Presseschau - englischsprachige Artikel

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Defying Darwin - The Guardian

Stephen Moss' Artikel über Kreationismus basiert auf Interviews mit Kreationisten und vergleicht die Bewegungen in den USA und Großbritannien. Ausgangspunkt seines Vergleichs ist das ‚Creation Museum’ in Petersburg, Kentucky, und sein brititsches Equivalent ‚Genesis Expo’ in Portsmouth. Die Kreationismusbewegung in GB, die seit 1932 besteht, spaltet sich zurzeit in mehrere aktive Organisationen auf, die überraschend unabhängig von den größeren, besser finanzierten, politisch aktiveren Bewegungen in den USA sind. In GB wird ebenfalls versucht ID und Kreationismus in den Schulunterricht aufzunehmen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wird die Debatte um Evolution vs. Kreationismus, die im Grunde, so Moss, keine wissenschaftliche, sondern eine moralische, kulturelle und politische sei, hart geführt. Richard Harris, ehemaliger Bischof von Oxford, stellt fest, dass Kreationisten und Evolutionisten sich gegenseitig mit Argumenten versorgten und Gemäßigte auf beiden Seiten keinen Platz fänden - sh

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Boycott by Science Group Over Louisiana Law Seen as Door to Teaching Creationism - The New York Times

Die amerikanische Gesellschaft für integrative und vergleichende Biologie (S.I.C.B.) hat ihre Jahrestagung für 2011 von New Orleans, Louisiana, nach Salt Lake City, Utah, verlegt. Grund dafür ist ein im letzten Sommer verabschiedetet Gesetz, das es Lehrern erlaubt im Unterricht zusätzliche Bücher zu benutzen, die den Schülern helfen, wissenschaftliche Theorien - wie Evolution, die Herkunft des Lebens, Erderwärmung - zu hinterfragen und zu bewerten. Dieses Gesetz wird von den Wissenschaftlern der S.I.C.B. kritisiert, die es als Hintertür bezeichnen, durch die Kreationismus in die Klassenzimmer schleichen könne. Das Gesetz untergrabe die Integrität der Wissenschaft und des wissenschaftlichen Unterrichts in Louisiana. Wissenschaftler kritisieren besonders, dass Evolution keine Theorie, sondern in der wissenschaftlichen Diskussion unumstritten sei. Unterstützer des Gesetzes weisen darauf hin, dass das Gesetz keine religiöse Doktrin unterstütze und keine verschlüsselte Agenda enthalte - sh

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Poll reveals public doubts over Charles Darwin's theory of evolution - The Daily Telegraph

Der "Daily Telegraph" nimmt die Theos Umfrage zum Anlass, einen Überblick über die Kreationismus/Evolution Diskussion in Großbritannien zu geben. Die Diskussion gewann an Brisanz, als Michael Reiss, Biologe und anglikanischer Kleriker, als Director of Education der Royal Society zurücktreten musste, nachdem er vorgeschlagen hatte, Kreationismus neben Evolution und der Big Bang Theorie an Schulen zu lehren. Laut der Theosumfrage glauben 51% aller Briten, dass die Evolutionstheorie nicht die Komplexität des Lebens auf der Erde erklären kann und dass ein Designer dabei seine Hände im Spiel hatte. 32% glauben zudem, dass Gott die Welt innerhalb der letzten 10000 Jahre erschaffen habe. Richard Dawkins äußerte sein Missfallen über die Umfrage, die seiner Meinung nach beweise, dass die Bevölkerung ignorant gegenüber Wissenschaft sei und fälschlicher Weise annehme, Gott sei die einzige Alternative zu Zufall - sh

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50% doubt over Darwin - mirror.co.uk

Der britische Mirror stellt bei seiner Kurzdarstellung der Theos Studie zu Evolution und Kreationismus die Zweifler Darwins in den Vordergrund - sh

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Texas Two-Step - The New York Times

In Texas wird die Debatte um Evolution im Schulunterricht wieder neu aufgerollt, weil ein neuer Lehrplan verabschiedet werden muss. Der alte Text, laut dem die Schüler "Stärken und Schwächen" aller wissenschaftlichen Theorien prüfen sollen, wurde kürzlich aus dem Lehrplan gestrichen. Obwohl diese Worte harmlos klingen, waren sie in den vergangenen Jahren ein Code, durch den mithilfe von Kreationismus und Intelligent Design Kritik an Evolution geübt wurde. Um eine neue Formulierung wird noch gerungen und die Entscheidung wird knapp ausfallen: sieben der 15 Mitglieder des Bildungsrats sind konservativ. Die Abstimmung ist für März geplant - sh

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In Texas, a Line in the Curriculum Revives Evolution Debate - The New York Times

Der alte Konflikt, ob Evolution an Schulen in Texas unterrichtet werden sollte, flammte am vergangenen Mittwoch bei einer Diskussion um den Lehrplan erneut leidenschaftlich auf. Lehrer und Wissenschaftler fürchten, dass der Rat Schulbuchverlage wieder zwingen könnte, eine skeptische Haltung gegenüber Evolution in Schulbücher aufzunehmen. In der Vergangenheit fehlten den konservativen Kräften hierfür die Stimmen im Rat, doch die politische Situation hat sich geändert. Diese Diskussion, in der es um den Wortlaut des Lehrplans geht, ist nur die Spitze des Eisbergs: durch die aktuelle Formulierung - die die Schüler auffordert "Stärken und Schwächen" aller wissenschaftlichen Theorien zu hinterfragen - könnte sich Kreationismus in den Biologieunterricht einschleichen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Einwände, die häufig von Kreationisten gegen Evolution eingebracht würden, haltlos seien. Vertreter der Wirtschaft warnen vor politischen Konsequenzen der Lehrplanänderung - sh

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Philadelphia Set to Honor Darwin and Evolution - The New York Times

9 akademische, wissenschaftliche und kulturelle Institutionen in Philadelphia veranstalten in 2009 ein Jahr der Evolution: eine Reihe mit Ausstellungen, Seminaren und Vorträgen, um das Darwin-Jahr zu feiern. Die Absicht der Reihe sei es, das Verständnis für Evolution zu fördern und Evolution als Alternative zur biblischen Erzählung zum Ursprung des Menschen vorzustellen. Ken Ham, Leiter des Creation Museums in Petersburg, KY, definiert den Streit als "Christentum gegen die relative Moralität des säkularen Humanismus" und sagt diese beiden Weltsichten seien fundamental unterschiedlich. Er lehnt die Möglichkeit, dass Christen an Evolution glauben könnten, als inkonsequent ab. Die Veranstalter in Philadelphia wollen zwar Evolution populärer machen, haben aber kein Interesse an einem Konflikt mit Kreationisten. William Y. Brown, Präsident der naturwissenschaftlichen Akademie: "Wir werden versuchen einen Weg zu finden, Leute zu überzeugen, der nicht in Konflikt mit ihrem Glauben steht" - sh