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Zeitalter der Entdecker: Mythos 1492 - ZEIT ONLINE

Christoph Kolumbus hielt sich für ein Werkzeug Gottes, wie das spannende Dossier darstellt. Seine kühne Westfahrt war ein Geniestreich, maßlose Sturheit und Selbstüberschätzungen brachten ihn zu Fall. Zu dem alten Mythos, er habe bei seinem Vorhaben gegen die Macht der Kirche zu kämpfen gehabt, die "bibeltreu" daran festgehalten habe, dass die Erde flach sei, erwähnt der Artikel nur: Die Experten am Hofe sind wohlvertraut mit den Schriften, auf die sich Kolumbus beruft. Woran sich ihr Widerspruch im Einzelnen entzündet, ist nicht bekannt, aber mit Sicherheit war es nicht die Annahme, dass die Erde rund sei; dies ist damals längst allgemein anerkannt. - al

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Ethikkommission zur Atompolitik - "Ein biblisches Gebot" - süddeutsche.de

Angesichts der Katastrophe von Fukushima hat die Bundeskanzlerin eine Ethikkommission gegründet, die klären soll, ob Atomenergie in Deutschland ethisch verantwortbar ist. Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft wurden in die Kommission berufen - sowie drei christliche Vertreter. sueddeutsche.de hat schriftlich nachgefragt was der christliche Glaube mit Atomenergie zu tun hat, und wieso Christen berufen wurden, aber keine Vertreter von Umweltorganisationen. Nun, das kann im Grunde nur die Kanzlerin beantworten. Die berufenen Kirchenvertreter sagen, sie wurden wohl nicht wegen eines spezifischen Expertenwissens berufen, sondern als Vertreter gesellschaftlich relevanter Institutionen, die hinsichtlich der ethischen Urteilsbildung unserer Gesellschaft Bedeutung haben und die einen wichtigen Beitrag zur Erzeugung eines ethischen Grundkonsenses in dieser wichtigen Zukunftsfrage leisten können. - al

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Bausteine des Lebens: Am Anfang war... - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Stanley Millers Ursuppenexperimente zum Beginn des Lebens sind weitgehend bekannt, haben wissenschaftlich jedoch an Bedeutung verloren. Unbekannt geblieben sind dagegen Millers Folgeexperimente, deren Proben nun mit neuen Methoden erneut unter die Lupe genommen wurden. Dabei erwiesen sie sich als erheblich ergiebiger als die klassischen Experimente. Die Forscher sehen neue Argumente für die Ursuppentheorie und planen noch in diesem Jahr eine Wiederholung des klassischen Experiments - hhp

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PID-Gesetzesentwurf: Doppelte Falle - ZEIT Nr. 11 S. 37

Das deutsche Embyronen-Schutzgesetz verbietet es, mehr als drei Eizellen pro Behandlungszyklus zu befruchten. Der Sinn der PID ist es jedoch, aus mehreren Embryonen die genetisch belasteten auszusortieren. Stünden nur drei zur Auswahl, könnte am Ende gar kein gesunder Keimling übrig bleiben. Durchschnittlich sind sieben Embryonen nötig, damit schließlich zwei unbelastete eingepflanzt werden können. Allerdings kommt es durchaus auch vor, dass nur ein oder zwei befruchtete Eizellen schadhaft sind. Dann entstehen überzählige Embryonen. Deren Schicksal muss ebenfalls geklärt werden. Das macht die Befürwortung der PID sicher nicht leichter. - al

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Gendiagnostik: Ethikrat uneins über PID - ZEIT ONLINE

Der Streit um die Präimplantationsdiagnostik spaltet Politik und Gesellschaft. Auch der Ethikrat hat zu keiner einheitlichen Position gefunden. Die Befürworter der PID im Ethikrat argumentieren in ihrem Votum, mit der Methode könne Paaren geholfen werden, "die aus genetischen Gründen wiederholte Fehl- oder Totgeburten erlebt haben". Außerdem könnten Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden. Die PID-Gegner im Ethikrat wenden in ihrem Votum ein, durch PID könne menschliches Leben aufgrund unerwünschter Eigenschaften verworfen werden. Außerdem könne die Anwendung auch bei einer zunächst engen Begrenzung nach und nach ausgeweitet werden. Das kontroverse Stimmungsbild im Ethikrat zeigt in der Tat, dass der Deutsche Bundestag eine offene Diskussion ohne Fraktionszwang führen muss. - al

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Richard Dawkins: "Religion? Die Wirklichkeit hat ihre eigene Magie" - SPIEGEL ONLINE

Richard Dawkins ist mit dem deutschen Titel ("Die Schöpfungslüge") seines englischen Originals ("The Greatest Show on Earth") nicht ganz glücklich, weil die negative Besetzung nicht die positive Intention wiedergibt, die eher eine "romantische Sicht der Schöpfung" offen legen wollte. Dawkins will nicht nur als Religionskritiker, sondern auch als Wissenschaftler öffentlich wahrgenommen werden. Wenn es um die Frontstellung gegen den Kreationismus gehe, arbeitet Dawkins auch schon einmal mit Bischöfen zusammen, habe er doch "nichts gegen zeitlich begrenzte Allianzen gegen gemeinsame Feinde". Dass die religiöse Sicht der Dinge nicht auf Augenhöhe wahrgenommen wird, zeigt aber die Ankündigung seines Kinderbuches, das Alltagsfragen zunächst mit Mythen beantwortet, die dann durch die "Erklärung über die wahre Natur der Dinge" ersetzt werden. Dreimal darf geraten werden, welche Disziplin den Schlüssel zur "wahren Natur der Dinge" in der Tasche hat - hhp

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Kritik der reinen Physik (1): Der Geist der Revolution - faz.net

Anlässlich der arabischen Revolutionen wird auch die Lage der Kosmologie im Anschluss an Thomas Kuhn als revolutionär gedeutet. Die sogenannte „Dark matter crisis" bedeutet die Krise des etablierten, kosmologischen Standardmodels. Eine kritische Diskussion der durchaus nicht umumstrittenen Kuhnschen Thesen erfolgt allerdings nicht. - al