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Wissenschaftler kommen dem Nahtod nahe - Welt online

Der Artikel berichtet am Beispiel von Alois Serwaty, Mitbegründer des Netzwerks Nahtoderfahrung, von Nahtoderfahrungen. Am Ende des Artikels wird glücklicherweise der Philosoph Hans Goller erwähnt, der in der Nahtoderfahrung durchaus keinen Beweis für ein Leben nach dem Tod erblickt. Der Untertitel des Artikels ("Forscher schließen nun auch ein Leben nach dem Tod nicht mehr aus") führt eher in die Irre, da Naturwissenschaft über Jenseits ohnehin keine Aussagen machen können - hhp

Erstellt von hhp | | Akademie-rs | Deutsch | Bioethik | Politik | PID

Ein bisschen illegal - Stuttgarter Nachrichten

Marc Schieferecke kommentiert eine Akademietagung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) und stellt die Zusammenhänge mit der künstlichen Befruchtung, deren Erfinder Robert Edwards just am Tagungstag den Medizin-Nobelpreis zuerkannt bekam, und der Abtreibungsproblematik heraus. "PID ist Selektion", zitiert der Autor den Ethiker Dietmar Mieth, und eine Liste der erlaubten PID-Eingriffe sei "gleichzeitig eine Diskriminierungsliste", so wird die Ethikerin Katrin Bentele wiedergegeben. Wenn aus diesen oder anderen Gründen die Katholiken die Genuntersuchung ablehnten, dann - vermutet der Autor - "fördern sie im Gegenzug die Abtreibung". Dass dies etwas zu einfach gedacht ist, zeigt die Dokumentation der Tagung unter: http://www.forum-grenzfragen.de/diskurs/gentest-am-embryo-pid-in-der-diskussion.html. - hhp

Erstellt von al | | Kosmologie | Deutsch

Religiöse Astronomie: Und sie bewegt sich doch nicht! -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Dem amerikanischen Theologen Sungenis zufolge hat Papst Johannes Paul II. einen Fehler gemacht, als er 1992 Galileo Galilei rehabilitierte. Obwohl die meisten Wissenschaftler an den Ereignissen zu Beginn unserer Welt nicht den kleinsten Zweifel haben, ist für ihn die Erde sowohl der Mittelpunkt des Sonnensystems als auch des gesamten Universums. Das ist natürlich Quatsch, und ein illustratives Beispiel dafür, was aus der Interaktion von Theologie und Naturwissenschaften hervorgeht, wenn eine Disziplin die andere nicht ernst nimmt. Die Bezweiflung wissenschaftlicher Tatsachen hat sonst eher bei Kreationisten im Bereich der Biologie eine gewisse "Tradition", wobei deren Thesen stellenweise, wenn es um das Erdalter geht, auch in die Physik übergreifen. Sungenis scheint es eher um die Reputation der katholischen Kirche zu gehen, die allerdings schon Anfang des 19.Jahrhunderts eine Buchveröffentlichung genehmigte, die Galileis Darlegungen benutzte. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Dawkins | Neuer Atheismus

Freche Atheisten in Tutzing sind zu wenig - Rheinischer Merkur

Die deutsche Übersetzung von Dawkins' "The Greatest Show on Earth" lasse wieder einmal reichlich Religionkritik erwarten: "Die Schöpfungslüge. Warum Darwin Recht hat". Der Artikel stellt kurz den sog. neuen Atheismus vor, insbesondere Dawkins. Interessant ist der Hinweis, dass sich selbst Atheisten von dem missionarischen Eifer eines Dawkins distanzieren. Mit seinem "Krawallatheismus" leiste Dawkins - so Joachim Kahl - dem Atheismus einen "Bärendienst". Der wichtigste Vorwurf des Artikels richtet sich an die Kirchen und ihre Bildungseinrichtungen, die den neuen Atheismus verschlafen, statt sich auf allen Ebenen inhaltlich mit seinen Thesen auseinander zu setzen - hhp

Erstellt von al | | Sterbehilfe | Bioethik | Deutsch

Sterbehilfe: Schwarze Schafe? | Wissen | ZEIT ONLINE

Offiziell lehnen Palliativmediziner die aktive Sterbehilfe ab. In einer Befragung der Ruhr-Universität Bochum gaben manche deutsche Palliativmediziner aber zu, dass sie ihren Patienten das Sterben erleichtern. Und mehr noch: dass sie es mitunter sogar aktiv verkürzen. Dieser Befund sorgte beim Jahrestreffen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Anfang September in Dresden für einige Aufregung, denn er wirft Fragen auf: Handelt es sich um schwarze Schafe der Zunft, die zurechtgewiesen werden sollten? Oder hat sich im Widerspruch zu der idealistischen Selbstbeschränkung längst eine abweichende Praxis etabliert? Christof Müller-Busch, bis zum Jahrestreffen noch Präsident der DGP, distanzierte sich von den Formulierungen des Studienergebnisses, obwohl er selbst bei der Studie beteiligt war. Studienleiter Vollmann dagegen resümiert: Die offiziellen Verlautbarungen zum ärztlichen Standesethos stimmen offenbar nicht mit den moralischen Bewertungen und Handlungen überein. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Interdisziplinarität | Wissenschaftsgeschichte | Benedikt XVI.

"Welt braucht Wissenschaftler mit Gewissen" - Erzbischof Zollitsch: Bildung ist nicht nur Vermehrung von Wissen - Erzdiözese Freiburg

Aus der Predigt, die Erzbischof Zollitsch vor der Görres-Gesellschaft hielt, zitiert der zusammenfassende Beitrag als Kerngedanken: "Wissen und Gewissen gehören untrennbar zusammen". Ein Link führt zum Volltext der Predigt, in der Zollitsch mit dem Papst für einen weiten Vernunftbegriff plädiert, um zu verhindern, "dass die Vernunft sich ... letztlich dem Druck der Interessen und der Frage der Nützlichkeit beugt", wie Benedikt formuliert hat. Ganzheitlichkeit und Weite ist das Motto, was Zollitsch schließlich mit der "Ermutigung zur Interdisziplinarität" verbindet - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Physik | Hawking

Stephen Hawking: Der große Entwurf - Das Geheimnis des Seins - Süddeutsche

Laut tönt der Aufmacher, Hawking habe "die Existenz Gottes widerlegt". Das wird genauso wenig kritisch hinterfragt wie Hawkings Todeserklärung der Philosophie, obwohl der Autor weiß, dass man "solchen Atem sonst nur aus Bekehrungstexten" kennt. Was den Rezensenten Ralf Bönt offensichtlich am meisten beeindruckt, ist die literarische Brillanz von Hawking und co. So nimmt er es hin, dass der "große Entwurf" nicht gerade den neuesten Stand der Physik enthält und man nach der Lektüre die sog. M-Theorie nicht wirklich verstanden haben dürfte. Ansonsten liest sich der Artikel wie eine kurze Geschichte der Physik und ihrer Suche nach fortschreitender Integration zur Weltformel. Wie beim rezensierten Buch so liegt auch die Stärke des Artikels nicht auf der Philosophie, sondern ebenfalls in der brillanten Schreibe - hhp