Erstellt von hhp | | Wissenschaftstheorie | Evolution | Deutsch | Darwin

Der französische Naturforscher Buffon ging Charles Darwin um hundert Jahre voraus - OnlineReports

Der Artikel würdigt Buffon als Pionier der beginnenden Naturwissenschaft. Paradigmatisch zeige sich an seinem Werk, wie sich der wissenschaftliche Geist formiert. Buffons "Allgemeine Naturgeschichte" versuchte das gesamte Wissen über die Natur zu systematisieren. Buffons methodisches Vorgehen fasst der Autor mit den Begriffen "Sehen und Verstehen" - ganz in Goehteschem Sinne - zusammen, wobei Buffon das Ähnliche zu verbinden, das Unähnliche zu trennen suchte. Das Ergebnis war eine systematische Ordnung, die auch den Menschen "in die Klasse der Tiere" einordnete. Das Missfallen kirchlicher Kreise hätte dabei auch sein Verständnis der Natur als "Schauplatz der göttlichen Macht" nicht besänftigen können. Diese "Kränkung" des Menschen, die sich bis heute in den Widerständen gegen die Evolutionstheorie zeigt, setzt also bereits bei Buffon als frühen Vertreter des Evolutionsgedankens und "Vorläufer und Wegbereiter von Charles Darwin" an - hhp

| Deutsch | Schöpfung | Dawkins | Intelligent Design | Kreationismus

EDU-Kantonsräte wollen Gott und Darwin gleichstellen - Tagesanzeiger Zürich

Der Tagesanzeiger berichtet von dem Versuch dreier EDU-Kantonsräte, die Schöpfungslehre in der Schule wie ein naturwissenschaftliches Fach unterrichten zu lassen. In Form eines kontroversen Gesprächs zwischen Kantonsrat Stefan Dollenmeier und Sektenexperte Hugo Stamm werden Argumente diskutiert. Neben dem unsinnigen Titel ("Gott und Darwin gleichstellen") bietet der Beitrag auch eine unzureichende Definition an, wenn Kreationismus die "Lehre der Schöpfung vor dem Hintergrund biblischer Schriften" sein soll. Diese Kennzeichnung triff auch auf eine moderne Schöpfungstheologie zu, wenn "vor dem Hintergrund" nicht "in wortwörtlichem Verständnis" meint. Allzu oft wird diese undifferenzierte Gleichsetzung von Kreationismus, Intelligent Design und moderner Schöpfungstheologie strategisch missbraucht (siehe Dawkins), um das Kind mit dem Bade auszuschütten, sprich: um mit dem Kreationismus Religion insgesamt lächerlich zu machen.

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution | Giordano-Bruno-Stiftung | Kreationismus | Dawkins

Evolution kann Existenz von Kreationisten nicht erklären - Evo-Magazin

Richard Dawkins habe eingeräumt - so die website zum 200. Geburtstag von Charles Darwin -, dass die Evolutionstheorie "die fortgesetzte Existenz von Kreationisten" nicht erklären könne. Theoretisch hätte eine Spezies, die in so grundlegendem Widerspruch zur Realität lebe, längst aussterben müssen. Für das Evo-Magazin ist dies "ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der Evolutionswissenschaft". Wenn man weiß, dass die Seite von der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie betrieben wird, bestätigt sich die vage Ahnung, dass dies Eingeständnis nicht ganz ernst gemeint ist ;-) - hhp

| Deutsch | Intelligent Design | Kreationismus | Evolution

Deutsche Biologen sprechen international mit einer Stimme für Darwins Evolutionstheorie - idw

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) berichtet von der engen Kooperation des Deutschen Nationalkomitee (DNK) der Biologen mit dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) und deren gemeinsame und einmütige Zurückweisung antidarwinistischer Strömungen. Leider wirft der Artikel des idw Kreationismus und Intelligent Design undifferenziert in einen Topf.

Erstellt von hhp | | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Evolution | Intelligent Design | Darwin

Gestalten ohne Gestalter - Charles Darwin und die Evolution - sueddeutsche.de

Der Artikel rückt dem Kernargument der Intelligent-Design-Protagonisten zu Leibe: der "irreduziblen Komplexität". Das Argument geht davon aus, dass komplexe Organe nur als Ganzheit funktionieren und damit nur als Ganzheit einen Selektionsvorteil haben können ("Was nützt ein halbes Auge"). Ein Auge könne also nicht über lange Zeiträume in kleinen Schritten entstanden sein, wie die Evolutionstheorie annimmt. Demgegenüber macht der Artikel an den Beispielen Auge, Flügel und Bakterienflagelle (Klassiker der ID-Argumentation) plausibel, dass es funktionsfähige, und damit vorteilhafte Zwischenstufen geben kann. Der Schluss von einem momentanen Unwissen auf eine grundsätzliche Unerklärbarkeit (die dann den Eingriff eines intelligenten Designers erforderlich macht) ist eben ein Fehlschluss, wie die genannten Beispiele empirisch unterfüttern - hhp

| Soziobiologie | Deutsch | Schöpfung | Neuer Atheismus | Schmidt-Salomon | Darwin

"Die Kirche hat Darwin nie akzeptiert" - Tagesspiegel

Neo-Atheist Schmidt-Salomon legt es darauf an, die Unvereinbarkeit von Evolutionstheorie und Schöpfungsglauben zu demonstrieren. So akzeptiere die Kirche nicht, "dass die höheren geistigen Funktionen, das, was die Kirche Seele nennt, eben auch evolutionär entstanden ist". FALSCH! Die höheren geistigen Funktionen sind nicht mit dem theologischen Seelenverständnis identisch. Die theologische Kategorie einer besonderen Erschaffung im Sinne eines besonderen Gewolltseins (Ratzinger) ist keine naturwissenschaftliche Kategorie und kann dazu nicht im Widerspruch stehen. Auch die Aussage, Religion führe "zu einer deutlichen Abgrenzung gegenüber den Menschen außerhalb der Gruppe", überzeugt nicht, steht sie doch in krassem Gegensatz zu einer jesuanischen Ethik der Feindesliebe und der Aufnahme Ausgegrenzter. Dass es faktisch Ausgrenzungen gibt, ist unbestritten. Nur: den faktischen Missbrauch als das Wesen der Religion auszugeben, ist ein Fehlschluss.

Erstellt von hhp | | Linkproblem | Wissenschaftstheorie | Intelligent Design | Deutsch | Evolution

Darwins Theorie löst zentrale Probleme der Biologie nicht - idea.de - Nachrichten des Tages - Detailartikel

Das evangelikale Nachrichtenmagazin "idea" berichtet von einem Symposium in Regensburg; Titel: „Atheistischer und jüdisch-christlicher Glaube: Wie wird Naturwissenschaft geprägt?“. Bei den Veranstaltern (Professorenforum, Keplerforum) und dem Referenten Siegfried Scherer, Mitautor des bekannten evolutionskritischen Lehrbuchs, lässt sich leicht eine Nähe zur Intelligent-Design-Bewegung vermuten. So wundert es nicht, dass Scherer auf die offenen Fragen der Evolutionsbiologie hinweist. Er wisse aber, dass dies auf manche Naturwissenschaftler provozierend wirkt. Und so fügt er laut idea-Nachricht hinzu: "Allerdings eigneten sich Lücken oder offene Fragen nicht als Gottesbeweis". Mir scheint dies eine ganz neue und wichtige Akzentsetzung zu sein - hhp