Presseschau - englischsprachige Artikel

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Is Stephen Hawking right about aliens? - Guardian

Der Artikel bespricht Hawkings warnenden Hinweis, man solle den Kontakt zu Außerirdischen nicht suchen, sondern vermeiden, um sich nicht der Gefahr der Ausbeutung auszusetzen. Zunächst einmal ist aber festzuhalten, dass ein Konsens darüber besteht, dass mit außerirdischer Intelligenz durchaus zu rechnen ist. Hawkings Angst hingegen sei unberechtigt, kontert Seth Shostak, Astronom am Seti Institut, das seit 1984 nach "Aliens" sucht. Sollte man sich ernsthaft ängstigen, dann habe man zuallererst Radio-, Fernsehstationen und Flughafenradar abzuschalten, da ja ebenfalls in den stellaren Dschungel hinaustönen. Letztlich sei es ohnehin zu spät, die ältesten Abstrahlungen seien ja bereits 80 Lichtjahre von der Erde entfernt. Bisher hat der Himmel zwar geschwiegen, aber Shostak ist zuversichtlich, dass Seti in den nächsten 20 Jahren außerirdische Signale finden wird. Arbeitsplatzerhaltender Zweckoptimismus? - hhp

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Alien Invasion: Why Stephen Hawking is Wrong - Wall Street Journal

Hier meldet sich der bekannte Physiker und Mitarbeiter beim Seti-Institut, Paul Davies, selbst zu Wort, um Stephen Hawkings Warnung vor extraterrestrischer Aggression zu entkräften. Mit ihren 4,5 Milliarden Jahre gebe es die Erde so lange, dass die Aliens schon früher den Versuch hätten starten können, die Ressourcen der Erde zu plündern. Zum anderen sind die Distanzen so ungeheuer, dass Außerirdische den Kontakt eher auf Funk beschränken als den engen Kontakt suchen wie im Science Fiction Film. In Hawkings Vergleich mit der Eroberung Amerikas schwinge eine gute Portion Anthropozentrismus mit, als ob ET uns ähneln müsste. Eine Zivilisation, die so fortgeschritte ist, um uns besuchen zu können, dürfte aggressive Tendenzen überwunden und sich gentechnisch auf Harmonie getrimmt haben. Sollten wir selbst in galaktisches Kriegsgeschrei ausbrechen, könnten die ETs uns freilich eliminieren. Paradoxis Fazit: Die größte Bedrohung geht wieder einmal von uns selbst aus. Zum Schmunzeln spekulativ.

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Australopithecus sediba and the creationist response - The Pandas Thumb

Interessante Auseinandersetzung mit der Argumentation der Kreationisten. Der Autor sieht bei "Answers in Genesis" Selbstwidersprüche oder Rückzugsgefechte. Während früher behauptet wurde, komplette Skelette seien einfach als Affe oder Mensch zu bestimmen, übt man sich nun angesichts von A. sediba in Zurückhaltung: "Kreationisten müssen vorsichtig sein bei der Interpretation solcher Neuigkeiten", so die Selbsteinschätzung. Der Autor sieht den Grund des Sinneswandels in der erdrückenden Befundlage der Realität. Es gäbe einfach zu viele Fälle, in denen Kreationisten widersprüchlich oder revidierend zu klassifizieren gezwungen waren - hhp

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Renowned Atheist-Turned-Deist Antony Flew Dies at 87 - Christian Post

Der Artikel beschreibt die möglichen Gründe, die Antony Flew bewogen haben, vom Atheisten zum Theisten (oder Deisten) zu werden. Die Gründe ähneln der Intelligent-Design-Argumentation: "Eine Super-Intelligenz ist die einzig gute Erklärung für den Ursprung des Lebens und die Komplexität der Natur". Gegen die umstrittene Autorenschaft des Buchs "There is a God: How the World's Most Notorious Atheist Changed His Mind" weiß der Artikel Flew dahingehend wiederzugeben, dass dieser nie ein Buch herausgeben würde, dem er nicht 100 Prozent zustimmen würde - hhp

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Scientists, Creationists Agree: 'Sediba' is No 'Missing Link' - Christian Post

Der Artikel berichtet u.a. über Reaktionen aus der Intelligent-Design-Ecke. Aus deren Sicht verdankt sich die Bedeutung des Fundes eher dem Medienspektakel. Anders als Science suggeriert bringe der Fund nämlich kein neues Licht in die Stammbaumfrage, sondern eher Konfusion. Vgl. dazu unser Interview mit Peter Schmid, der an der "Entdeckung dieses neuen Meilensteins in der Menschheitsgeschichte" beteiligt war - hhp

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Antony Flew dies - NCSE

The National Center for Science Education würdigt Antony Flew in einer kurzen Mitteilung. Der Beitrag geht nicht nur auf Flews Interesse an der Evolutionstheorie und ihrer Implikationen ein, sondern benennt auch seinen weltanschaulichen Wandel vom Atheisten zu "einer Form von Deismus". Die Gründe seiner Konversion hätten aber von Interview zu Interview gewechselt, kreationistische Argumente seien aber vielfach verwandt worden. Dass Flews There is a God (2007) nicht aus seiner eigenen Feder stammt erwähnt der Artikel, nicht aber, dass Flew sich dennoch voll mit dem Inhalt identifizierte - hhp

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The story of Australopithecus sediba

Die Geschichte des neuen Fundes Australopithecus sediba in Bildern und Videos. Auch sonst enthält die Seite interessantes Dokumentations-Material.