Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie | Tod | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Clint Eastwoods "Hereafter": Leben und sterben lassen -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

In nettem Kontrast zur Filmbesprechung der Stuttgarter Zeitung (s.u.) lobt Andreas Borcholte Eastwoods "Hereafter" als meisterhaftes Alterswerk. Zu Recht stellt er als eine Botschaft des Films die Warnung heraus, dass sich der Mensch allzu sehr geborgen fühlt, wo doch das Unberechenbare immer zuschlagen kann - im Film der Tsunami, der Unfalltod des Jungen etc. Dass der Film darüber hinaus aber "die glaubhafte Möglichkeit einer Jenseitigkeit" schafft, ist mehr als übertrieben. Da halte ich es eher mit der Kritik der Stuttgarter Zeitung - hhp

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What's the Problem With a Good Placebo? - Religion Dispatches

"Hoffnung hilft heilen" ist für William Grassie das Mindeste, was man komplementärer und alternativer Medizin attestieren kann. Grassie weist auf Plazebo-Studien und psychosomatische Befunde hin, die er aber mit dem Begriff "psychosozial" um die gesellschaftliche Dimension erweitert. Damit kommen die komplexen sozialen und kulturellen Interaktionen und langen Traditionen in den Blick, deren Weisheit u.a. herausgearbeitet hat, dass ein Plazebo-Effekt umso effektiver wirkt, je ausgefeilter ein Heilungsritual zelebriert wird. Eine auf diese holistische Art unterstützte Schulmedizin mag den Heilungsprozess um mindestens 30% erhöhen - so Plazebo-Studien zu verallgemeinern sind. Wo also liegt das Problem bei guten Plazebos? - hhp

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Hereafter - Das Leben danach: Botschaften aus dem Jenseits - Stuttgarter Zeitung online

Eine herrlich bissige Besprechung des Eastwood-Films "Hereafter - Das Leben danach". Dem Versuch des Films, vom Leben nach dem Tod zu überzeugen, kann der Rezensent Thomas Klingenmaier wenig abgewinnen, da "der Blick in den Nebel als Klarsicht gepriesen wird". Ganz zu schweigen von der "Ehrenrettung des Spiritismus", die auch mich am meisten befremdet hat. Den Optimismus, einen Blick ins Jenseits werfen zu können, wird man wohl tatsächlich als "arge Naivität" bezeichnen können; ebenso wie Eastwoods Vorstellung von jenseitigen Eingriffen in den Lauf der Welt. Aber: Ein Film ist keine theologische Abhandlung über Eschatologie - hhp