Erstellt von al | | Sterbehilfe | Deutsch

Carine, 43, lässt sich töten - ZEIT Nr. 43

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ereignete sich 2005 in Belgien eine Weltpremiere: Ärzte ließen eine Patientin auf deren Wunsch hin sterben, sofort danach entnahmen ihr andere Mediziner Organe. Die sind ja Mangelware. In Deutschland kommen die vorsichtig dosierten Informationen der belgischen Ärzte erst im Frühjahr 2011 an. Dabei rührt das, was mit Carine geschah, an grundlegende Fragen der Medizinethik. In Deutschland würde einem Arzt, der einen Patienten tötete, Gefängnis drohen. Der Fall wird ausführlich geschildert, auch kritische Stimmen kommen dabei zu Wort. Heiligt ein guter Zweck fast jedes Mittel? - al

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Können gute Wissenschaftler religiös sein? - zeit.de

Gott hat in der Naturwissenschaft keinen Platz - dennoch sind viele Forscher gläubig. Kann das gut gehen, fragt die ZEIT. Darüber diskutieren ein Physiker (Gerhard Börner) und ein Philosoph (Bernulf Kanitschneider). Der Physiker meint: ob man alles, was ist, auf physikalische Größen und Prozesse reduzieren will oder den Sinn im Wirken des Schöpfers, der die Welt im Innersten zusammenhält, sieht, bleibt Glaubenssache. Der Philosoph dagegen meint, ein konsequenter Wissenschaftler kann nur gläubig sein, wenn er den dogmatischen Gehalt des Theismus - anders als die Kirche - als Bild oder Gleichnis betrachtet. Bleibt zu sagen, dass des Philosophen Bild der Theologie nicht unbedingt adäquat ist. - al

Erstellt von hhp | | Hirnforschung | Deutsch

Heilen durch Handeln im Kopf - faz online

Seit ihrer Entdeckung haben die sog. Spiegelneurone, die während des Betrachtens eines Vorgangs die gleichen Reize auslösen wie beim Selber-Handeln, für Faszination und Spekulation gesorgt. Die Phänomene Imitation, Empathie und auch Religion schienen sich damit neu verstehen zu lassen. Nun sollen die Spiegelneuronen ihren praktischen medizinischen Nutzen erweisen. So könnte bei der Rehabilitation mentales Üben das physische Üben soweit unterstützen, dass sich die Effekte gegenseitig potenzieren. Inwieweit nun Einzelbeobachtungen verlässlich verallgemeinert und nutzbar gemacht werden können, soll nun eine größere Studie erweisen - hhp

Erstellt von al | | Kosmologie | Physik | Deutsch

Mehr, als das Auge sehen kann - ZEIT Nr. 41

Der Artikel von Ulrich Schnabel berichtet über den Physiknobelpreis, der die Entdecker der "dunklen Energie" im Kosmos ehrt. Ihre Forschung zeigt: Über den größten Teil des Universums weiß die Wissenschaft so gut wie nichts. So wurde die mysteriöse Treibkraft des Universums »dunkle Energie« getauft, in Anlehnung an die »dunkle Materie«, die schon länger in den astronomischen Gleichungen auftauchte. Sowohl dunkle Materie als auch Energie offenbaren sich nur über ihre Wirkungen. Berechnungen zeigen inzwischen, dass die dunkle Energie rund 70 Prozent der Energiedichte des Alls ausmacht; weitere 25 Prozent gehen auf das Konto der sogenannten dunklen Materie. Damit stehen die Astrophysiker vor dem kuriosen Phänomen, dass die uns bekannten chemischen Elemente nur etwa 5 Prozent des Universums ausmachen. - al

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Im Wohlfühlwahn - ZEIT NR. 40

Eine neue Studie zum Wohlfühleffekt der Religion kommt zu dem Ergebnis, dass dieser vor allem auf der Wertschätzung, die man von seinem sozialen Umfeld erfahre, beruhe. Falle diese weg, sinke auch das religiöse Wellnessgefühl. Der Kommentar von Ulrich Schnabel macht Sinn: "Wer Jesus als Glücksratgeber missversteht, sollte vielleicht mal wieder ins Neue Testament schauen." - al

Erstellt von al | | Physik | Deutsch

Neutrino-Forschung: Das LSD der Teilchenphysik - Zeit Nr. 40 S. 40

Der WISSENs-Artikel der ZEIT informiert ausführlich über die neuen überlichtschnellen Neutrinomessergebnisse, gekoppelt mit der Stringtheorie als möglicher Erklärung. Gleichzeitig mutet er wie ein Werbepapier für das neue Buch des Dortmunder Physikers Päs an, der allerdings immerhin dieses stringtheoretisch mögliche Verhalten der Neutrinos postuliert hatte. - al

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Wenn Einstein irrt - ZEIT Nr. 40

Die ZEIT titelt sogar mit dem Experiment, nach dem Neutrinos scheinbar die Lichtgeschwindigkeit überschreiten. Das "scheinbar" wird hier allerdings fast zur Gewißheit und die Wissenschaft zum Turm aus Bauklötzchen, der immer wieder gerne zusammengeschmissen wird. Von Freuds drei narzistischen Kränkungen der Menschheit ist die Rede, ohne zu wissen, dass die erste - kopernikanische - zu ihrer Zeit völlig anders problematisiert wurde als Freud es gesehen hat (das Problem war nicht die Versetzung der Erde aus dem Zentrum des aristotelischen Weltbildes, sondern die Setzung der himmlischen Sonne an diesen "niederen Ort"). Alles in allem gut aufgemacht, aber wenig dahinter. - al