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Spiritualität - Moderne Sinnsuche - Gehirn und Geist

Der Religionspädagoge Anton A. Bucher belegt anhand neuerer, z. T. eigener Umfragen und neurowissenschaftlichen Studien (inkl. Kritik an Persingers "Gotteshelm"), dass auch in einer zunehmend säkularer werdenden Gesellschaft spirituelle Bedürfnisse und Erfahrungen verbreitet sind. Die Attraktivität der traditionellen Kirchen geht bei dieser "modernen Sinnsuche" allerdings zurück. Buchers These: "Ob Menschen in die Kirche gehen, hängt wohl stärker davon ab, wie sie erzogen wurden; ob ihnen spirituelle Erfahrungen zugänglich sind, scheint dagegen eher genetisch determiniert zu sein" - hhp

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Medizinethik: Drum prüfe, wer sich bindet - ZEIT Nr. 6 S. 33

Neuartige Gentests sollen Paaren die Angst nehmen, ihre Kinder könnten mit schweren Erbkrankheiten zur Welt kommen. Eine medizinische Revolution, ethisch umstritten. Der Plan ist heikel, weil damit gleichzeitig das Erbgut auf Hunderte Defekte abgeklopft wird. Und weil der Test radikal früh vorgenommen werden soll – noch vor der Empfängnis. Interessierten Paaren würde dann schon vor der Zeugung die Gefahr in ihren Erbanlagen vor Augen geführt. In mehrfacher Hinsicht steckt in dem Unterfangen soziale Brisanz. Ist die Gesellschaft reif für so viel biologische Selbsterkenntnis? Sind die Bürger gewillt, soziale Folgekosten der Durchleuchtung zu akzeptieren? Es zeige sich, so der Autor: Im Streit über die Anwendung der PID wird um das Gestern gerungen. Auch das 2010 frisch in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz regele demnächst nur noch die Vergangenheit – den Umgang mit Tests für einzelne Gene. In der Tat müssen diese neueren Entwicklungen in der Diskussion berücksichtigt werden. - al

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Gespräch mit Francis Collins: Ein ganzes Genom in zwei Stunden entschlüsseln? Klar, geht das! - Mensch & Gene - Wissen - FAZ.NET

Weil viele Krankheiten auf äußerst komplexen Ursachen beruhen und zudem über viele Jahre hinweg entstehen, sind wir noch weit davon entfernt, sie zu bezwingen. Francis Collins, Leiter des Humangenomprojektes, hält dennoch daran fest: Der medizinisch-wissenschaftliche Fortschritt schreitet heute sehr viel schneller voran als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte. Was bedeutet das? "Wie unsere Erfahrungen bei mittlerweile mehreren tausend Probanden zeigen, erleben viele Menschen die Ergebnisse der Gentests als einen Weckruf: Sie hören auf zu rauchen, ernähren sich gesünder und treiben mehr Sport." Freilich, es gibt auch Menschen, die so weiter leben wir zuvor. Und die Frage des genetischen Datenschutzes wird in dem Interview nicht diskutiert. - al

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Film "Hereafter": Wo ist der Gastgeber? Zeit online

Peter Kümmel spöttelt genüßlich über Eastwoods "Hereafter". Die Beweise des Films für ein Jenseits haben ihn jedenfalls offensichtlich nicht überzeugt. Außerdem ist Kümmel bei der Jenseitsparty aufgefallen: "Kein Gastgeber lässt sich blicken". Stimmt, hätte ich fast gar nicht bemerkt - hhp

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Clint Eastwoods "Hereafter": Leben und sterben lassen -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

In nettem Kontrast zur Filmbesprechung der Stuttgarter Zeitung (s.u.) lobt Andreas Borcholte Eastwoods "Hereafter" als meisterhaftes Alterswerk. Zu Recht stellt er als eine Botschaft des Films die Warnung heraus, dass sich der Mensch allzu sehr geborgen fühlt, wo doch das Unberechenbare immer zuschlagen kann - im Film der Tsunami, der Unfalltod des Jungen etc. Dass der Film darüber hinaus aber "die glaubhafte Möglichkeit einer Jenseitigkeit" schafft, ist mehr als übertrieben. Da halte ich es eher mit der Kritik der Stuttgarter Zeitung - hhp

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Hereafter - Das Leben danach: Botschaften aus dem Jenseits - Stuttgarter Zeitung online

Eine herrlich bissige Besprechung des Eastwood-Films "Hereafter - Das Leben danach". Dem Versuch des Films, vom Leben nach dem Tod zu überzeugen, kann der Rezensent Thomas Klingenmaier wenig abgewinnen, da "der Blick in den Nebel als Klarsicht gepriesen wird". Ganz zu schweigen von der "Ehrenrettung des Spiritismus", die auch mich am meisten befremdet hat. Den Optimismus, einen Blick ins Jenseits werfen zu können, wird man wohl tatsächlich als "arge Naivität" bezeichnen können; ebenso wie Eastwoods Vorstellung von jenseitigen Eingriffen in den Lauf der Welt. Aber: Ein Film ist keine theologische Abhandlung über Eschatologie - hhp

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Filmstart "Hereafter" - Frankfurter Rundschau online

Michael Kohler fragt, wie Eastwood und der Autor Morgan dazu kommen, einen Film über das Jenseits zu drehen. Die Antwort ist einfach und verblüffend zugleich: Sie wollten "atheistische Geschichte über das Jenseits" erzählen. Das erklärt dann auch die Beobachtung des Rezensenten Kümmel, dass der Gastgeber der Jenseitsparty fehlt. Interessant auch, dass am Ende des Films nicht jenseitiger, sondern irdischer Trost gespendet wird. Dem Autor wirft der Rezensent vor, er habe "die Entzauberung der Nahtoderfahrung durch die moderne Hirnforschung ignoriert". Dass die Hirnforschung das Faszinosum der Nahtoderfahrung wegerklärt hat oder dies je können wird, darf mit guten Gründen bezweifelt werden - hhp