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Hirnforschung: Unterm Mystikhelm - ZEIT Nr. 29 S.54

Hirnforscher erkunden die Wirkung religiöser Überzeugungen auf Körper und Psyche. Religiöses Erleben ist demnach keine zwingende Reaktion des Gehirns auf bestimmte Reize, Rituale oder Meditationstechniken, sondern hängt entscheidend vom sozialen Kontext und von der persönlichen Einstellung eines Gläubigen ab. Das bedeutet auch, dass das Phänomen religiöser Erfahrungen nicht unabhängig vom jeweiligen Glauben erforscht werden kann. Die Wissenschaft führt am Ende zu der Einsicht, dass die Realität des Religiösen vorrangig geistiger Natur ist. Es zeige auch, so der Verfasser Ulrich Schnabel: Ob Begriffe wie Gott, Buddha oder Allah für uns eine Relevanz entwickeln und wirksam werden, hänge allein von uns selbst ab. Die Frage, ob sie nun »tatsächlich« existieren oder sich beweisen lassen, sei dabei zweitrangig, wenn nicht gar irrelevant. Das halte ich allerdings für einen Trugschluss; für den Glaubenden ist dies sicher von grossem Interesse, denn sonst würde er nicht glauben können. - al

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Pro & Contra: Sollten Gentests an Embryonen verboten werden? - ZEIT Nr.29 S.10

Der Bundesgerichtshof hat die PID für zulässig erklärt – und damit eine Debatte in Gang gesetzt, ob der Mensch zu weit geht. Dieser Ansicht ist Jens Jessen: Die völlige Emanzipation von der Natur führe zu noch größerer Unfreiheit. Dagegen argumentiert Frank Drieschner: Der Verdacht der Selektion sei pure Polemik und die Entscheidung Privatsache des Paares. - al

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Eugenik? Wohl kaum! - The European

Karl Sperling, Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité, argumentiert für die PID, mit deren Hilfe mehr Kinder geboren würden als ohne sie. So könne bei rezessivem Erbgang in 75% der Schwangerschaften ein Krankeitsausbruch ausgeschlossen werden; Schwangerschaften, die aus Angst vor dem Risiko eines behinderten Kindes sonst häufig abgebrochen würden. Der Verzicht auf solche Abbrüche sei also "eher das Gegenteil von Eugenik", wobei Sperling einen engen Begriff von Eugenik hat, wenn dies beinhalte, dass "eine autoritäre Struktur, meist der Staat, Einfluss auf die reproduktive Entscheidung der Menschen nimmt". Das Urteil des BGH sei auch deshalb zu begrüßen, weil PID "deutlich eingeschränkt" werde. Auf die Schwierigkeit, diese Einschränkung kriteriologisch und institutionell (oder individuell) umzusetzen, wird nicht eingegangen - hhp

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Gentests an Embryonen: "Es gibt keinen Dammbruch" -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Im Spiegel-Interview wertet der Reproduktionsmediziner Ulrich Hilland die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) als "Segen für die Paare, die betroffen sind". Ein Dammbruch sei dies nicht, da die PID auf schwere Fälle beschränkt sei. Einen starren Katalog solcher Fälle empfiehlt Hilland aber nicht, sondern setzt auf individuelle Gespräche mit den Eltern - hhp

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Embryo und Freiheit - Kein Mensch ist eine Insel - The European

Kolumnist Alexander Kissler verurteilt die PID als "verwerfende Auslese genetisch suboptimaler Embryonen". Er sieht die "Gattungssolidarität" bedroht, die garantieren müsse, dass kein Mensch einem anderen den Tod zuteilen kann. Nach Leutheusser-Schnarrenberger jedoch solle "der einzelne ... so frei sein, tun zu dürfen, was die Freiheit aller gefährdet" - hhp

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PID-Grundsatzurteil: Koalition streitet um Gentests an Embryonen - SPIEGEL ONLINE

Der Artikel sammelt Kommentare aus der Koalition zum BGH-Urteil über PID. Familienministerin Schröder (CDU) sagte, für sie wäre es ein Widerspruch, einem Paar die PID zu verbieten, Spätabtreibungen aber bis zum 9. Monat unter bestimmten Umständen zuzulassen. Andere CDU-Mitglieder gaben dagegen bekannt, hohe Abtreibungszahlen seien keine Rechtfertigung zu einem weiteren Abbau des Lebenssschutzes. Ähnlich argumentierten Staatsministerin Böhmer und der bayerische Gesundheitsminister Söder: "Wir brauchen rasch eine Gesetzesänderung, um klar zu stellen, dass die PID nicht zur Selektion führt". Bundesforschungsministerin Schavan will zunächst den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme zu dem BGH-Urteil bitten. Gegen ein generelles Verbot wendet sich Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: "Wir können doch nicht vorschreiben, dass Embryonen ohne Untersuchung mit schweren Schäden eingepflanzt werden, die dann später zu einem erlaubten Schwangerschaftsabbruch berechtigen." - al

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Bundesgerichtshof-Urteil: Konservative wollen Gen-Selektion von Embryonen verbieten -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Wie der Titel offen legt, nimmt der Spiegelbeitrag "Konservative" aufs Korn, die sich gegen die PID aussprechen. Dagegen stellt der Artikel die "Erfolgs"liste der PID-Befürworter, u.a. die britische Selektion von Trägern eines Gens, das die Wahrscheinlichkeit von Brustkrebs erhöht, sowie die Heilung eines spanischen Kindes durch den PID-selektierten Bruder. Dagegen wiederum argumentiert Uwe-Jürgen Ness auf seiner Homepage: "Eine Bewusstseinsbildung in dem Sinne, dass ein Mensch mit Behinderungen oder mit einer potentiell genetisch verursachten Krankheit, wie etwa Krebs, besser gar nicht zur Welt gekommen wäre, läuft einer humanen Gesellschaft zuwider." Ness ist ehem. Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Gen- und Reproduktionstechnologien bei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN jetzt bei der LINKEN. Merke: Nicht nur die Konservativen sind gegen PID! - hhp