Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Hirnforschung | Nahtod-Erfahrung | Deutsch

Nahtod - was passiert im Körper? - W wie Wissen

Die Seite informiert über die gleichnamige Fernsehsendung und zitiert u. a. den Hirnforscher Christian Hoppe, der beispielsweise außerkörperliche Erlebnisse bei Nahtoderfahrungen für unwahrscheinlich hält. Geistig-seelische Vermögen sind für Hoppe an das Gehirn als notwendiger Voraussetzung gebunden. Diese Annahme ist allerdings für Hoppe - gut wissenschaftlich - grundsätzlich falsifizierbar: "Exakt in der Phase, wo das Gehirn nicht in der Lage ist, Bewusstsein zu tragen, sollten keine Erlebnisse möglich sein." Sollten solche Erlebnisse dennoch nachgewiesen werden können, "hätte man die Leitidee der modernen Hirnforschung in diesem Moment widerlegt". Genau daran wird gearbeitet - hhp

Erstellt von hhp | | Hirnforschung | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Deutsch

Die Königin aller Wissenschaften? Von der Hirnforschung erhoffen sich alle alles. Zu Unrecht. Süddeutsche Zeitung Magazin Nr. 35

Der Artikel räumt gründlich mit dem Vorurteil auf, die Hirnforschung sei nun endgültig dem Geheimnis von Bewusstsein und Geist auf der Spur. Ein solcher Anspruch lebe populärwissenschaftlich von der suggestiven Kraft bildgebender Verfahren und erkenntnistheoretisch von einem naiven Realismus, der eine 1:1 Relation zwischen Zeichen und Bezeichnetem unterstellt - eine "altbackene Haltung", die die Sprachwissenschaft längst hinter sich gelassen habe. Demgegenüber seien Hirnscans nicht ein genaues Abbild des menschlichen Geistes, sondern ein Konstrukt, in das zahlreiche subjektive (wenn nicht willkürliche) Vorannahmen einfließen; ein Konstrukt, das dann auch noch interpretiert werden muss. Diese "Gemachtheit" der Bilder werde allzu häufig verschleiert. Frei nach Kant ("Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit") schließt deshalb der Autor: "Hirnforschung ist die Rückführung des Menschen in seine selbst verschuldete Unmündigkeit" - hhp

Erstellt von hhp | | Hirnforschung | Deutsch

Heilen durch Handeln im Kopf - faz online

Seit ihrer Entdeckung haben die sog. Spiegelneurone, die während des Betrachtens eines Vorgangs die gleichen Reize auslösen wie beim Selber-Handeln, für Faszination und Spekulation gesorgt. Die Phänomene Imitation, Empathie und auch Religion schienen sich damit neu verstehen zu lassen. Nun sollen die Spiegelneuronen ihren praktischen medizinischen Nutzen erweisen. So könnte bei der Rehabilitation mentales Üben das physische Üben soweit unterstützen, dass sich die Effekte gegenseitig potenzieren. Inwieweit nun Einzelbeobachtungen verlässlich verallgemeinert und nutzbar gemacht werden können, soll nun eine größere Studie erweisen - hhp