Presseschau - englischsprachige Artikel

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Intelligent Design | Wissenschaftstheorie | Evolution | Evolutionismus | Fodor / Piatelli-Palmarini: What Darwin got wrong

What Darwin Got Wrong and What Fodor and Piattelli-Palmarini Finally Get Right - David Berlinski

David Berlinski, Fellow am Discovery Institute, findet es ermutigend, dass Fodor und co den Schneid zur Darwinismuskritik haben, auch wenn diese etwas spät komme. Kein Argument indes sei neu, andere hätten sie bereits vorgebracht - nicht zuletzt Berlinski selbst, der auch die Analogie Darwin - Skinner seit mehr als 15 Jahren angemahnt habe. Bestürzend findet Berlinski die Reaktion auf Fodor und Piatelli-Palmarini. Die Kommentare auf ihren Artikel demonstrierten "mit unfehlbarem Eifer die charakteristische Gesinnung der darwinischen Community gegenüber Kritik", sprich: deren Immunisierungsstrategien - hhp

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Survival of the fittest theory: Darwinism's limits - opinion - New Scientist

Die Kognitionswissenschaftler Jerry Fodor und Massimo Piattelli-Palmarini fassen in diesem Artikel ihr darwinkritisches (aber dezidiert nicht kreationistisches) Buch "What Darwin Got Wrong" zusammen. Ihrer Meinung nach ist die meiste neodarwinistische Literatur "erschreckend unkritisch", und ein wissenschaftlich üblicher methodologischer Skeptizismus fehle erstaunlicherweise. Der Haupteinwand der Autoren gegen den derzeitigen Neodarwinismus bezieht sich auf die Dominanz der "natürlichen Selektion" und damit der äußeren Faktoren. Die Autoren setzen Darwin in Analogie zu Skinner, dessen Behaviourismus ebenfalls auf innere (hier: innerpsychische) Faktoren zur Erklärung verzichtete. So wie Skinners Theorie heute als unzureichend erkannt wurde, so bedürfe auch die natürliche Auslese notwendig der Ergänzung durch interne Faktoren. Damit wollen die Autoren auch den "schleichenden imperialistischen Tendenzen" der Selektionstheorie, denen selbst die Theologie nicht entgehe, gegensteuern - hhp

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Observatory - Neanderthal Decorative Shells Found in Southeastern Spain - New York Times

Neandertaler galten bisher - im Unterschied zum modernen Menschen - als unfähig zu symbolischem Denken. Nun haben Archäologen in Spanien solide Anzeichen für den Gebrauch von Muscheln zu dekorativem und symbolischem Zweck gefunden. Sie dienten offenbar dazu, anderen zu zeigen, wer man war; sozusagen "sozial wieder erkennbare Personalausweise". Insofern haben sich der frühe moderne Mensch und der Neandertaler "in gleicher Weise verhalten soweit wir Informationen besitzen, um dies abzuschätzen" - folgert Joao Zilhao der Universität Bristol, England - hhp

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Fraud, Disgrace & Swindle: A Few Thoughts on Richard Dawkins's "Greatest Show" - beliefnet

David Klinghoffer, Senior Fellow beim Discovery Institute, der Denkzentrale des Intelligent Design, beschuldigt Richard Dawkins, in seinem jüngsten Werk "The greatest show on earth" die Käufer durch Einseitigkeiten und unscharfe Begriffe in die Irre zu führen. So kann "Evolution" vieles bedeuten, und damit steht und fällt die Zustimmung zu ihr. Die wichtigsten Einwände beträfen die Mechanismen der Evolution, speziell die natürliche Selektion. Ernst zu nehmende und stichhaltige Einwände würden von Dawkins dem Leser vorenthalten, und die Hauptargumente für Intelligent Design blieben unerwähnt oder unbeantwortet. Statt die Hauptprotagonisten von ID zu erwähnen, beziehe sich Dawkins feige auf Randfiguren und Unterlegene. So kommt Klinghoffer zu dem Schluss: "Die Darwin-Verteidigung des Buches, welche die schwerwiegendsten Kritikpunkte gegen die Evolution ignoriert und die Aufmerksamkeit des Lesers von den Hauptproblemen des Darwinsmus ablenkt, ist ein Schwindel" - hhp

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Boom! Hok! A Monkey Language Is Deciphered - New York Times

Eine Forschergruppe um Klaus Zuberbühler, Schottland, hat die Sprache der Campbell-Meerkatze entschlüsselt. Sie besteht aus 6 Arten von Rufen mit je eigener Bedeutung. Sie können die Rufe aber auch zu einer Botschaft ganz eigener Bedeutung kombinieren. Damit besitzen sie eine primitive Form von Syntax, die bisher als ausschließlich menschliche Fähigkeit klassifiziert wurde. Zusätzlich kann die Bedeutung durch Suffixe variiert werden. Das Lautsystem sei - so die Forscher - "das komplexeste Beispiel von 'Proto-Syntax' in tierischer Kommunikation, das bisher bekann ist". - hhp

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Online Archive Launched By Royal Society, Marks 350th Anniversary - The Money Times

Die Royal Society - Großbritanniens wissenschaftliche Akademie, gegründet zur Diskussion und zum Austausch von wissenschaftlichen Theorien - feiert im nächsten Jahr ihr 350. Jubiläum und veröffentlicht zu diesem Anlass Schätze aus ihrem Archiv im Online-Bibliotheksprojekt Trailblazing (http://trailblazing.royalsociety.org). Der Artikel berichtet von den Anfängen der Royal Society und nennt schlagwortartig einige der auf Trailblazing vorgestellten Erfindungen. Auf einer benutzerfreundlichen Zeitleiste, die auch historische Eckdaten enthält, findet man bei Trailblazing 60 ausgewählte Themen zu Artikeln, die in den letzten 345 Jahren von der Royal Society veröffentlicht wurden. Nach einem kurzen Kommentar findet man jeweils ein PDF mit den original Artikeln sowie Links zu Seiten, die sich ebenfalls mit den Themen befassen. Ein netter, ansprechend gestalteter Überblick mit den - im Rückblick teilweise kuriosen - Highlights aus der Geschichte der Royal Society - sh

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Darwin's theory on stage -Times Online

Die Times berichtet von dem Schauspiel "Mr. Darwin's Tree", das wiederholt in der Westminster Abbey aufgeführt wird und thematisiert. Die provisorische Bühne nahe Darwins Grab trägt einen einsamen Baum, der an Darwins erste Skizze seines phylogenetischen Lebensbaumes erinnert. Das Stück stützt sich auf Darwins Tagebücher und Korrespondenz und zeichnet biografisch Darwins wechselnde Beziehung zu Wissenschaft und Religion nach. Darwin hielt Christentum und Evolution für vereinbar, und er wehrte sich gegen die Etikettierung als Atheist und die atheistische Vereinnahmung seiner Publikation "On the Origin". Darwin wollte sich eher als Agnostiker verstanden wissen - hhp