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Besser als der Darwinismus - Ein Blick auf Charles Darwin als Theologen -- HerderKorrespondenz 67, 2013, 33-37

Der interdisziplinär ausgewiesene Religionswissenschaftler Michael Blume stellt in dieser Zusammenfassung seines neuen Buches ("Evolution und Gottesfrage") einen weitgehend unbekannten Blick auf Charles Darwin als Theologen vor und räumt dabei mit einige Vorurteilen auf. So habe Darwin weder Sinn und Fortschritt in der Evolution ausgeschlossen noch die Eigenständigkeit von Kultur und Geist bestritten. Der Monotheismus sei eine "Spitzenentwicklung" und wissenschaftliche Theologie evolutionär notwendig. Blume verkennt freilich nicht, dass Darwin zunehmend zum Agnostiker wurde. Der Glaubenszweifel gründe jedoch nicht in der Wissenschaft, sondern primär in der Theodizeefrage, die für Darwin sehr existenziell war. Noch in seinem letzten Lebensjahr zeige Darwins Begeisterung für den evolutionären Theismus des Philosophen William Graham sein Ringen um die letzten Fragen des Daseins - hhp

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Opera-Experiment: Als Einstein wackelte - ZEIT ONLINE

Vor einem Jahr schien das Opera-Experiment die Physik zu revolutionieren, als man dachte, einige Neutrinos seien schneller als das Licht. Doch man war nur über ein Kabel gestolpert. Eine Nachlese der Geschichte mit einem Ortsbesuch von Robert Gast. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Religionspsychologie | Neurotheologie

Religion: Warum wir glauben müssen - ZEIT ONLINE

An irgendetwas glauben alle. Das persönliche Wohlergehen, die Definition eines gelingenden Lebens, kommt ohne Glauben nicht aus. Man muss nicht an Gott glauben, um zu glauben. Wer aber glaubt, der Mensch komme ohne Glauben aus, der glaubt somit erstens selbst und macht zweitens die Rechnung ohne die Spezies Mensch. Der Mensch glaubt, weil er gar nicht anders kann, als zu glauben. Beweise liefert die Wissenschaft. Einer der evolutionsbiologischen Vorteile des Glaubens ist »Coping« (Alltagsbewältigung). Aus zahlreichen religionsmedizinischen Studien geht auch hervor, dass Gläubige gesünder sind als Nichtgläubige. Damit greift der Autor eine moderne Debatte auf, über die sich sicher trefflich streiten lässt. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik

Fälschungsvorwürfe gegen bekannten Stammzellforscher - sueddeutsche.de

Der Kardiologe Bodo-Eckehard Strauer hatte 2001 weltweit zum ersten Mal einen Herzinfarktpatienten mit Stammzellen aus dessen Knochenmark behandelt. Seine Arbeiten galten als Argument gegen die Forschung mit den ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellen. Bald wurde der Professor von Gegnern der embryonalen Stammzellforschung in Politik und Kirche hofiert. Nun gibt es Hinweise auf Manipulationen der Studien. Die Therapie kann zwar die Leistung des Herzens tatsächlich geringfügig erhöhen. Dies geht aber nicht, wie ursprünglich gehofft, darauf zurück, dass die Stammzellen zu Herzmuskelzellen werden und dadurch das Herz regenerieren. Vielmehr scheinen die Zellen nur Faktoren zu produzieren, die im Nebeneffekt die Herzmuskelzellen unterstützen. - al

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Das Gottesteilchen: EP-Anhörung zum Ursprung unseres Universums | EU-Infothek.com

So spannend der Teaser den Artikels ankündigt - geht es doch den Physikern Higgs und Englert im Europaparlament scheinbar um "die letzten Geheimnisse unseres Universums" -, so ernüchtert stellt man im Verlauf des Beitrags fest, dass es eigentlich nur um internationalen Wettbewerb und Forschungsgelder geht, deren Reduzierung Peter Higgs mal mit "wissenschaftlicher Zurückhaltung", mal mit "britischer Zurückhaltung" für unklug hält. Vielleicht war man ja mit dem Hinweis auf Geld gar nicht so weit von den "letzten Geheimnissen unseres Universums" entfernt. Auch die Infografik verspricht mehr als sie hält. Die Frage "Was zum Teufel ist das Gottesteilchen?" wird lediglich damit beantwortet, dass es "das kleinste Elementarteilchen" ist. Anscheinend ist es so klein, dass es in der erklärenden Grafik "Partikel von A bis Z" gar nicht erst aufgeführt wird - hhp

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Alter Langweiler - NewScientist

Der tiefe Fall des Gottesteilchens, das jetzt als "alter Langweiler" abgestempelt wird. Grund für diesen sozialen Abstieg ist die dieser Tage erfolgte Bekräftigung, dass sich das Higgs-Boson tatsächlich ("bis auf eine Ausnahme") so verhält, wie es das Standardmodell voraussagt. Vielen wäre eine "neue Physik" offenbar lieber gewesen - hhp

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Als wir uns trennten - NewScientist

Die Frage, wann sich im evolutiven Stammbaum Mensch und Schimpanse voneinander getrennt haben, gehört zu den spannendsten Kontroversen der Evolutionsbiologie. Die Stammbäume der Paläontologen wollten bislang nicht so recht zu denen der Genetiker passen. Eine neue "bahnbrechende Studie" könnte hier für Entspannung sorgen, weil sie die genetische Uhr neu geeicht hat. Der Studie zufolge ist die Mutationsrate halb so groß wie bisher angenommen. Dies ergäbe - einmal mehr - ein radikales Umschreiben bisheriger Stammbäume. So rückt die Trennung von Affe und Mensch weiter in die Vergangenheit, aber auch unsere näheren Verwandten wie der Neandertaler und Homo heidelbergensis. Allerdings lassen diese sich mit der neuen genetischen Uhr konsistenter ins Stammbaumgeäst einfügen. Der Sonderstellung des Menschen scheint die größere Distanz zu den Vormenschen zu schmeicheln, und der Artikel schließt: "Jetzt sind wir noch ein wenig eigener" - hhp