Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Altruismus | Bioethik | Deutsch

Kein "Botenstoff der Liebe" - Das Ende des Kuschelhormons - sueddeutsche.de

Studien des niederländischen Psychologen Carsten de Dreu und seiner Kollegen zufolge erhöht das Hormon Oxytocin die Bereitschaft, anderen zu vertrauen und mit ihnen zu kooperieren - aber nur innerhalb der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt. Es ist demnach weniger ein "Botenstoff der Liebe" als vielmehr ein Hormon, das unseren Ethnozentrismus beeinflusst. Die Ergebnisse untermauern die Idee, dass sich neurobiologische Mechanismen im Allgemeinen und das Oxytocin-System im Besonderen entwickelt haben, weil sie die Koordination und Kooperation innerhalb einer Gruppe verstärken. Der Artikel bietet Hintergrundinformationen zu den Forschungsergebnissen, welche die ZEIT "fatale Nächstenliebe" titen liess (20.01.2011). - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie

Der freie Wille zwischen Realität und Fiktion

Die Neurologin Imke Puls erinnert daran, dass die so genannten Libet-Experimente, auf die sich so mancher immer noch zur Bestreitung der Willensfreiheit stützt, nach neueren Untersuchungen mit Vorsicht zu genießen sind. Nichts Neues, aber immer wieder gut, darauf hinzuweisen - hhp

Erstellt von hhp | | Altruismus | Deutsch | Anthropologie

Gruppen-Beziehungen: Warum der Feind meines Feindes mein Freund ist -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Eine Forschergruppe hat Beziehungen in größeren Netzwerken mit einer Differenzialgleichung zu beschreiben und deren Entwicklung zu prognostizieren versucht. Die nicht-trivialen Ergebnisse: Nach einer Zeit sind entweder alle befreundet oder in zwei Gruppen aufgeteit, die verfeindet, aber intern befreundet sind. Die anfängliche Verteilung sei für das Endergebnis entscheidend. An dokumentierten Freund-Feind-Entwicklungen hat das theoretische Modell bereits seinen Praxistest bestanden. Für die sozialen Netzwerke im Internet wären zuverlässige Prognosen von großem Interesse - hhp