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Interview: Happy birthday, Evolutionstheorie - Medienmagazin pro: Gesellschaft

Siegfried Scherer, Professor für Mikrobielle Ökologie und Mitautor des umstrittenen "evolutionskritischen Lehrbuchs", räumt in einem Interview ein, dass Darwin auch aufgrund seiner wissenschaftlichen Einsichten zum Agnostiker wurde. Scherer hält aber dagegen, dass Carl von Linné ähnliche biologische Gegebenheiten nicht vom Glauben abgebracht hätten - für Scherer ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich biologische Daten weltanschaulich gedeutet werden können. Wissenschaftlich gesehen hält Scherer daran fest, dass die ungelösten Probleme im Bereich der Makroevolution keine Randfragen darstellen. Unmissverständlich stellt er aber klar, dass diese Probleme keinen Beweis für Schöpfung bilden, sondern zunächst nur Wissenslücken sind. Scherer: "Es ist unbekannt, ob sie durch zukünftige Forschung geschlossen werden können oder nicht". Insofern sind sie theologisch unbrauchbar: "Der ewige Gott wohnt nicht in den Wissenslücken zeitgebundener menschlicher Theorien" - hhp

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Die Evolution im Paradies - Hamburger Abendblatt

An der Universität Münster entsteht das erste "Institut für Theologische Zoologie" an einer deutschen Hochschule. Der Seminarleiter Rainer Hagencord, Priester, Biologe und Philosoph will mit den Studenten interdisziplinär arbeiten. Erkenntnisse aus der Evolutionstheorie Darwins, aber auch aus der Gen- und Hirnforschung sollen in Beziehung gesetzt werden zum biblischen Schöpfungsglauben - nicht als unversöhnliche Gegensätze, sondern auf der Suche nach einer "angemessenenen theologischen Reaktion auf die Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit". So stellen sich angesichts der engen genetischen Verwandschaft von Mensch und Tier neue Fragen zum Verhältnis des Menschen als "Krone der Schöpfung" zu Tieren und Pflanzen. "Der Mensch begnügt sich auch längst nicht mehr damit, Tiere und Pflanzen zu nutzen: Er greift durch Vertreibung, Ausrottung, Zucht und mit immer feineren Veränderungen des Erbguts in die Evolution ein."

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Was zwischen Mensch und Affe fehlt - Forschung Spezial - derStandard.at › Wissenschaft

Oliver Hochadel beschäftigt sich mit der Karriere des "Missing Link" zwischen Affe und Mensch in Wissenschaft und Populärkultur. Darwin selbst hat den Begriff in seinen Werken nicht verwendet. Im deutschen Sprachraum prägte der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel 1868 die Vorstellung eines fehlenden Bindeglieds zwischen Affen und Menschen. Während diese Vorstellung in der Populärkultur weiterhin stark vertreten ist und von Kreationisten das fehlende Missing Link als "vermeintlich schwächster Punkt der Evolutionstheorie" ins Feld geführt wird, geht die Wissenschaft nicht mehr von einem einzigen menschlichen Vorfahren seit der Abspaltung von der Affenlinie aus. Hochadel setzt sich deshalb kritisch mit der großen Medienoffensive des Teams um den norwegischen Paläontologen Jørn Hurum auseinander, der im Mai den Fund von "Ida" eines quasi vollständig erhaltenen, 47 Millionen Jahre alten Primatenfossils aus der hessischen Grube Messel als Entdeckung des Missing Link feierte.

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Der Vatikan und die Erlösung von Außerirdischen - Welt online

Vgl. auch: 2009/11/13: Alien life is possible: Vatican - ABC News. Der vorliegende Artikel wirft verstärkt den Blick auf die Entstehung des Lebens auf unserem eigenen Planeten, was mit "gewaltigen Umwälzungen" einherging. Theologisch wird nach der Erlösung der Aliens gefragt. Funes spekuliert: "Möglicherweise ... haben Außerirdische ja das Heilshandeln Christi gar nicht nötig, weil allein die Menschheit das verirrte Schaf im Weltall ist" - hhp

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Meisner vergleicht Dawkins mit Nazis - Presseschau bei forum-grenzfragen

In seiner Predigt zum Hochfest Allerheiligen warnt Kardinal Meisner vor einem "wissenschaftlichen Atheismus". Dabei wirft er Richard Dawkins ein ähnliches Menschenbild vor wie es die Nationalsozialisten vertreten hätten. Die Reaktion der Presse reichte von vehementer Kritik bis zu vorsichtiger Zustimmung. Die Presseschau von forum-grenzfragen gibt einen bewertenden Überblick und vergleicht die Äußerungen mit den Ausführungen Richard Dawkins' im Original. Dabei ergebe sich, dass die Warnung vor einem wissenschaftlichen Atheismus wichtig und richtig sei, der Nazi-Vergleich erweise sich jedoch eindeutig als unzutreffend - hhp