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"Gott macht kein großes Trara, wenn er Wunder tut" - evangelisch.de

Colin Humphreys, Physikprofessor und Autor eines Buches über Wunder, meint dass Gott in der Regel im Einklang mit der Natur handelt, um seine Wunder zu vollbringen, das heißt ohne dass Naturgesetze verletzt werden. Nur manchmal reicht ihm das nicht. Zunächst sollte immer nach natürlichen Erklärungen gesucht werden. Aber es gebe Fälle wo es keine natürliche Erklärung geben kann, wie bei der Auferstehung. Man könnte dagegen aber auch sagen: die Auferstehung war mehr als ein Wunder. Und ist ein Gott, der die von ihm erlassenen Naturgesetze mal gelten lässt, und mal nicht, nicht ein ziemlich willkürlich handelnder Gott? - al

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Evolution: Spie ein Vulkan die Götter aus? - DiePresse.com

Es ist trendy, Religion evolutionstheoretisch neu zu entdecken. So auch bei einer neuen These, die das Rätsel angeht, dass der moderne Mensch den Neandertaler verdrängt hat. Danach ließ ein Vulkanausbruch vor 73 tsd. Jahren den Überlebensvorteil von Religion zutage treten: Gläubige haben eine kooperative Innen-, aber eine aggressive Außenmoral - was dem Neandertaler zum Verhängnis wurde. Zu Recht hält der Autor des Artikels die These für reichlich spekulativ, zumal auch der Neandertaler religiös gewesen sein mag - hhp

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Das ist Futter, das ist Gift - Spiegel

Der amerikanische Komplexitätsforscher Stuart Kauffman ist davon überzeugt, dass sich mit keinem Gesetz vorhersagen lässt, welchen Weg die Evolution beschreiten wird. Vielmehr findet er im Universum die Spur einer enormen, keinen Gesetzen unterworfenen Kreativität. In seinem neuesten Buch "Reinventing the Sacred" spricht er von Gott und dem Heiligen im Sinne eines kreativen Werdens des Universums jenseits der Naturgesetze. So anregend diese Ideen sind, so defizitär ist natürlich der Gottesbegriff, wenn auch Gott eine Folge des Urknalls sein soll. - al

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Konkurrenz für Gott - Spiegel

Die synthetische Biologie macht es möglich: in Laboren entstehen künstliche Gene. Wer weiß, eines Tages auch künstliches Leben? Für die Biologen erfüllte sich damit ein alter Traum. Bekommt Gott vom Menschen Konkurrenz? Was der Artikel nicht erwähnt: Im angelsächsischen Bereich gibt es bereits auch in der Theologie Ansätze, den Menschen als "geschaffenen Mit-Schöpfer" zu sehen. Wo er Recht hat: Es bleibt die Angst, dass der Mensch in seiner Hybris Dämonen weckt, die er nicht mehr zu zähmen vermag. - al

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Kreationismus auf dem Vormarsch - Tageszeitung junge Welt

Christoph Lammers malt mit kulturkämpferisch grellen Farben das Schreckgespenst des religiösen Fundamentalismus. Selbstverständlich wird eine moderne Schöpfungstheologie mit in denselben Topf geworfen. Und so ist für ihn der "Kreationismus, gemein der Schöpfungsglaube, als derzeit stärkster Widerpart zur wissenschaftlich fundierten Evolutionsbiologie". Der Autor sieht "die Gefahr, daß wir in ein neues Zeitalter der Gegenaufklärung eintreten". Für die komplementäre Gefahr, dass nämlich die enorme Ausweitung des Erklärungsanspruchs der Evolutionstheorie, auch ideologische Züge annehmen kann (siehe Dawkins), ist Lammers Artikel das beste Beispiel. Die Evolutionstheorie wird hier zu einem weltanschaulichen Naturalismus und der Schöpfergott zu einer "irrationalen Ideologie". Abgesehen von diesen ideologischen Entgleisungen beschreibt Lammers differenziert Ausprägungen und Entwicklungen des Kreationismus in den USA aber auch ausführlich in Deutschland - hhp

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Die Idee von Gott als Kulturleistung - Spektrum der Wissenschaft

Spektrum der Wissenschaft bespricht Daniel Dennetts "Den Bann brechen. Religion als natürliches Phänomen". Der Rezensent, Physiker Michael Springer, stellt es als Eigenart des Buches heraus, dass es "keine antireligiöse Streitschrift" à la Dawkins oder Hitchens sei, sondern den Dialog suche. Jeder, auch der religiöse Leser könne seine Argumente nachvollziehen, da er wie ein evolutionär kundiger vergleichender Religionswissenschaftler arbeite. Auf diese Weise kommt die positive soziale Funktion von Religion in den Blick. D'accord, aber was bleibt übrig? Dem Rezensenten zufolge bleibt bei Dennett nur noch ein Glauben übrig, für den es "kein vernünftiges Argument mehr" gibt. Gut dass dies keine "keine antireligiöse Streitschrift" und auch für religiöse Menschen nachvollziehbar ist - hhp

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Einmalig in Deutschland: Institut für Theologische Zoologie - Münchner Kirchenradio

Die Website des Kirchenradios informiert knapp über die Eröffnung des ersten Instituts für Theologische Zoologie am 15. Dezember. Der Gründer und Leiter des Instituts, der Biologe und Theologe Rainer Hagencord, will die Stellung der Tiere in der Theologie aufwerten. Aus dieser Motivation - so hört man im ca. 10 minütigen Audio-Interview mit Hagencord - stammt der Name des Instituts: "Theologische Zoologie" soll an "Theologische Anthropologie", die seit jeher einen festen Raum im Gebäude der Theologie hat, erinnern und anknüpfen. Als Schirmherrin des Instituts brachte die bekannte Primatenforscherin Jane Goodall den Begriff von der "Würde des Tieres" ins Spiel. An dieser Stelle dürften einige Ethiker, die sehr wohl vom Eigenwert der Tiere sprechen, dennoch zur Vorsicht raten, um den Begriff der Menschenwürde nicht auszuhöhlen - hhp