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Hans Kessler: Evolution und Schöpfung in neuer Sicht: Die Kirche der Gottlosen röstet Kartoffeln mit Kohlendioxid - Sachbuch - Feuilleton - FAZ.NET

Meine positive Besprechung des neuen Buches von Hans Kessler (siehe "Rezensionen") findet ihre Bestätigung durch Eckhard Nordhofen in der FAZ. Das Buch sei "die Ernte einer zwanzigjährigen kompetenten Befassung mit den Naturwissenschaften", die Stärke bestehe in der wissenschaftstheoretisch sauberen Unterscheidung der jeweiligen Diskurse und der Verurteilung unsauberer Vermischungen. Bei allem Lob für Kessler merkt man dem Rezensenten dennoch den Ärger darüber an, dass ein solches Buch im Jahr 2009 überhaupt nötig ist, wo doch die Alternative Bibel oder Wissenschaft seit mindestens 50 Jahren erledigt ist, angefangen mit dem Einsatz der modernen Bibelhermeneutik vor 200 Jahren. Man mag dies bedauern, aber auch zum Anlass nehmen, eine moderne Schöpfungstheologie wie Kesslers "enttemporalisiertes Konzept" gegen zahlreiche naive Zerrbilder eines Schöpfergottes zur Geltung zu bringen, die nicht nur an den fundamentalistischen Rändern der großen Kirchen zu finden sind - hhp

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Evolution im Zeitraffer - Tagesspiegel

Der Biologe Axel Meyer hat Glück und kann der Evolution bei Ihrer Arbeit zusehen. Sein Forschungsobjekt, Buntbarsche, evolvieren in rasantem Tempo. Im afrikanischen Viktoriasee entstand jedes Jahrtausend eine Art, für Meyer ist dies "Evolution im Zeitraffer". In einem nicaraguanischen Kratersee leben erst seit 100 Jahren Buntbarsche, die sich bereits morphologisch, aber (noch) nicht genetisch zu unterscheiden beginnen. Man scheint hier live miterleben zu können, wie aus einer Art gerade zwei Arten werden. Wieder ein Argument mehr gegen die kreationistische Behauptung, Artbildung sei noch nie beobachtet worden - hhp

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Biologe Steve Jones im Interview: "Der Sex wird gewinnen" - Frankfurter Rundschau

Die FR veröffentlich zum 150. Jubiläum von 'The Origin of Species' ein Interview mit dem britischen Biologen Steve Jones, der dieses Jahr sein viertes Buch über Charles Darwin herausbrachte. Darwin ist für Jones "der erstaunlichste Kerl, der je gelebt hat" und Jones nennt 'Die Entstehung der Arten' "das Buch eines Genies". Seiner Meinung nach ist heutzutage die Evolution des Menschen vorläufig beendet, denn es findet keine natürliche Selektion durch frühzeitigen Tod mehr statt, so dass schlechte Gene weitervererbt werden. Die körperliche Entwicklung des Menschen ist - im Gegensatz zur kulturellen Entwicklung - auf Steinzeitniveau stehen geblieben. In gentechnischen Veränderungen des Erbgutes sieht Jones jedoch kein Problem; er stellt fest, dass Sex zu viel Spaß mache als dass er durch Reagenzglasbefruchtungen ersetzt werden könne - sh

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Interview: Happy birthday, Evolutionstheorie - Medienmagazin pro: Gesellschaft

Siegfried Scherer, Professor für Mikrobielle Ökologie und Mitautor des umstrittenen "evolutionskritischen Lehrbuchs", räumt in einem Interview ein, dass Darwin auch aufgrund seiner wissenschaftlichen Einsichten zum Agnostiker wurde. Scherer hält aber dagegen, dass Carl von Linné ähnliche biologische Gegebenheiten nicht vom Glauben abgebracht hätten - für Scherer ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich biologische Daten weltanschaulich gedeutet werden können. Wissenschaftlich gesehen hält Scherer daran fest, dass die ungelösten Probleme im Bereich der Makroevolution keine Randfragen darstellen. Unmissverständlich stellt er aber klar, dass diese Probleme keinen Beweis für Schöpfung bilden, sondern zunächst nur Wissenslücken sind. Scherer: "Es ist unbekannt, ob sie durch zukünftige Forschung geschlossen werden können oder nicht". Insofern sind sie theologisch unbrauchbar: "Der ewige Gott wohnt nicht in den Wissenslücken zeitgebundener menschlicher Theorien" - hhp

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Die Evolution im Paradies - Hamburger Abendblatt

An der Universität Münster entsteht das erste "Institut für Theologische Zoologie" an einer deutschen Hochschule. Der Seminarleiter Rainer Hagencord, Priester, Biologe und Philosoph will mit den Studenten interdisziplinär arbeiten. Erkenntnisse aus der Evolutionstheorie Darwins, aber auch aus der Gen- und Hirnforschung sollen in Beziehung gesetzt werden zum biblischen Schöpfungsglauben - nicht als unversöhnliche Gegensätze, sondern auf der Suche nach einer "angemessenenen theologischen Reaktion auf die Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit". So stellen sich angesichts der engen genetischen Verwandschaft von Mensch und Tier neue Fragen zum Verhältnis des Menschen als "Krone der Schöpfung" zu Tieren und Pflanzen. "Der Mensch begnügt sich auch längst nicht mehr damit, Tiere und Pflanzen zu nutzen: Er greift durch Vertreibung, Ausrottung, Zucht und mit immer feineren Veränderungen des Erbguts in die Evolution ein."

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Was zwischen Mensch und Affe fehlt - Forschung Spezial - derStandard.at › Wissenschaft

Oliver Hochadel beschäftigt sich mit der Karriere des "Missing Link" zwischen Affe und Mensch in Wissenschaft und Populärkultur. Darwin selbst hat den Begriff in seinen Werken nicht verwendet. Im deutschen Sprachraum prägte der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel 1868 die Vorstellung eines fehlenden Bindeglieds zwischen Affen und Menschen. Während diese Vorstellung in der Populärkultur weiterhin stark vertreten ist und von Kreationisten das fehlende Missing Link als "vermeintlich schwächster Punkt der Evolutionstheorie" ins Feld geführt wird, geht die Wissenschaft nicht mehr von einem einzigen menschlichen Vorfahren seit der Abspaltung von der Affenlinie aus. Hochadel setzt sich deshalb kritisch mit der großen Medienoffensive des Teams um den norwegischen Paläontologen Jørn Hurum auseinander, der im Mai den Fund von "Ida" eines quasi vollständig erhaltenen, 47 Millionen Jahre alten Primatenfossils aus der hessischen Grube Messel als Entdeckung des Missing Link feierte.