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Dem großen Ganzen verpflichtet - ZEIT Nr. 27 S. 46

Helmut Schmidt erinnert an den Physiker, Philosophen und Pazifisten Carl Friedrich von Weizsäcker, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und ergänzt die biografischen Stationen von Weizsäckers um einige persönliche Erinnerungen. Den Pazifismus des Portraitierten kann er natürlich nicht so stehen lassen, bekannt geworden ist ja Schmidts Ausspruch: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen". - al

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Voreilige Sensation - ZEIT Nr. 26

Auch die ZEIT berichtet über die mögliche Entdeckung des "gottverdammten" Higgs-Teilchens, weist aber darauf hin, dass die Experimente erstmal überprüft werden, bevor offiziell dazu Stellung genommen wird. Nach dem Hype um die angeblich überlichtschnellen Neutrinos beim OPERA-Experiment sicherlich sinnvoll. - al

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4:0 für Einstein - FAZ.net

Was man schon lange vermutet hat, ist nun Gewissheit: Dass sich Neutrinos angeblich schneller ausbreiteten als das Licht, beruhte auf einem Messfehler. Auch die Neutrinos aus dem Cern halten sich wie alle Objekte stets strikt an Einsteins Tempolimit. Auf jeden Fall werden die überlichtschnellen Neutrinos der Opera-Forscher in die Annalen der Teilchenphysik eingehen - als Lehrstück wie die Wissenschaft unerlaubte Geschwindigkeitsübertretungen regelt. - al

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Lobbyisten gegen esoterische Umtriebe - ZEIT Nr. 21

Das Interview berichtet vom Skeptiker-Weltkongress in Berlin. Brauchen kritische Denker eine Kampforganisation gegen Abstruses? Die "Skeptiker" betrachten sich als Aufklärer und Verbraucherschützer, die mit mehr oder weniger deutlichen Worten auf Missstände hinweisen. Ihre Zielgruppe sind aber nicht die Esoterik-Gläubigen, sondern eher die uninformierten Leute, die noch kritischen Argumenten zugänglich sind. Kritisches Denken bedingt nach Ansicht des Interviewpartners außerdem eine philosophische Analyse, die nach der Konsistenz und der Überzeugungskraft von religiösen Aussagen fragt, ist also eher religionskritisch. - Kann man daher nicht skeptisch genug sein? Nach Ansicht des Wissenschaftlers und Wissenschaftstheoretikers Michael Polanyi ist Glauben jedoch auch für die Wissenschaft ein grundlegendes Konzept. Vermutlich muss man beides vereinen: begründeten Glauben und berechtigten Zweifel. - al

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Erbgutanalyse: Was Mutters Blut verrät - ZEIT Nr. 21

In Kürze wird ein Unternehmen einen Test auf den Markt bringen, den viele als Segen, manche dagegen als Fluch empfinden dürften. Denn derTest soll die frühe Entdeckung von Föten mit Downsyndrom massiv erleichtern. Bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche erhalten Eltern und Ärzte eine sichere Auskunft, ob der heranwachsende Mensch von dieser häufigsten Form angeborener geistiger Behinderung betroffen ist. Für die Inspektion des werdenden Lebens reichen ein paar Milliliter Blut der Schwangeren. Bevor das neue Verfahren den Eingriff in den Bauch der Schwangeren wirklich ablösen kann, muss der Bluttest allerdings erst noch eine diagnostische Allzwecktauglichkeit erreichen. Während US-Ärzte schon eine schnelle Erweiterung des Testes anmahnen, schürt die Aussicht auf ein künftiges Rundum-Radar im fötalen Erbgut hierzulande vor allem Besorgnis. Aufgeschreckt von den Berichten, wurde der Deutsche Ethikrat mit der Ausarbeitung einer Stellungnahme beauftragt. - al

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Religion: "Unser Denken und Handeln basiert auf einer physikalischen Struktur" - ZEIT online

Für die Physikerin Lisa Randall ist das Großartige an der Wissenschaft gerade ihre Unordnung. Wissenschaftler sind nicht im Besitz einer geoffenbarten Wahrheit, sondern müssen selber herausfinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das ist nach Randall der große Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaftler kennen die Antworten nicht. Sie müssen sie suchen. Ein interessantes Gespräch, auch über die Kathedralen und Glaubenssätze der Physik. - al

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Ewig nagt der Zweifel - ZEIT Online

Die Fachzeitschrift Science verkündet in ihrer jüngsten Ausgabe: »Analytisches Denken fördert den religiösen Unglauben.« Das klingt, so Ulrich Schnabel, intuitiv erst einmal einleuchtend. Die Vernunft als natürliche Gegnerin des Glaubens – das ist seit gut dreihundert Jahren das Leitmotiv aller Aufklärer und Religionskritiker. Er zeigt zum Glück aber auch: mit Religionskritik darf man es sich nicht zu einfach machen. Sonst sitzt man nur den intuitiven Vorurteilen seiner Ratio auf. - al