Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Evolution | Gottesbild | Theodizee

The Uncontrolling Love of God

Paul Wallace, Autor des Buches "Unter uns die Sterne - Gott im evolvierenden Kosmos finden", erzählt in diesem biografischen Artikel, wie er seine Glaubenszweifel überwinden konnte, die er angesichts der vermeintlichen Unvereinbarkeit eines liebenden, vorsehenden Gottes mit der ineffizienten und Leid schaffenden Evolution empfand. Schlüssel für Wallaces Umdenken war ein Buch von Thomas Jay Oord, das ihm den Grund seiner Zweifel vor Augen führte: eine "falsche Sicht von Gottes Wirken in der Welt", das unter Gottes Vorsehung ein ständiges, korrigierendes Eingreifen in den Lauf der Welt verstand. Demgegenüber habe Oord die Evolution als 3 Milliarden Jahre dauerndes Drama göttlicher Liebe vorgestellt, in dem Gott "nicht wesentlich allmächtig, sondern wesentlich liebend und kreativ" gesehen wird. Insofern es in einer solchen Welt "keinen Hauch eines göttlichen Zwangs" gebe, könne Gott auch Tod und Leid nicht beenden. Diese Sicht würden manche wohl nicht befriedigen, vermutet Wallace. Für ihn selbst jedoch macht Evolution nun wieder "Sinn im Lichte göttlicher Liebe". - hhp

Erstellt von fv | | Dawkins | Deutsch | Evolution

Wir sind alle Cousins

Ein Interview mit Richard Dawkins Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit Richard Dawkins veröffentlicht. Dort hat er in einigen Zügen noch einmal seine Position dargestellt: 1. Es gibt Evolution, 2. Alles ist aus der Evolution ableitbar, auch die Funktionalität des Gehirns 3. Deshalb siind auch alle unsere Weltanschauungen aus der Evolution ableitbar 4. Deshalb ist unter anderem auch die Religion nur ein Produkt der Evolution. - Diese Aussagenreihe ist sehr übersichtlich und wirkt auf erstem Blick schlüssig. Doch wie bei jeder Alles-übergreifenden Theorie (auch bei einer theologischen!) muss man genauer hinschauen. In der Regel ist eine Selbstbezüglichkeit verborgen, die das Konstrukt wackeln lässt. - Auch das Gehirn von Dawkins ist wie die Evolutionstheorie selbst dann ein Produkt der Evolution. Jedoch, wie kann man dann noch die Erkenntnisbedingungen kontrollieren? Wenn man eine Theorie über die eigenen Erkenntnisvoraussetzungen macht, wird die Theorie notwendigerweise selbstbezüglich. Und das macht eine Absicherung schwierig, wenn nicht unmöglich. Nun gibt es keinen einfachen Weg daraus, wahrscheinlich müssen wir uns immer wieder mit den begrenzten Bedingungen unseres Erkennens konfrontieren . Aber man sollte doch vorsichtig sein, die Schwierigkeiten zu überspielen, weil das sonst schnell naiv wirkt - und naiv will Dawkins sicherlich nicht sein. - fv

Erstellt von fv | | Deutsch | Astronomie | Physik

The vastness of the Universe

Die Dimensionen des Universums Dieser Film ist schon einige Jahre alt und doch immer wieder ein Erlebnis: er macht anschaulich, worüber wir reden, wenn wir zugleich von dem ganz Großen der Physik, dem expandierenden Universum und dem ganz Kleinen, den Elementarteilchen reden. Nun hat sich seit 1977, der Entstehungszeit des Films einiges verändert. Dennoch macht der Film deutlich, wie weit die Dimensionen der physikalischen Forschung über die Erfahrungswelt von uns Zweibeiner hinaus gehen.... - fv