Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Anthropologie | Evolution | Dawkins | Atheismus

Dawkins vs. Pell - Q&A; ABC TV

Die transskribierte Debatte zwischen Richard Dawkins und George Kardinal Pell, Erzbischof von Sydney, ist ein Lehrstück für typische Kontroversen zwischen naturwissenschaftlich ausgreifendem Atheismus und religiöser Weltanschauung - inklusive zahlreicher (gewollter?) Missverständnisse. So beantwortet Pell die Frage, warum ("why") der Mensch existiert, final i.S.v. "wozu ist der Mensch da?", während Dawkins finale Zweckaussagen grundsätzlich für sinnlos hält und kausal mit den naturwissenschaftlichen Entstehungsbedingungen für den Menschen antwortet. Und die Entstehung der Welt aus dem Nichts wird naturwissenschaftlich nur plausibel, wenn ein anderes "nichts" angenommen wird als das philosophisch-theologische absolute Nichts: "Er lässt Gott fallen und frisiert das Nichts hoch", kontert Pell zu Recht. Blasser bleiben Pells Aussagen zur Hominisation und Dawkins' Frage, woher die Erbsünde komme, wenn Adam und Eva nie existiert hätten, bleibt unbeantwortet - hhp

Erstellt von al | | Biologie | Psychologie | Philosophie | Deutsch

Ich-Bewusstsein: Was ist das Ich? ZEIT ONLINE

Bei der Frage nach dem Kern unseres Menschseins sind sich die wissenschaftlichen Disziplinen alles andere als einig. Klar ist lediglich, dass sich die Gattung Homo sapiens vor allem durch ihr hoch entwickeltes Ich-Bewusstsein auszeichnet. Auch stimmen Natur- und Geisteswissenschaftler darin überein, dass wir alle über einen höchst subjektiven Blick auf die Welt verfügen – eine »Erste-Person-Perspektive«, wie Philosophen das nennen. Der Artikel lässt aktuelle Forschungsergebnisse von prominenten Forschern und die Frage nach der Willensfreiheit Revue passieren und kommt zu dem Schluss: Was uns zu Menschen macht, ist letztlich die Fähigkeit, mit anderen in Kontakt zu treten. Hochinteressant! - al

Erstellt von hhp | | Evolution | Anthropologie

Menschenevolution - Kultursprung durch Großeltern - Spektrum der Wissenschaft

Dass es im Laufe der Menschheitsentwicklung zu einer Zunahme der Lebenserwartung gekommen ist, hat die Autorin und Anthropologin erwartet, nicht aber, dass es zwischen Neandertalern und modernem Menschen zu einem solchen Alters-Sprung kam. Durch den zunehmenden Großeltern-Anteil konnte es einen Zuwachs an Tradition und Beziehungspflege geben, der wiederum höheres Alter ermöglichte. Kann diese positive Rückkoppelung beim modernen Menschen den Untergang des Neandertalers erklären? - hhp