Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Darwin | Dawkins | Englisch | Neuer Atheismus | Evolution | Theodizee

Michael Ruse: Darwinism and the Problem of Evil - Huffington Post

Der bekannte Wissenschaftsphilosoph Michael Ruse verteidigt die bekennenden Christen Karl Giberson und Francis Collins gegen die aufgeregte Kritik der neuen Atheisten, die Evolution und Glaube als unvereinbar hinstellen. Zwar sieht Ruse in der Zufälligkeit des Evolutionsprozesses eine unüberwindbare Schwierigkeit für den Glauben an einen göttlichen Plan. Andererseits sieht er aber nicht, dass die Evolutionstheorie das Theodizeeproblem (Wie kann der allgütige und allmächtige Gott die Übel zulassen?) verschärfe. Denn: Das moralische Übel werde i.a. auf den freien Willen zurückgeführt; der wiederum werde durch die Biologie untermauert. Es bleibt das physische Übel (z. B. Erdbeben). Hier spiele paradoxerweise Dawkins den Christen einen Trumpf in die Hände. Denn wenn Gott durch natürliche Gesetze geschaffen hat, und der einzige naturgesetzliche Weg zu lebendigen Wesen über die natürliche Selektion mit ihren schmerzhaften Mechanismen laufe, dann sind Übel in der Schöpfung unausweichlich - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Intelligent Design

Opposition to antievolution bill continues in Tennessee

Verschiedene Institutionen setzen sich gegen den antievolutiven Gesetzesentwurf in Tennessee zur Wehr. Entgegen den Beteuerungen der Gegenseite gäbe es praktisch keine wissenschaftliche Kontroverse bei der überwältigenden Mehrheit der Forscher über das Faktum der Evolution. Der Entwurf sei damit unnötig, unwissenschaftlich und höchst wahrscheinlich verfassungswidrig. Die amtliche Diskussion beginnt am 16. März - hhp

Erstellt von al | | Bioethik | PID | Deutsch

PID-Gesetzesentwurf: Doppelte Falle - ZEIT Nr. 11 S. 37

Das deutsche Embyronen-Schutzgesetz verbietet es, mehr als drei Eizellen pro Behandlungszyklus zu befruchten. Der Sinn der PID ist es jedoch, aus mehreren Embryonen die genetisch belasteten auszusortieren. Stünden nur drei zur Auswahl, könnte am Ende gar kein gesunder Keimling übrig bleiben. Durchschnittlich sind sieben Embryonen nötig, damit schließlich zwei unbelastete eingepflanzt werden können. Allerdings kommt es durchaus auch vor, dass nur ein oder zwei befruchtete Eizellen schadhaft sind. Dann entstehen überzählige Embryonen. Deren Schicksal muss ebenfalls geklärt werden. Das macht die Befürwortung der PID sicher nicht leichter. - al