Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Theologie | Anthropologie | Tod | Deutsch | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Nach dem Tod ist vor dem Leben: Clint Eastwood-Film "Hereafter" - Pro - Christliches Medienmagazin

Mehrfach weist das christliche Medienmagazin auf die Leistung des Films "Hereafter - Das Leben danach" hin, interessante Fragen aufzuwerfen und die auch im Film angedeutete "Verschwörung des Schweigens" aufzubrechen. Der Rezensent kann aber nicht umhin vorwegzunehmen: "Es ist kein besonders theologischer Film". Dem ist sicher zuzustimmen. Kritisiert wird dann aber auch, die Darstellung von Nahtoderfahrung entspräche nicht den gängigen Darstellungen. Das allerdings habe ich anders in Erinnerung: Ich fand die Beschreibung durchaus zutreffend, vor allem die tiefgreifende und nachhaltige Wirkung auf Betroffene - hier auf die zweite Hauptperson Lelay - wurde gut zum Ausdruck gebracht - hhp

Erstellt von al | | PID | Bioethik | Deutsch

Gendiagnostik: Aus Liebe zum Leben - ZEIT Nr. 4 S. 31

Der Streit um den Gentest am Embryo spaltet Gesellschaft und Politik, auch unter Betroffenen ist die PID umstritten. Zwei Familien, zwei Sichtweisen, werden vorgestellt. Christian Papadopoulos, selbst an Duchenne erkrant, sieht es so, dass die individuellen Vorteile der PID ihre Gefahren für die Gesellschaft nicht aufwiegen. Werden Behinderte sonst irgendwann als Versäumnis ihrer Eltern betrachtet, die eine existierende Technik nicht anwandten? Die Familie mit behindertem Kind dagegen kann und will sich kein weiteres zumuten, für sie ist PID ihre Hoffnung auf gesunden Nachwuchs. Der "Zellklumpen", der selektiert wird, ist für sie allerdings auch noch kein Mensch. Zurecht weist der Artikel auf die entstehende widersinnige Rechtslage hin, wird die PID per Gesetz verboten: In der Petrischale im Labor genießt der wenige Tage alte Embryo dann wieder absoluten Schutz; im Mutterleib dagegen - Wochen später, in Ausnahmefällen fast bis zur Geburt - darf das reifende Leben beendet werden. - al

Erstellt von al | | Altruismus | Anthropologie | Deutsch

Verhaltensforschung: Fatale Nächstenliebe - ZEIT NR. 4 S.31

Ohne Feinde gibt es auch kein Wirgefühl, so die vor allem mit dem Hormon Oxytocin begründete These des Artikels, der damit ein Fragezeichen hinter zahlreiche populäre Publikationen setzt. Ob man allerdings dem mit transportierten hormonellen Determinismus zustimmen muss, scheint fraglich. Der These des Artikels nach wäre Jesu Gebot der Feindesliebe und das alttestamentliche Gebot der Fremdenliebe vollkommen sinnfrei, dabei machen die hormonellen Befunde doch gerade deutlich, wie wichtig sie sind. Auf genetischer Ebene hat ja selbst Dawkins schon festgehalten: "We, alone on earth, can rebel against the tyrany of the selfish replicators." (The Selfish Gene) - al