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F.A.Z.-Sachbücher der Woche: Was sich da alles gegenseitig züchtet! - Bücher der Woche - Feuilleton - FAZ.NET

Der Artikel bescheinigt Richard Dawkins' neuem Buch 'Die Schöpfungslüge' "etwas mehr Gelassenheit" als seinem missionarischen 'Gotteswahn'. Der Titel ist zwar genauso bissig, stamme aber nicht von Dawkins, sondern vom deutschen Verlag. Anders als seinerzeitige Pauschalverurteilungen sei nun die Frontstellung prägnanter: der kreationistische Schöpfungsbegriff, der von wiederholtem direkten Eingreifen Gottes ausgehe. Bei seinem Hauptanliegen, der überzeugenden Darbietung der Evolution, gehe Dawkins methodisch von menschlichen Züchtungen aus, um sie auf die natürliche Selektion zu übertragen. Erwähnt wird nicht, dass dieser Schluss sehr gewagt ist: Die scheinbar so plausible Extrapolation überspielt, dass es nicht nur um quantitative Veränderungen geht (wie vom Wolf zum Hund), sondern um qualitative Bauplanänderungen (vom Fisch zum Menschen). Evolutionsgegner werden sich sofort auf den Unterschied zwischen Mikro- (Hundeevolution) und Makroevolution (vom Fisch zum Menschen) stürzen - hhp

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Kann ein Atheist ein moralischer Mensch sein? - Scienceblogs

Aus vermutlich christlicher Perspektive wehrt sich Christian Reinboth gegen die Unterstellung, Atheisten und Agnostiker seien unmoralisch. Er untermauert dies mit einem ausführlichen Zitat von Hans Küng, aus dem hervorgeht, dass nichtreligiöse Menschen "manchmal sogar besser als bestimmte Gläubige" das Leben bestehen können. Der kurze Beitrag hat eine lange Liste von Kommentaren hervorgerufen (der Autor wundert sich auf Twitter selbst darüber), was zeigt, dass das Thema aktuell ist und auf Echo stößt. Auch bei nichtreligiösen Kommentatoren fanden die Äußerungen des gegenseitigen Respekts Anklang, führten aber auch zu Fragen wie: Warum dann überhaupt glauben? - hhp

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PID: Sollen die Embryonen zum Massenscreening? FAZ.NET

Um mittelfristige Wirkungen der Präimplantationsdiagnostik (PID) abschätzen zu können, blickt der Artikel auf Erfahrungen in den USA, wo PID schon länger angewandt wird. Dort bereite man sich inzwischen auf eine "kollektive Testung" vor. Am Beispiel der Erbkrankheit Mukoviszidose hatte Mitte des Jahres der Direktor eines der weltweit erfahrensten Reproduktionsinstituts in Chicago vorgerechnet, dass sich der flächendeckende Einsatz der PID "schon in wenigen Jahren finanziell lohnen würde". Das kosteneffiziente Szenario setze allerdings voraus, dass man belasteten Paaren keine Entscheidungsfreiheit mehr zugestehe. Den sozialen Folgen stellt der Beitrag noch medizinische Folgen zur Seite. So gäbe es Anlass, neurologische Risiken für nach PID Geborene zu erforschen. Insgesamt plädiert die Autorin für eine intensive Folgenabschätzung, bevor PID Verbreitung finde - hhp

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Bischof Friedrich: "Leben ist ein Geschenk" - evangelisch.de

Nach dem Plädoyer für PID durch Peter Hintze stellt Landesbischof Johannes Friedrich auf evangelisch.de die andere Sicht dagegen. Leben ist ein Geschenk, argumentiert Friedrich. Die PID könnte der künstlichen Selektion Bahn brechen. Menschen dürften sich niemals anmaßen, zwischen "lebenswert" und "lebensunwert" zu unterscheiden und menschlichem Leben das Lebensrecht abzusprechen. Dahinter steht, auch wenn es nicht expliziert wird, die Annahme, dass das beginnende Leben bereits vollwertiges Leben ist. Es wäre sinnvoll, diesen fundamentalen Streitpunkt auch zu benennen. - al

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Schwere Schäden - SPIEGEL Nr. 43

"Fast überall in Europa werden Erbguttests an Embryonen vorgenommen - gerade in katholischen Ländern. Nur Deutschland tut sich mit der PID-Methode schwer", heißt es in der Einführung des kurzen Spiegel-Artikels, womit seine Richtung klar ist. Immer wieder reisten Paare aus Brandenburg, Berlin oder Sachsen zur Präimplantationsdiagnostik nach Polen - während Polinnen umgekehrt nach Deutschland reisten, um hier einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Europa paradox, und natürlich ist, wenn man dem Artikel glauben darf, die katholische Kirche daran schuld. Als positives Gegenbeispiel wird CDU-Mann Peter Hintze angeführt. "Bei einem Embryo in der Petrischale mag er noch nicht von einem Menschen sprechen. Er redet von Zellen." Wer eine sachliche Auseinandersetzung in diesen Wertfragen sucht, wird bei diesem Artikel leider nicht fündig. - al

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Präimplantationsdiagnostik: Die Qual der Wahl - Medizin - Wissen - FAZ.NET

Wann liegt bei einem Embryo ein schwerwiegender genetischer Schaden vor? Und wann geht es nur darum, unerwünschte, doch nicht ernsthaft belastende Erbanlagen auszuschließen? Diesen Fragen widmet sich der FAZ-Artikel anhand des Beispiels der seltenen und extrem teuer zu behandelnden Krankheit Morbus Gaucher. Wo rationiert werden muss, sollten die Schwächsten am meisten geschont werden, so sollte man meinen. Doch das Beispiel zeigt, dass es nicht immer so edel zugeht, wenn es hart auf hart kommt. Fazit: Gesunden stehe es moralisch kaum zu, einem Paar, das die schrecklichen Folgen einer wiederholt auftretenden Erbkrankheit in der Familie aus nächster Anschauung kennt, eine Diagnostik zu verweigern, die dieses Schicksal erspart. Andererseits habe die Gesellschaft natürlich auch ein Recht, zu verhindern, dass Paare den Embryonencheck nur als Qualitätskontrolle nutzen. - al

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Embryonenschutz: Guten Gewissens | Wissen | ZEIT ONLINE

Es gehe um Kinder, die aufgrund von Erbdefekten sowieso bald sterben müssen, wenn jetzt wieder um den Lebensschutz gestritten wird, so der Leitartikel der ZEIT. PID verhindere zwar eine tödliche Krankheit , indem sie verhindere, dass ein todkranker Mensch geboren werde. In vielen Nachbarländern sei dies aber gestattet, und auch das intuitive Moralempfinden "weltweit" spreche einem Neugeborenen einen anderen Wert zu als einem Zellhaufen. "Abstrakt-ethisch" dagegen argumentierten die PID-Gegner. Es ist natürlich eine ziemliche Unterstellung, das Moralempfinden der PID Gegner sei nicht intuitiv. Richtig ist der Hinweis, dass ein Verbot der PID nach deutscher Rechtssprechung den Embryo nur so lange schützt, bis er zum Fötus herangewachsen ist. Gegen das Dammbruchargument wird angeführt, dass die prinzipiellen Beschränkungen der PID von vornherein einen breiten Einsatz unmöglich machen. Sie bleibe eine Technik für schicksalhafte Einzelfälle. Oder für Leute, die es sich leisten können? - al