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Irre: Kirchenpartei beschließt totales PID-Verbot

Angesichts des CDU-Parteitags, der sich mit knapper Mehrheit gegen die PID entschied, schwingt der Artikel schwere polemische Keulen gegen diese Entscheidung. Sie sei von religiösen Fundamentalisten einer Gegenaufklärung herbeigeführt, während die Befürworter der PID "aufgeklärte Parteimitglieder" seien, die sich an "humanitärer Vernunft" und "an Erkenntnissen" orientierten statt "Wissen zu verbieten". Die naturalistische Perspektive sei "rational", während "die Anwendung des Begriffs 'Mensch' auf die thematisierten Zellhäufchen ... eine wertende Konstruktion" sei. Als ob "Zellhaufen" nicht wertend ist. Dass der Name des Münsteraner Bischofs falsch geschrieben wurde, ist im Vergleich zu dieser ethisch-argumentativen Ignoranz freilich nebensächlich - hhp

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Wo beginnt menschliches Leben? CDU gegen Gentests an Embryos - ntv.de

ntv reagiert schnell und berichtet ausführlich über die lange und engagierte Debatte auf dem CDU-Parteitag, die zur äußerst knappen Entscheidung gegen die PID führte. Der Titel ist treffend: Die Frage, wann menschliches Leben beginnt, ist eine zentrale Frage bei der PID und auf dem Parteitag. Der Artikel spiegelt gut die kontroverse, emotionale und doch sachliche Diskussion - hhp

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Debatte über Gentests an Embryonen dauert an - evangelisch.de

Evangelisch.de berichtet über die verschiedenen Positionen in der Vorparteitags-CDU zur PID und die Öffnung der Diskussion, die sich der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider wünscht. "Ich bin überzeugt davon, dass sich der Mensch nicht selbst schafft und die Zulassung der PID immer größere Weiterungen haben wird", sagte Bundesforschungsministerin Schavan. Interessant wäre es dann, die Debatte im Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften aufzugreifen, in wie weit der Mensch nicht auch "geschaffener Mitschöpfer" ist; allerdings ist dieser besonders im amerikanischen Raum benutze Ausdruck sicher zu weit gehend, ein alternativer Vorschlag wäre die Rede von der "schöpferischen Kooperation" des Menschen mit Gott. - al

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Schwere Geburt ZEIT Nr. 46 S. 46

"Prädikative genetische Diagnostik als Instrument der Krankheitspräventation" heisst die komplexe Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften, von der sich der Verfasser des Artikels eine Stellungnahme zur PID erhofft hätte - doch die lag nicht in ihrem Auftragsbereich. Hätte man sich damit beschäftigt, so der Vorsitzende der Expertengruppe richtig, wäre es schnell um Wertefragen gegangen, und dann hätte die Studie auch viel länger gedauert. Der Grund dafür, dass sie nicht behandelt wurde, ist aber ein anderer: sie wird im Gendiagnostikgesetz, zu dem Stellung bezogen wurde, gar nicht behandelt. Dennoch kommt der Verfasser zum Schluss, dass die Auseinandersetzung mit der komplexen Materie lohnt. - al

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Einmal im Jenseits und zurück - Stuttgarter Wochenblatt

Der Titel des Berichts über eine Akademietagung zur Nahtoderfahrung (siehe Dokumentation unter www.forum-grenzfragen.de/diskurs/nahtoderfahrung/nahtoderfahrung.html) führt leider in die Irre: Allen Beteiligten - auch denen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben - ist klar, dass es sich um eine diesseitige und nicht jenseitige Erfahrung handelt. Als Beweis für ein Jenseits lassen sich diese Erfahrungen theologisch jedenfalls nicht missbrauchen. Auch der Schluss des Artikels ist missverständlich: Wenn der Neurowissenschaftler Heydrich vom Tagungsleiter als "relativ bescheiden" bezeichnet wurde, war dies nicht negativ gemeint, wie die umgangssprachliche Verwendung nahelegt. Gemeint war vielmehr positiv, dass Heydrichs Erklärungsanspruch im Unterschied zu manchen naturalistischen Hardlinern "relativ bescheiden" war. Zutreffend aber deutet der Untertitel eine Kernaussage der Tagung an: Die Nahtoderfahrung verändert das Leben der Betroffenen zutiefst und nachhaltig - hhp

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Thema: Bioethik - Das Parlament

Das Parlament Nr. 45 widmet sich umfangreich dem Themenschwerpunkt Bioethik. Der Titelbeitrag von Oliver Tolmein widmet sich dem Bundestag und den Antworten der Abgeordneten zu den letzten Fragen des Lebens: "Das Gewissen entscheidet". Katja Wilke thematisiert die "Angst vorm Designerbaby", die Aufhebung des Fraktionszwangs, aber auch den straffen Zeitplan zur Abstimmung über die PID. Ausführlich stellt Helmut Stoltenberg unter dem Titel "Riss durch die Fraktionen" die Positionen der Politiker zur PID vor. Der Bioethiker Giovanni Maio hält den Sinn des Ungeplanten wach: "Kinder sind keine Produkte". Aber auch das Lebensende wird bedacht: Pro und Contra zum begleiteten Suizid sowie die Einigung des Bundestages zur Patientenverfügung. Weiteres: Organspende, Glaube und Politik, Klonen, Paragraph 218 und Pränataldiagnostik, regenerative Medizin, Hirntodkriterium, Walter Jens und Demenz. Hochaktuell, differenziert und umfassend! - hhp

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"PID wird immer ein ethisches Dilemma bleiben" - evangelisch.de

Das Strafgesetzbuch sei kein geeignetes Mittel, um die Fragen des Lebens zu regeln, so der Medizinethiker Eckhard Nagel in diesem Interview. Er plädiert für eine vorsichtige Neuregelung, die Rücksicht nimmt auf die wenigen Einzelfälle, in denen es hilfreich sein kann, eine PID durchzuführen. Die Ehrfurcht vor dem Leben als ethisches Leitmotiv gebiete es auch diese speziellen Situationen und Lebensgeschichten ins Auge zu fassen. Interessant, dass in dem Interview "Kirchenvertreter" pauschal als die PID ablehnend klassifiziert werden, da stand andernorts anderes zu lesen. - al