegeben hat. Dazu haben sie das Hirn einer 65-jährigen Toten in über 7400 hauchdünne Scheiben geschnitten, die Scheiben gescannt und das Gehirn am Rechner rekonstruiert. Die Auflösung des Modells liegt nahezu auf Zellebene. Das Modell kann möglicherweise helfen, Gehirnstrukturen verstehen zu lernen und so krankhafte Veränderungen zu bewerten. Es wird frei zugänglich sein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in das Human Brain Project einfließen - pts

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Human Brain Project: Der Gehirn-Simulator von Jülich - SpiegelOnline

Im Forschungszentrum Jülich wollen Wissenschaftler das menschliche Gehirn auf Europas schnellstem Computer nachbauen und seine Funktionsweise simulieren. Das Projekt wird mit bis zu einer Milliarde Euro von der EU gefördert und von Henry Markram von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) geleitet. Auf längere Sicht könne das Gehirn-Modell genutzt werden, um auf virtuelle Weise herauszufinden, wie Medikamente auf das Gehirn wirken, wie neurologische Krankheiten die Funktionsweise des Gehirns beeinträchtigen oder vielleicht sogar wie wir denken. Das Projekt ist allerdings umstritten. Trotz der Größe des Computers reiche seine Leistungsfähigkeit nicht aus, um das komplette menschliche Gehirn mit seinen rund 100 Milliarden Neuronen zu simulieren – so der Autor. Der Münchener Hirnforscher Moritz Helmstädter meint offenbar dementsprechend, man solle sich zunächst an die Erforschung kleinerer Nervennetze wie das des Wurms C. elegans begeben. Alles andere sei utopisch - pts

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Durchleuchteter Nachwuchs - ZEIT Nr. 25 S. 35

Gentests für Föten werden bald die Regel. Längst zeichnet sich die Einführung umfassender genetischer Durchleuchtungsverfahren auch im Rahmen der künstlichen Befruchtung ab. Unsere Gesellschaft muss auf viele Fragen neue Antworten finden - und dabei human bleiben. - al