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Zellhaufen mit Potential SPIEGEL Nr. 44

Ein ausführlicher, nahegehender Bericht über die Vorzüge der PID aus Sicht von Eva Menasse, der auch die Wertefrage nicht ausklammert, sie aus jüdischer Sicht überraschend etwas anders beantwortet, als man vielleicht erwarten sollte. Ein wenige Tage alter Embryo ist für Menasse bei höchstem Respekt vor dem menschlichen Leben kein Mensch, sondern ein Zellhaufen mit Menschpotential. Damit bezieht sie klar Stellung und begründet diese, weist auch auf den Widerspruch zum geltenden Recht bei Schwangerschaftsabbruch hin. Ein Beitrag, der sicherlich zumindest nachdenklich macht. - al

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Es ist unsere Pflicht, Gentests zu entwickeln SPIEGEL Nr.44

Ein sehr kurzes Interview mit Hans-Hilger Ropers, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin, über die rasanten Fortschritte in der Erkennung von Erbleiden und über die Familienplanung der Zukunft - und von keinerlei Trübung des Fortschrittsglaubens belastet. - al

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Präimplantationsdiagnostik (PID): Widerstand in der CDU gegen Merkel - Medizin - Wissen - FAZ.NET

Einige prominente CDU-Politiker, darunter die Ministerinnen von der Leyen und Schröder, sind für die Zulassung der PID bei schwerer erblicher Vorbelastung der Eltern. Zur Begründung heißt es: „Sie dient dem Schutz des ungeborenen Lebens und dem Schutz der Mutter vor schwerwiegenden Schwangerschaftskonflikten.“ Sie stellen sich damit gegen Merkel, die sich kürzlich für ein vollständiges Verbot der PID ausgesprochen hatte. - al

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F.A.Z.-Sachbücher der Woche: Was sich da alles gegenseitig züchtet! - Bücher der Woche - Feuilleton - FAZ.NET

Der Artikel bescheinigt Richard Dawkins' neuem Buch 'Die Schöpfungslüge' "etwas mehr Gelassenheit" als seinem missionarischen 'Gotteswahn'. Der Titel ist zwar genauso bissig, stamme aber nicht von Dawkins, sondern vom deutschen Verlag. Anders als seinerzeitige Pauschalverurteilungen sei nun die Frontstellung prägnanter: der kreationistische Schöpfungsbegriff, der von wiederholtem direkten Eingreifen Gottes ausgehe. Bei seinem Hauptanliegen, der überzeugenden Darbietung der Evolution, gehe Dawkins methodisch von menschlichen Züchtungen aus, um sie auf die natürliche Selektion zu übertragen. Erwähnt wird nicht, dass dieser Schluss sehr gewagt ist: Die scheinbar so plausible Extrapolation überspielt, dass es nicht nur um quantitative Veränderungen geht (wie vom Wolf zum Hund), sondern um qualitative Bauplanänderungen (vom Fisch zum Menschen). Evolutionsgegner werden sich sofort auf den Unterschied zwischen Mikro- (Hundeevolution) und Makroevolution (vom Fisch zum Menschen) stürzen - hhp

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Kann ein Atheist ein moralischer Mensch sein? - Scienceblogs

Aus vermutlich christlicher Perspektive wehrt sich Christian Reinboth gegen die Unterstellung, Atheisten und Agnostiker seien unmoralisch. Er untermauert dies mit einem ausführlichen Zitat von Hans Küng, aus dem hervorgeht, dass nichtreligiöse Menschen "manchmal sogar besser als bestimmte Gläubige" das Leben bestehen können. Der kurze Beitrag hat eine lange Liste von Kommentaren hervorgerufen (der Autor wundert sich auf Twitter selbst darüber), was zeigt, dass das Thema aktuell ist und auf Echo stößt. Auch bei nichtreligiösen Kommentatoren fanden die Äußerungen des gegenseitigen Respekts Anklang, führten aber auch zu Fragen wie: Warum dann überhaupt glauben? - hhp

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PID: Sollen die Embryonen zum Massenscreening? FAZ.NET

Um mittelfristige Wirkungen der Präimplantationsdiagnostik (PID) abschätzen zu können, blickt der Artikel auf Erfahrungen in den USA, wo PID schon länger angewandt wird. Dort bereite man sich inzwischen auf eine "kollektive Testung" vor. Am Beispiel der Erbkrankheit Mukoviszidose hatte Mitte des Jahres der Direktor eines der weltweit erfahrensten Reproduktionsinstituts in Chicago vorgerechnet, dass sich der flächendeckende Einsatz der PID "schon in wenigen Jahren finanziell lohnen würde". Das kosteneffiziente Szenario setze allerdings voraus, dass man belasteten Paaren keine Entscheidungsfreiheit mehr zugestehe. Den sozialen Folgen stellt der Beitrag noch medizinische Folgen zur Seite. So gäbe es Anlass, neurologische Risiken für nach PID Geborene zu erforschen. Insgesamt plädiert die Autorin für eine intensive Folgenabschätzung, bevor PID Verbreitung finde - hhp

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Bischof Friedrich: "Leben ist ein Geschenk" - evangelisch.de

Nach dem Plädoyer für PID durch Peter Hintze stellt Landesbischof Johannes Friedrich auf evangelisch.de die andere Sicht dagegen. Leben ist ein Geschenk, argumentiert Friedrich. Die PID könnte der künstlichen Selektion Bahn brechen. Menschen dürften sich niemals anmaßen, zwischen "lebenswert" und "lebensunwert" zu unterscheiden und menschlichem Leben das Lebensrecht abzusprechen. Dahinter steht, auch wenn es nicht expliziert wird, die Annahme, dass das beginnende Leben bereits vollwertiges Leben ist. Es wäre sinnvoll, diesen fundamentalen Streitpunkt auch zu benennen. - al