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Verhaltensforschung: Fatale Nächstenliebe - ZEIT NR. 4 S.31

Ohne Feinde gibt es auch kein Wirgefühl, so die vor allem mit dem Hormon Oxytocin begründete These des Artikels, der damit ein Fragezeichen hinter zahlreiche populäre Publikationen setzt. Ob man allerdings dem mit transportierten hormonellen Determinismus zustimmen muss, scheint fraglich. Der These des Artikels nach wäre Jesu Gebot der Feindesliebe und das alttestamentliche Gebot der Fremdenliebe vollkommen sinnfrei, dabei machen die hormonellen Befunde doch gerade deutlich, wie wichtig sie sind. Auf genetischer Ebene hat ja selbst Dawkins schon festgehalten: "We, alone on earth, can rebel against the tyrany of the selfish replicators." (The Selfish Gene) - al

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Forscher-Debatte über Religion und Evolution - wissenrockt.de

Der Artikel setzt noch einmal Michael Blumes Thesen über die evolutive Bevorzugung religiöser Gruppen in Kontrast zu Aussagen Richard Dawkins. Der Befund der höheren Kinderquote Religiöser gibt Blume nicht nur Anlass zu Freude, sondern könnte auch bedeuten, dass religiöse Fundamentalismen erstarken. Blume rät der Dawkins-Gruppe, die neuesten Forschungen von Robert Rowthorn zu diskutieren. Der Artikel selbst ist hochpolemisch, wird doch Religiosität undifferenziert mit Indoktrionation gleich gesetzt und auch die Theologien im Christentum verträten "menschenunwürdige und gefährliche Ideengebäude" - hhp

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Kein "Botenstoff der Liebe" - Das Ende des Kuschelhormons - sueddeutsche.de

Studien des niederländischen Psychologen Carsten de Dreu und seiner Kollegen zufolge erhöht das Hormon Oxytocin die Bereitschaft, anderen zu vertrauen und mit ihnen zu kooperieren - aber nur innerhalb der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt. Es ist demnach weniger ein "Botenstoff der Liebe" als vielmehr ein Hormon, das unseren Ethnozentrismus beeinflusst. Die Ergebnisse untermauern die Idee, dass sich neurobiologische Mechanismen im Allgemeinen und das Oxytocin-System im Besonderen entwickelt haben, weil sie die Koordination und Kooperation innerhalb einer Gruppe verstärken. Der Artikel bietet Hintergrundinformationen zu den Forschungsergebnissen, welche die ZEIT "fatale Nächstenliebe" titen liess (20.01.2011). - al

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Der freie Wille zwischen Realität und Fiktion

Die Neurologin Imke Puls erinnert daran, dass die so genannten Libet-Experimente, auf die sich so mancher immer noch zur Bestreitung der Willensfreiheit stützt, nach neueren Untersuchungen mit Vorsicht zu genießen sind. Nichts Neues, aber immer wieder gut, darauf hinzuweisen - hhp

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Gruppen-Beziehungen: Warum der Feind meines Feindes mein Freund ist -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Eine Forschergruppe hat Beziehungen in größeren Netzwerken mit einer Differenzialgleichung zu beschreiben und deren Entwicklung zu prognostizieren versucht. Die nicht-trivialen Ergebnisse: Nach einer Zeit sind entweder alle befreundet oder in zwei Gruppen aufgeteit, die verfeindet, aber intern befreundet sind. Die anfängliche Verteilung sei für das Endergebnis entscheidend. An dokumentierten Freund-Feind-Entwicklungen hat das theoretische Modell bereits seinen Praxistest bestanden. Für die sozialen Netzwerke im Internet wären zuverlässige Prognosen von großem Interesse - hhp

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Evolution des Menschen: Schon Frühmenschen-Babys waren proper -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Der Nachteil eines proportional höheren Geburtsgewicht beim Menschen muss durch soziale Unterstützung ausgeglichen werden. Dies gelte auch schon für den Australopitecinen ("Lucy"), 2,5 Mio. Jahre früher als bisher angenommen - hhp

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Physik aus der Gottesperspektive ZEIT Nr. 1 2011 S.37

Der Artikel klassifiziert Stephen Hawking als "Designer-Physiker", der herausfinden will, wie die Welt im Ganzen funktioniert. Hawking, so der Verfasser, erzählt uns einen Mythos in der Sprache der Physik - obwohl er doch behauptet, die Wissenschaft habe die Mythologie überwunden. Er sei ein Beispiel für Pop-Science, in der es mehr um Wissensvermarktung denn um Inhalte geht. Spräche Hawking in seinen Büchern nur von Physik fände er sicher nicht den Resonanzraum, den er hat. Da hat der Verfasser wohl Recht. Der Artikel befasst sich dann - weiterhin kritisch auf Hawking gerichtet - mit Wissenschaftstheorie und lehnt hier einen Realismus ab, das wäre allerdings sicher einer weiteren Diskussion würdig. - al