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Pro & Kontra vom Medizinrechtler Jochen Taupitz und dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe - Deutsches Ärzteblatt

Der PID-Befürworter Jochen Taupitz geht vom Recht einer Behandlung ungewollter Schwangerschaft aus und fundiert seine Argumente mit der Diskrepanz zwischen straffreier Abtreibung und Verweigerung einer PID. Die geltende Rechtslage hält er für unbefriedigend - übrigens auch für PID-Gegner. Hubert Hüppe setzt in seinem ablehnenden Votum auf die klare Kennzeichnung der PID als Selektion und der daraus folgenden Diskriminierung von Menschen - z. B. durch Erstellung eines Katalogs von Behinderungen, die eine PID als zulässig erachten lassen - hhp

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Peter Hintze: "PID bedeutet Ja zum Leben" - evangelisch.de

Peter Hintze (CDU), evangelischer Theologe und Parlamentarischer Staatssekretär befürwortet die PID. Christen haben aus Nächstenliebe die Verantwortung, die ihnen gegebenen Möglichkeiten, Not zu lindern, auch zu nutzen, argumentiert er. Die Eltern erhielten auf diese Weise die Sicherheit, Ja zum Leben zu sagen. Die dahinter stehende Auffassung vom beginnenden Leben ist folgerichtig die des Zellhaufens: "Die menschliche Intuition, die Wertungen unseres Grundgesetzes und auch die christliche Anthropologie sagen uns, dass es einen klaren Unterschied gibt zwischen einem Menschen wie du und ich und einer mikroskopisch kleinen befruchteten Eizelle in der Petrischale". Wie man diese Frage sieht, das ist sicher der Knackpunkt der Diskussion. - al

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PID: Um Leid zu verhindern | Wissen | ZEIT ONLINE

Der Artikel bietet Hintergrundinformationen zum Leitartikel derselben Ausgabe der ZEIT ("Embryonenschutz: Guten Gewissens") und bleibt im selben Tenor. Seit dem Gerichtsurteil stehen die Politiker vor drei ungefähr gleich unangenehmen Alternativen: Bleiben sie untätig, setzen sie sich dem Vorwurf aus, das medizinethisch prekäre Feld sich selbst zu überlassen. Für die beiden anderen Optionen – ein striktes Verbot der PID oder eine wie auch immer geregelte Zulassung der Gentests – müssten fraktionsübergreifende Mehrheiten im Parlament gesucht werden. Überzeugung der Autoren: In der grundlegenden Frage, die Befürworter und Gegner spaltet – nämlich ob dem Embryo bereits in der Laborschale der volle Schutz durch die Grundrechte zusteht –, wird sich wohl nie Einigkeit erzielen lassen. Als Kriterium für das praktische Handeln tauge sie daher wenig. Das hindert den referenzierten Leitartikel allerdings nicht daran, hier eindeutig Stellung zu beziehen. - al

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Blaue Wunder und Schwarze Löcher - ein Abend mit Stephen Hawking - Rhein-Zeitung

Ein kleiner, brillant geschriebener Artikel über einen der seltenen öffentlichen Auftritte Hawkings in London. Beschrieben werden weniger die kosmologischen Erkenntnisse oder die vom Moderator des Auftritts entschärften theologischen Kontroversen als vielmehr die Atmosphäre der Vortragshalle und der um "den berühmtesten Behinderten der Welt" zelebrierte Personenkult. Das Verstehen sei dem Publikum nicht wichtig angesichts der Magie des im Körper gefangenen Geistes. Und die Antwort auf die Frage, ob es je eine Weltformel geben werde, sei im lauten Applaus untergegangen - hhp

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Glaube und Wissenschaft passen durchaus zusammen - evangelisch.de

Der Artikel von Ulrich Pontes protraitiert zwei Persönlichkeiten, für die Glaube und Wissenschaft gut zusammenpassen, die Physikerin Barbara Drossel und die Mathematikerin Elke Eisenschmidt. Während diese die klassische Unabhängigkeitsposition vertritt (die Naturwissenschaft antwortet auf das "Wie", der Glaube auf das "Warum" der Welt), hat Drossel in ihrem freikirchlichen Kontext verstärkt mit solchen zu kämpfen, die die Bibel wörtlich nehmen und von daher z.B. die Evolutionstheorie ablehnen. Ihre These, so ausgewiesene Experten wie in England gebe es zum Thema in Deutschland nicht, müsste allerdings relativiert werden. Das Gespräch ist hier anders gelagert, eben stärker an einer Unabhängigkeit der Positionen orientiert und deswegen vielleicht auch nicht so intensiv. - al

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Die gottlose Welt des Stephen Hawking - bild der wissenschaft

Die 15-seitige Titelstory der Novemberausgabe der "bild der wissenschaft" schrieb Hawking-Kenner Rüdiger Vaas: Vielversprechende Lektüre. Vaas rezensiert den neuen Hawking wohlwollend, aber nicht unkritisch. So heißt es: Die Todeserklärung der Philosophie "ist keine Feststellung, sondern Provokation" (49); Hawkings Gottesbild sei einseitig (52); das Universum könne nicht aus dem absoluten Nichts entstehen (53) und: "Sicherlich können Hawking und Mlodinow die Existenz Gottes nicht ausschließen" (52). Fair von Vaas, dem als Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung nicht unbedingt theologische Apologetik unterstellt werden kann. Interessante Beigaben: Co-Autor Mlodinow wird aus dem Schatten Hawkings geholt und gewürdigt, gleichzeitig der Verdacht zerstreut, er sei Hawkings Ghostwriter. Markus Pössel wird als Fachlektor der deutschen Ausgabe vorgestellt - auch er sieht Hawking nicht unkritisch - hhp

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Präimplantationsdiagnostik: Vom Kinderwunsch zum Wunschkind - Deutsches Ärzteblatt

Der Titel "Vom Kinderwunsch zum Wunschkind" kennzeichnet die Positionierung des Artikels, der die PID kritisch beurteilt. Der Autor lässt keinen Zweifel aufkommen: "PID dient nun mal der Selektion", auch wenn euphemistisch anders etikettiert werde. Gegensteuern sei vermutlich erfolglos, da die Talfahrt auf der Rutschbahn, die seinerzeit von der IVF aufgerichtet wurde, nicht mehr gestoppt werden könne. Der eigenen Positionierung geht übrigens die Darstellung der Befürworter voran, die sich unter anderem an der Spannung zwischen straffreien Spätabtreibungen und verbotener PID abarbeiten. Der Artikel wird ergänzt durch zwei Kommentare die für (Reproduktionsmediziner Klaus Diedrich) und gegen (Michael Wunder vom Nationalen Ethikrat) die Zulassung der PID votieren - hhp