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Hoch dotierter Templeton-Preis an Ayala - Bieler Tagblatt

Als meines Wissens erste deutschsprachige Zeitung berichtet das Bieler Tagblatt von der gestrigen Verleihung des Templeton Preises 2010 an den Genetiker und Evolutionsbiologen Francisco J. Ayala. Der Preis sei ihm zuerkannt worden, weil er "energisch gegen die Entzweiung von Wissenschaft und Religion kämpft". Gleichzeitig distanziere sich Ayala auch von Kreationismus und Intelligent Design (ID). Die Grausamkeiten der Natur ließen sich nach Ayala nicht mit einer intelligenten Schöpung vereinbaren. Dieses Argument gegen ID wurde gestern in der Tat so von Ayala vorgetragen, dürfte den Kreationismus aber nur bedingt treffen. Der geht ja davon aus, dass die "intelligente Schöpfung" nachträglich durch den Sündenfall des Menschen pervertiert wurde, wodurch die Übel in die Welt kamen - hhp

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Der Alien von Altai: Der kleine Finger der Evolution - Wissen - ZEIT ONLINE

Wer sich lieber in deutscher Sprache über den fossilen Frühmenschen informieren will, wird in der Zeit fündig. Auch dieser Artikel von Ulrich Bahnsen stellt heraus, dass der sibirische Fund weder dem Neantertaler noch dem modernen Menschen entspricht. Offenbar ging die Verbreitung der Gattung Homo in mehr Ausbreitungswellen vor sich, als bisher angenommen. Fakt ist jedenfalls, dass die Ausbreitungswelle des homo sapiens sämtliche anderen Formen verdrängt hat. Bahnsen zitiert Ian Tattersall vom Naturkundemuseum in New York: "Der Mensch ist etwas Besonderes. Und etwas sehr Gefährliches" - hhp

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Allianz christlicher und muslimischer Kreationisten - quantara.de

Harald Brandt stellt heraus, dass inzwischen auch die islamische Welt zu einer "Schaltstelle der Kreationisten" geworden ist. Mit dem Islamforscher Oliver Roy parallelisiert er den islamischen Neo-Fundamentalismus mit dem protestantischen Evangelikalismus und mit der religiösen Rechten in Amerika. Der gemeinsame Kampf gegen den Naturalismus verbindet sich mit dem Kampf gegen vermeintlichen Werteverfall: Abwertung der Familie, Homosexualität, Abtreibung etc. Speziell in der Türkei könne das schlechte Bildungssystem selbst bei Studierenden nicht vor Kreationismus schützen: "Sie lernen die Evolutionstheorie, aber sie glauben trotzdem an Adam und Eva" - hhp

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Psychologie: Vom Nutzen der Schwermut - Medizin - Wissen - FAZ.NET

Jonah Lehrer fragt sich, wie sich die weite Verbreitung der Depression mit der Evolutionstheorie vereinbaren lässt. Da eine Depression kaum die "reproduktive Fitness" steigert, hätte sie sich im Sinne darwinscher Gesetzmäßgikeiten nicht durchsetzen dürfen. Es sei denn, sie dient einem "geheimen Zweck". Dieser evolutionspsychologische Versuch, mentale Eigenschaften selektionstheoretisch zu erklären, führt zu dem Befund, dass Depression offenbar mit Weisheit und analytischer Weltbeschreibungskompetenz einhergeht - nach dem Motto "Trauer macht schlauer". Ist das soziobiologisches "Storytelling" oder genetisches Trittbrettfahren, das die Darwinismuskritiker Fodor und Piatelli-Palmarini stark machen? Die mögliche Koppelung der Depressionsgene an kognitive Vorzüge sollte schon mehr als vage Spekulation sein, wenn daraus handfeste therapeutische Konsequenzen folgen und der evolutionspsychologisch orientierte Psychiater Thomson seltener Antidepressiva verschreibt - hhp

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Die treibende Kraft der Evolution - wissenrockt.de

Wieder ein Angriff auf die Selektionstheorie? Forscher von der Uni Liverpool glauben jedenfalls nachweisen zu können, dass die Evolution stärker durch zwischenartliche Interaktion als durch Anpassung an die Umwelt vorangetrieben wird. Evolvieren Bakterien und Viren in gegenseitigem Wettrüsten gemeinsam, ist die Evolutionsgeschwindigkeit größer als ohne solches Wettrüsten. Die Forscher sehen dies als experimentelle Bestätigung der sog. Red-Queen-Hypothese an, die das Wettrüsten konkurrierender Organismen beschreibt - hhp

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- Religion versus Evolution: Wie die Sünde in die Welt kam - SPIEGEL ONLINE

Woher kommt die Moral, und woher die Sünde? Ist es nur die Suche nach einem Grund für alles, die den Mensch zum Glauben bringt, wie der Evolutionsbiologe Pascal Boyer annimmt? Oder seine Autoritätsgläubigkeit Grund der Religion, wie Richard Dawkins sagt? Vielleicht hängen Moral und Religion aber auch gar nicht zsuammen. Andere Stimmen halten Moral für das Ergebnis der jeweiligen evolutionären Situation einer Gesellschaft, die Evolutionstheorie alleine erkläre aber nur ein allgemeines Kooperationsangebot. Theologen wie Wolfgang Achtner betonen den unerklärbaren Mehrwert der Feindesliebe. Der Artikel präsentiert eine breite Palette interessanter Mutmaßungen zum Thema. - al

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- Neurowissenschaften: Hirngespinste - ZEIT ONLINE

Sitzt die Spiritualität hinter dem Ohr, im hinteren Scheitellappen des Gehirns? Forscher der Universität Udine konnten zeigen, wo im Gehirn der Eindruck von Transzendenz entstehen kann. In der Entdeckung eines solchen »Transzendenzareals« sehen sie aber nicht Gottes Fingerzeig, sondern ein Ergebnis der Evolution. Dies führt zu der bekannten Debatte über den evolutionären Nutzen von Religion, der in dem kurzen Artikel aber leider nicht Thema ist. - al