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Die Idee von Gott als Kulturleistung - Spektrum der Wissenschaft

Spektrum der Wissenschaft bespricht Daniel Dennetts "Den Bann brechen. Religion als natürliches Phänomen". Der Rezensent, Physiker Michael Springer, stellt es als Eigenart des Buches heraus, dass es "keine antireligiöse Streitschrift" à la Dawkins oder Hitchens sei, sondern den Dialog suche. Jeder, auch der religiöse Leser könne seine Argumente nachvollziehen, da er wie ein evolutionär kundiger vergleichender Religionswissenschaftler arbeite. Auf diese Weise kommt die positive soziale Funktion von Religion in den Blick. D'accord, aber was bleibt übrig? Dem Rezensenten zufolge bleibt bei Dennett nur noch ein Glauben übrig, für den es "kein vernünftiges Argument mehr" gibt. Gut dass dies keine "keine antireligiöse Streitschrift" und auch für religiöse Menschen nachvollziehbar ist - hhp

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Einmalig in Deutschland: Institut für Theologische Zoologie - Münchner Kirchenradio

Die Website des Kirchenradios informiert knapp über die Eröffnung des ersten Instituts für Theologische Zoologie am 15. Dezember. Der Gründer und Leiter des Instituts, der Biologe und Theologe Rainer Hagencord, will die Stellung der Tiere in der Theologie aufwerten. Aus dieser Motivation - so hört man im ca. 10 minütigen Audio-Interview mit Hagencord - stammt der Name des Instituts: "Theologische Zoologie" soll an "Theologische Anthropologie", die seit jeher einen festen Raum im Gebäude der Theologie hat, erinnern und anknüpfen. Als Schirmherrin des Instituts brachte die bekannte Primatenforscherin Jane Goodall den Begriff von der "Würde des Tieres" ins Spiel. An dieser Stelle dürften einige Ethiker, die sehr wohl vom Eigenwert der Tiere sprechen, dennoch zur Vorsicht raten, um den Begriff der Menschenwürde nicht auszuhöhlen - hhp

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Jane Goodall und "Mister H" - weltberühmte Tierschützerin in Münster - IVZ

Der Beitrag widmet sich ebenfalls der Eröffnung des Münsteraner Instituts für Theologische Zoologie. Sein Schwerpunkt ist das Profil der Schirmherrin und bekannten Primatenforscherin Jane Goodall - hhp

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In Münster wird das weltweit erste Institut für „Theologische Zoologie“ gegründet - domradio.de

Auch der Sender des Erzbistums Köln berichtet über die Eröffnung des Instituts für Theologische Zoologie am 15.12. Die Website erwähnt das Grußwort des Erzbischofs Werner Thissen, der für die "vermehrte Verantwortung des Menschen für seine Mitgeschöpfe" eintritt, sowie den Vorsitzenden des BUND, Hubert Weiger, der einen "zukunftsfähigen Umgang mit den Tieren in der Landwirtschaft" fordert. Das 6-minütige Interview mit Hagencord fragt, ob Tiere eine Seele haben. Antwort: Biblisch gesprochen HABEN Tiere keine Seele, sondern alle Geschöpfe SIND Seele - hhp

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Hans Kessler: Evolution und Schöpfung in neuer Sicht: Die Kirche der Gottlosen röstet Kartoffeln mit Kohlendioxid - Sachbuch - Feuilleton - FAZ.NET

Meine positive Besprechung des neuen Buches von Hans Kessler (siehe "Rezensionen") findet ihre Bestätigung durch Eckhard Nordhofen in der FAZ. Das Buch sei "die Ernte einer zwanzigjährigen kompetenten Befassung mit den Naturwissenschaften", die Stärke bestehe in der wissenschaftstheoretisch sauberen Unterscheidung der jeweiligen Diskurse und der Verurteilung unsauberer Vermischungen. Bei allem Lob für Kessler merkt man dem Rezensenten dennoch den Ärger darüber an, dass ein solches Buch im Jahr 2009 überhaupt nötig ist, wo doch die Alternative Bibel oder Wissenschaft seit mindestens 50 Jahren erledigt ist, angefangen mit dem Einsatz der modernen Bibelhermeneutik vor 200 Jahren. Man mag dies bedauern, aber auch zum Anlass nehmen, eine moderne Schöpfungstheologie wie Kesslers "enttemporalisiertes Konzept" gegen zahlreiche naive Zerrbilder eines Schöpfergottes zur Geltung zu bringen, die nicht nur an den fundamentalistischen Rändern der großen Kirchen zu finden sind - hhp

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Evolution im Zeitraffer - Tagesspiegel

Der Biologe Axel Meyer hat Glück und kann der Evolution bei Ihrer Arbeit zusehen. Sein Forschungsobjekt, Buntbarsche, evolvieren in rasantem Tempo. Im afrikanischen Viktoriasee entstand jedes Jahrtausend eine Art, für Meyer ist dies "Evolution im Zeitraffer". In einem nicaraguanischen Kratersee leben erst seit 100 Jahren Buntbarsche, die sich bereits morphologisch, aber (noch) nicht genetisch zu unterscheiden beginnen. Man scheint hier live miterleben zu können, wie aus einer Art gerade zwei Arten werden. Wieder ein Argument mehr gegen die kreationistische Behauptung, Artbildung sei noch nie beobachtet worden - hhp

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Biologe Steve Jones im Interview: "Der Sex wird gewinnen" - Frankfurter Rundschau

Die FR veröffentlich zum 150. Jubiläum von 'The Origin of Species' ein Interview mit dem britischen Biologen Steve Jones, der dieses Jahr sein viertes Buch über Charles Darwin herausbrachte. Darwin ist für Jones "der erstaunlichste Kerl, der je gelebt hat" und Jones nennt 'Die Entstehung der Arten' "das Buch eines Genies". Seiner Meinung nach ist heutzutage die Evolution des Menschen vorläufig beendet, denn es findet keine natürliche Selektion durch frühzeitigen Tod mehr statt, so dass schlechte Gene weitervererbt werden. Die körperliche Entwicklung des Menschen ist - im Gegensatz zur kulturellen Entwicklung - auf Steinzeitniveau stehen geblieben. In gentechnischen Veränderungen des Erbgutes sieht Jones jedoch kein Problem; er stellt fest, dass Sex zu viel Spaß mache als dass er durch Reagenzglasbefruchtungen ersetzt werden könne - sh