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Kommentare: Hawking versus Gott - badische-zeitung.de

Die Badische Zeitung stellt die Kontroverse um das neue Buch Hawkings' in den Kontext der in Großbritanien brodelnden Glaubensdebatte und zitiert kritische Kommentare christlicher, jüdischer und muslimischer Provenienz. Anders als andere Zeitungsberichte, die in früheren Büchern Hawkings' noch eine Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Religion herauslasen, stellt der Autor klar, dass Hawking auch seinerzeit atheistisch dachte. Der viel zitierte Schlusssatz des Bestsellers von 1988 über den "Plan Gottes" habe eher metaphorischen Charakter. Ähnlich hatte 2005 Hans Küng diesen Schluss als ironisch bezeichnet, denn mit Hawkings "Theorie für alles ... würde die Welt sich selbst erklären und Gott als Schöpfer nicht mehr notwendig sein" (Der Anfang aller Dinge, 31). Genau das ist mit Hawkings neuem Buch explizit geworden! - hhp

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Ein Universum, das sich selbst erschafft - Stuttgarter Zeitung online

Bei der Zusammenfassung der Hauptthesen des neuen Hawking-Buches legt der Artikel von Rainer Klüting einen Schwerpunkt auf Hawkings erkenntnistheoretische Ausgangsbasis, den "Modellabhängigen Realismus". Gegen einen naiven Realismus, der meint, die Wirklichkeit als solche abbilden zu können, solle man sich mit Hawking damit abfinden, "nur ein Modell der Welt im Kopf zu haben". Als erkenntnistheoretische Bescheidenheit (dahin tendiert Klüting) ist das Hawkingsche Projekt jedoch falsch etikettiert. Leicht hätte man in dem Modelldenken auch andere als naturwissenschaftliche Modelle respektieren können. Nicht so bei Hawking, der die Philosophie als tot erklärt (womit Klüting ja einsteigt) und den Naturwissenschaften nun die letzten Fragen des Menschen zur Lösung überlässt - ganz so, als ob das naturwissenschaftliche Modell doch das ganze der Wirklichkeit abbildet - hhp

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"Wir haben keine experimentellen Beweise" - Stuttgarter Zeitung online

Die Behauptungen Hawkings sind nicht nur philosophisch-theologisch fragwürdig, sondern auch naturwissenschaftlich hoch spekulativ, wie das vorliegende Gespräch mit Stefan Fredenhagen vom MPI für Gravitationsphysik zeigt. Zwar sei die Stringtheorie in der community verbreiteter und die M-Theorie, Hawkings Stein der Weisen, integriere in der Tat die bisherigen Stringtheorien, aber es gebe auch durchaus Alternativtheorien. Allen sei jedoch gemeinsam, dass es "keinerlei experimentelle Hinweise" darauf gebe, inwieweit mit den Theorien (M-Theorie inklusive) tatsächlich die Welt richtig beschrieben werde - hhp

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Hawking: "Wir werden zu den Herren der Schöpfung" - DiePresse.com

Den "großen Entwurf" Hawkings versteht der Autor Thomas Kramar eher als "verwegene Lösung" und der gigantischen Vermehrung der Multiversen sollte man mit Ockhams Rasiermesser, das nur notwendige Theorien gelten lässt, zu Leibe rücken. Hawking habe die Naturwissenschaft bei der Suche nach dem großen Entwurf längst verlassen und betätige sich "in Wahrheit längst als Theologe". Mit dieser Beurteilung dürften sich weder Theologen anfreunden, noch - aus anderen Gründen - Hawking, der die großen Fragen "ausschließlich in den Grenzen der Naturwissenschaft und ohne Rekurs auf göttliche Wesen" für beantwortbar hält - hhp

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Kein Platz für Gott im Universum? - Welt online

Auch wenn der Untertitel vom "genialen Physiker Stephen Hawking" spricht, sieht der Autor Norbert Lossau die provozierenden Zitate kurz vor Erscheinen des Buches eher kritsch und als Marketing-Strategie. Sie verletzten den wissenschaftstheoretisch gebotenen Respekt vor Andersdenkenden, indem sie besserwisserisch zu beweisen versuchen, was nicht zu beweisen ist. Da Hawking selbst früher einmal anders gedacht und "Anzeichen für das Wirken eines Gottes" gesehen habe, sei eine religiöse Position doch wohl gleichermaßen denkbar. Gegen diese Argumentation Lossaus spricht allerdings, dass das religiöse Zugeständnis seinerzeit offensichtlich nicht ernst gemeint war, sondern ebenfalls ein Marketing-Trick (siehe die Besprechungen der Artikel der Badischen Zeitung und des Spiegels; s. unten) - hhp

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Entstehung des Alls: Hawking hält Schöpfergott für überflüssig - Spiegel online

Der Spalt, den Stephen Hawking in seiner Gedankenwelt von 1988 für Religion offen ließ, hatte eher verkaufsstrategische Gründe. Der gern zitierte letzte Satz mit dem "Plan Gottes" wäre fast der Endredaktion zum Opfer gefallen, aber dann "hätte ich womöglich die Verkaufszahlen halbiert". So bestätigt der Spiegel - unterstützt durch Ex-Frau Jane -, dass Hawkings schon immer Atheist war und theologisch nicht vereinnahmt werden kann. Hans Küng hat dies schon 2005 vermutet, wenn er den berühmten Schlusssatz als ironisch bezeichnete, denn mit Hawkings "Theorie für alles ... würde die Welt sich selbst erklären und Gott als Schöpfer nicht mehr notwendig sein" (Der Anfang aller Dinge, 31). Das neue Buch bestätigt Küngs Vermutung ausdrücklich - hhp

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Sterbehilfe: "Ich bin gegen Verbote" | Wissen | ZEIT ONLINE

Saskia Frei, neue Präsidentin der schweizerischen Sterbehilfeorganisation Exit, über absolute Selbstbestimmung, tödliche Medikamente am Kiosk und ihre Alzheimer-kranke Mutter. Sie ist gegen grundsätzliche Verbote, weiß aber auch: der Mensch wächst auch an dem, was nicht schön ist. Es gelte schon, den Mensch zu beschützen. Auch das Grundrecht auf frei gewähltes Sterben dürfe es nicht ohne Schranken geben kann, sei es, dass man anderen nicht schadet, sei es, dass der Staat seine Bürger beschützen muss vor Sachen, die ihnen nicht guttun. - al