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Glaube und Wissenschaft passen durchaus zusammen - evangelisch.de

Der Artikel von Ulrich Pontes protraitiert zwei Persönlichkeiten, für die Glaube und Wissenschaft gut zusammenpassen, die Physikerin Barbara Drossel und die Mathematikerin Elke Eisenschmidt. Während diese die klassische Unabhängigkeitsposition vertritt (die Naturwissenschaft antwortet auf das "Wie", der Glaube auf das "Warum" der Welt), hat Drossel in ihrem freikirchlichen Kontext verstärkt mit solchen zu kämpfen, die die Bibel wörtlich nehmen und von daher z.B. die Evolutionstheorie ablehnen. Ihre These, so ausgewiesene Experten wie in England gebe es zum Thema in Deutschland nicht, müsste allerdings relativiert werden. Das Gespräch ist hier anders gelagert, eben stärker an einer Unabhängigkeit der Positionen orientiert und deswegen vielleicht auch nicht so intensiv. - al

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Die gottlose Welt des Stephen Hawking - bild der wissenschaft

Die 15-seitige Titelstory der Novemberausgabe der "bild der wissenschaft" schrieb Hawking-Kenner Rüdiger Vaas: Vielversprechende Lektüre. Vaas rezensiert den neuen Hawking wohlwollend, aber nicht unkritisch. So heißt es: Die Todeserklärung der Philosophie "ist keine Feststellung, sondern Provokation" (49); Hawkings Gottesbild sei einseitig (52); das Universum könne nicht aus dem absoluten Nichts entstehen (53) und: "Sicherlich können Hawking und Mlodinow die Existenz Gottes nicht ausschließen" (52). Fair von Vaas, dem als Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung nicht unbedingt theologische Apologetik unterstellt werden kann. Interessante Beigaben: Co-Autor Mlodinow wird aus dem Schatten Hawkings geholt und gewürdigt, gleichzeitig der Verdacht zerstreut, er sei Hawkings Ghostwriter. Markus Pössel wird als Fachlektor der deutschen Ausgabe vorgestellt - auch er sieht Hawking nicht unkritisch - hhp

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Präimplantationsdiagnostik: Vom Kinderwunsch zum Wunschkind - Deutsches Ärzteblatt

Der Titel "Vom Kinderwunsch zum Wunschkind" kennzeichnet die Positionierung des Artikels, der die PID kritisch beurteilt. Der Autor lässt keinen Zweifel aufkommen: "PID dient nun mal der Selektion", auch wenn euphemistisch anders etikettiert werde. Gegensteuern sei vermutlich erfolglos, da die Talfahrt auf der Rutschbahn, die seinerzeit von der IVF aufgerichtet wurde, nicht mehr gestoppt werden könne. Der eigenen Positionierung geht übrigens die Darstellung der Befürworter voran, die sich unter anderem an der Spannung zwischen straffreien Spätabtreibungen und verbotener PID abarbeiten. Der Artikel wird ergänzt durch zwei Kommentare die für (Reproduktionsmediziner Klaus Diedrich) und gegen (Michael Wunder vom Nationalen Ethikrat) die Zulassung der PID votieren - hhp

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Gendiagnostik: Merkel befürwortet Gewissensentscheid über PID - ZEIT ONLINE

Die unterschiedlichen Positionierungen zur Präimplantationsdiagnostik bedrohen den Koalitionsfrieden. Kanzlerin Merkel wie auch FDP- Generalsekretär Lindner plädieren für eine Gewissensentscheidung ohne Fraktionszwang. Die kommende Woche entscheide über das weitere Vorgehen. Bemerkenswert die Äußerung Lindners, wonach Merkels Ablehnung der PID "für eine Naturwissenschaftlerin überraschend" sei. Müssen sich denn Naturwissenschaftler automatisch dafür einsetzen, dass gemacht werden darf, was gemacht werden kann? Eine typische Fehlform der Normativität des Machbaren - hhp

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Fahndung nach Behinderungen: FDP und CDU im PID-Spagat

Der FAZ-Artikel stellt den Koalitionsdissens zur Präimplantationsdiagnostik in gesamtgesellschaftliche Kontexte, wo die Liberalisierer gegenüber den Wertkonservativen oft besser dastünden. Als Grund für den geringeren Zulauf mutmaßt der Autor, dass bioethisch konservative Positionen "zugleich auch diskriminierungsfeindlich und pluralismusfördernd sind". Diese Gleichsetzung bezweifelt der Kommentator Lutz Barth und geht eher vom Gegenteil aus - hhp

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FDP verweigert Merkel Gehorsam bei Gendiagnostik - welt.de

Der Artikel weist u.a. noch einmal auf die Gesetzeshintergründe der Präimplantationsdiagnostik hin. Das Embryonenschutzgesetz verbiete "die Verwendung von Embryonen zu anderen Zwecken als zur Herbeiführung einer Schwangerschaft". Vergleiche dazu das kontraintuitive, jedoch juristisch klar definierte "Verwenden" i. S. v.: "Vernichten stellt kein Verwenden dar", wie dies der Jurist Hinner Schütze auf einer Tagung zur PID deutlich machte: http://www.forum-grenzfragen.de/diskurs/schuetze-pid.html, dort Folie 6 - hhp

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Merkel gegen Embryonen-Test - sueddeutsche.de

Neben der politischen Szene von Befürwortern und Gegnern der Präimplantationsdiagnostik erfährt der Leser, dass die katholischen Bischöfe, das Zentralkommitee der deutschen Katholiken und einige evangelische Kirchenvertreter die PID ablehnen. Der Ratsvorsitzende der EKD will die PID unter engen Bedingungen zugelassen sehen - hhp