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Hawking: "Wir werden zu den Herren der Schöpfung" - DiePresse.com

Den "großen Entwurf" Hawkings versteht der Autor Thomas Kramar eher als "verwegene Lösung" und der gigantischen Vermehrung der Multiversen sollte man mit Ockhams Rasiermesser, das nur notwendige Theorien gelten lässt, zu Leibe rücken. Hawking habe die Naturwissenschaft bei der Suche nach dem großen Entwurf längst verlassen und betätige sich "in Wahrheit längst als Theologe". Mit dieser Beurteilung dürften sich weder Theologen anfreunden, noch - aus anderen Gründen - Hawking, der die großen Fragen "ausschließlich in den Grenzen der Naturwissenschaft und ohne Rekurs auf göttliche Wesen" für beantwortbar hält - hhp

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Kein Platz für Gott im Universum? - Welt online

Auch wenn der Untertitel vom "genialen Physiker Stephen Hawking" spricht, sieht der Autor Norbert Lossau die provozierenden Zitate kurz vor Erscheinen des Buches eher kritsch und als Marketing-Strategie. Sie verletzten den wissenschaftstheoretisch gebotenen Respekt vor Andersdenkenden, indem sie besserwisserisch zu beweisen versuchen, was nicht zu beweisen ist. Da Hawking selbst früher einmal anders gedacht und "Anzeichen für das Wirken eines Gottes" gesehen habe, sei eine religiöse Position doch wohl gleichermaßen denkbar. Gegen diese Argumentation Lossaus spricht allerdings, dass das religiöse Zugeständnis seinerzeit offensichtlich nicht ernst gemeint war, sondern ebenfalls ein Marketing-Trick (siehe die Besprechungen der Artikel der Badischen Zeitung und des Spiegels; s. unten) - hhp

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Entstehung des Alls: Hawking hält Schöpfergott für überflüssig - Spiegel online

Der Spalt, den Stephen Hawking in seiner Gedankenwelt von 1988 für Religion offen ließ, hatte eher verkaufsstrategische Gründe. Der gern zitierte letzte Satz mit dem "Plan Gottes" wäre fast der Endredaktion zum Opfer gefallen, aber dann "hätte ich womöglich die Verkaufszahlen halbiert". So bestätigt der Spiegel - unterstützt durch Ex-Frau Jane -, dass Hawkings schon immer Atheist war und theologisch nicht vereinnahmt werden kann. Hans Küng hat dies schon 2005 vermutet, wenn er den berühmten Schlusssatz als ironisch bezeichnete, denn mit Hawkings "Theorie für alles ... würde die Welt sich selbst erklären und Gott als Schöpfer nicht mehr notwendig sein" (Der Anfang aller Dinge, 31). Das neue Buch bestätigt Küngs Vermutung ausdrücklich - hhp

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Sterbehilfe: "Ich bin gegen Verbote" | Wissen | ZEIT ONLINE

Saskia Frei, neue Präsidentin der schweizerischen Sterbehilfeorganisation Exit, über absolute Selbstbestimmung, tödliche Medikamente am Kiosk und ihre Alzheimer-kranke Mutter. Sie ist gegen grundsätzliche Verbote, weiß aber auch: der Mensch wächst auch an dem, was nicht schön ist. Es gelte schon, den Mensch zu beschützen. Auch das Grundrecht auf frei gewähltes Sterben dürfe es nicht ohne Schranken geben kann, sei es, dass man anderen nicht schadet, sei es, dass der Staat seine Bürger beschützen muss vor Sachen, die ihnen nicht guttun. - al

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Physiker Hawking: Kein Gott nötig für Universum - evangelisch.de

Auch evangelisch.de berichtet von der bevorstehenden Neuerscheinung Hawkings. Spontane Schöpfung sei der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren. Es sei nicht nötig, zur Erklärung eine Hand Gottes mit ins Spiel zu bringen. Das stimmt natürlich, doch das Urteil darüber bleibt eine metaphysische Frage, in der Atheisten und Gläubige naturgemäß unterschiedlich urteilen werden. Ein naturwissenschaftliches Urteil über den Anfang aller Dinge wird kaum möglich sein. - al

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Herrlich böse - Spiegel

Skandal an der Elite-Uni Harvard: In mindestens acht Fällen soll der Starwissenschaftler und Bestseller-Autor Marc Hauser Daten aus Tierstudien zurückgehalten und falsch analysiert haben. Welche seiner spektakulären Erkenntnisse zur Evolution des Menschen stimmen noch? Sei es die Evolution der Sprache, die Gefühle der Tiere oder die Entstehung der Moral: Hauser stieß bei all diesen großen Rätseln auf spannende Erkenntnisse und verarbeitete diese in aufsehenerregenden Büchern. Inzwischen steht alles, was Hauser und die Forscher aus seinem Labor publiziert haben, unter Generalverdacht. Was ist jetzt mit seinen Befunden, auf denen z.B. Richard David Prechts Bestseller seine Argumentation aufbaut? Der Streit um Hausers Experimente lässt erahnen, wie leicht es zu Verstößen gegen die wissenschaftlichen Standards kommen kann. - al

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Sterbehilfe: Dienstleister in tödlicher Mission | Wissen | ZEIT ONLINE

Sterbehilfe ist für Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli das letzte zu erkämpfende Menschenrecht. Das Portrait versucht, einen Eindruck von Minelli zu vermitteln. Es ist der burschikose Umgang mit dem Sterben, der viele gegen ihn aufbringt. Dazu kommt sein Stil. "Das deutsche Gesundheitswesen ist klerikal bevormundet. Viele Krankenhäuser gehören den Kirchen, und jeder zweite deutsche Politiker war früher mal Ministrant. Und die deutsche Christliche Patientenverfügung - völlig unwirksam. Reiner Betrug." Wie viele Prozesse Ludwig Minelli im Laufe seines Lebens schon geführt hat, kann er nicht mal schätzen. Heute ist assistierter Suizid nur in der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und in den amerikanischen Staaten Oregon, Washington und Montana erlaubt. Doch mit Ausnahme der Schweiz muss man überall im Land wohnhaft und unheilbar krank sein. Daher der Sterbetourismus in die Schweiz. - al