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Bibel kapert Biounterricht - Evolution oder Schöpfung? - Gesellschaft-Nachrichten - news.de

Der Artikel berichtet von einer (wohl älteren, 2006 durchgeführten) Umfrage des BBC wonach 22% für den Kreationismus, 17% für ID votierten. Diese sollten für 43% neben der darwinistischen Evolutionstheorie einen Platz "im Schulunterricht" erhalten. Die Bildunterschrift spricht indes vom "Einzug der Schöpfungsgeschichte ins naturwissenschaftliche (!) Klassenzimmer" - was einen grundsätzlichen Unterschied darstellt. In Deutschland habe sich nur die hessische Kultusministerin Karin Wolff "für eine Aufnahme der Kreationistenmodelle in den Schulunterricht ausgesprochen". Falsch: Wolff sprach nicht von Kreationismus, sondern von Schöpfungslehre; sie sprach von Biologieunterricht, nicht von Schulunterricht. Es wird nicht sauber zwischen Bio, Reli, Schule, vor allem aber nicht zwischen Kreationismus und moderner Schöpfungslehre unterschieden. Der Artikel ist sichtlich bemüht, aber völlig überfordert, Klarheit zu schaffen - hhp

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''Im Wallenstein ist auch kein Platz für Schiller'' - Charles Darwin und die Evolution - sueddeutsche.de

"Evolution ist keine Gefahr, sondern ein Segen für die Theologie": Beide sind nicht etwa unvereinbar wie Kreationisten, Naturalisten, aber auch "der unselige Artikel Kardinal Schönborns" behaupten. Christian Kummer setzt dagegen auf Teilhard de Chardin und seine ontologisch verbindende Formel "Schöpfung durch Evolution". In dieser Denke macht der Schöpfer nicht Kreaturen, sondern verleiht Kreativität; "er macht, dass die Dinge sich machen". Dabei ist er nicht der Chef, der delegiert und dann in die Chefetage entschwindet; er ist der gegenwärtige, "Anteil nehmende Chef". Kummer hält sich hier zurück, die Immanenz Gottes (gegenwärtiger Chef) gegen seine Transzendenz (Chefetage) auszuspielen - anders als in seinem Buch, wo die Chefetage pantheistisch leer bleibt (Der Fall Darwin, 2009, 190). Dennoch enthalte dieser "Schöpfungsplan" für Schönborn wohl zuviel Eigenaktivität, wenn "in der Kosmologie kein Platz mehr für Gott" ist. Aber: "Im Wallenstein ist auch kein Platz für Schiller"! - hhp

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Friedemann Schrenk im Porträt: Fünf Kilometer pro Generation - Frankfurter Rundschau

Die kurze Biografie des bekannten Paläoanthropologen Friedemann Schrenk beginnt bei dessen früher Begeisterung für Fossilien und macht Station bei dem ältesten Fund aus der Gattung "homo", der einem Mitarbeiter Schrenks geglückt ist. Funde sind für Schrenk verschlüsselte "Nachrichten aus der Vergangenheit", zu deren Entschlüsselung das jeweilige Weltbild "eine riesige Rolle" spiele. Wer an Drachen glaubt, interpretiert ein Wollnashorn eben als Lindwurm, wie im Mittelalter geschehen. Welches Weltbild ist heute prägend, fragt sich Schrenk. Mit Kreationismus und einem intelligenten Designer kann Schrenk wenig anfangen, dazu sei das Design zu unausgereift, wie unser falsch sitzender Kopf und die Überkreuzung von Luft- und Speiseröhre zeige. Allerdings: "Er habe keine Ahnung, ob es irgendwo einen Gott gibt oder irgendeine Kraft" - hhp

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Die relativen Dinosaurierhasser - Telepolis

Christian Gapp versucht, die Argumentationsstrukturen der Gegner der Evolutionstheorie mit denen der Gegner der Speziellen Relativitätstheorie zu parallelisieren, um zu dem gemeinsamen Schluss zu kommen: "Es ist verschwendete Zeit, ihre Argumente rational entkräften zu wollen." Der Vergleich ist faszinierend - auf den ersten Blick. Aber der Abschnitt der "Kernargumente von Evolutionskritikern" wirkt seltsam künstlich; nirgends taucht das Standardargument der 'irreduziblen Komplexität' auf. Erst später erfährt der Leser, dass der Abschnitt durch leichte Änderungen aus einer Argumentation gegen die Spezielle Relativitätstheorie generiert wurde. Das erklärt die Künstlichkeit, aber auch die unzureichende Übertragbarkeit. Auf diese Weise wird man Evolutionskritiker sicher auch mit Argumenten der - leider ausgestorbenen - Vertreter der 'flachen-Erde-Theorie' vergleichen können. Das wird dem Niveau der Evolutionskritiker hierzulande nicht gerecht - sowenig ich deren Position teile! - hhp

Erstellt von al | | Kosmologie | Schöpfung | Deutsch

Teilchenphysik: Ist Gott Mathematiker? - Zeit Online

Wenn Gott Mathematiker ist, dann wohl einer, der seine Freude hat am Unvollkommenen. Wir sind das Produkt eines Symmetriebruchs. Der Large Hadron Collider eröffnet uns einen Blick ins Universum, wie es kurz nach dem Urknall war. Doch der Autor möchte noch mehr, den Urknall entgotten. Das wird ihm die Physik wohl nicht bieten können. Auf die Frage, was vor dem Urknall war, hat der Physiker keine Antwort - was allerdings niemanden davon abhält, sich mit der Frage zu beschäftigen. - al

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Evolutionsmedizin: Durch den Geburtskanal in die Praxis - Mensch & Gene - Wissen - FAZ.NET

Erst jetzt fiel mir ein Artikel in die Hände, der von der Etablierung einer recht jungen Disziplin auf dem Weltgesundheitsgipfel berichtet, der Evolutionsmedizin. Die Medizin könne insofern von Darwin lernen, als viele körperliche Defizite (genannt sind z. B. Weisheitszähne, Wurmfortsatz, enger Geburtskanal, Stoffwechselerkrankungen) durch die Evolutionsbiologie eine plausible Erklärung finden. Der evolutive Blick auf die körperlichen Unvollkommenheiten lassen den Artikel so ganz nebenbei und ohne dass dies erwähnt würde zu einem Argument gegen Intelligent Design werden: "Der Mensch ist keine Maschine, am Reißbrett konstruiert, sondern bruchstückhaft von der Selektion geformt" - hhp