Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Theologie | Wissenschaftstheorie

Vernunft und Glaube - Spektrum der Wissenschaft Jan. 2012

In dem kostenlos verfügbaren Titelthema der Januarausgabe von Spektrum der Wissenschaft diskutiert der Bochumer katholische Theologe Christian Tapp Theologie als Wissenschaft. Er bringt es so auf den Punkt: Eine Religion, deren Gott vom Wesen her vernünftig ist, werde von ihrer höchsten Instanz her auf ein positives Verhältnis zur Vernunft festgelegt. Dieses sei freilich kein gemütliches Ruhekissen, sondern dauernder Anspruch, Widersprüche zu beseitigen und Verstehen zu ermöglichen. Tapp hält nur einen ontologischen Naturalismus für unvereinbar mit dem Glauben. Mit dem methodischen Naturalismus, der nur fordere, sich in der Naturwissenschaft auf das empirisch Fassbare zu beschränken, solle kein Gläubiger ein Problem haben. Wohl wahr! - al

Erstellt von hhp | | Englisch | Gottesbild | Atheismus | Einstein

Einstein’s God - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", fragt, an welche Gottheit Einstein tatsächlich geglaubt hat. Der umfangreiche und kenntnisreiche Artikel schützt vor einseitigen Vereinnahmungen - von welcher Seite auch immer. Einsteins Kurztelegramm ("Ich glaube an den Gott Spinozas") bringt mit anderen Belegstellen auf den Punkt, dass er nicht an einen persönlichen Gott glauben konnte. Genauer besehen, ist aber derjenige persönliche Gott, von dem er sich distanziert, ein Gott des direkten Eingreifens und ein Designer, der in einer Reihe mit innerweltlichen Kausalitäten gesehen wird (ein Gott, den auch Dawkins trefflich abwehren kann). In diesem Verständnis ist Gott in der Tat "anthropomorp" gedacht und "kindisch". So versagt sich Einstein ein konkreteres Gottesbild aus der Haltung der intellektueller Bescheidenheit heraus, und sein "Agnostizismus" ist kein militanter Atheismus, der sich hitzig von religiöser Indoktrination der Jugendzeit befreien muss. Sehr lesenswert - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Bioethik | PID

Eingeschränkt erlaubt - Gentests mit künstlichen Embryonen - taz.de

Der interfraktionelle Gesetzesentwurf sieht ein grundsätzliches Verbot der PID mit zulässigen Ausnahmen vor. Die Ausnahmen sollen nicht in einem Krankheitskatalog definiert, sondern in Einzelfallentscheidungen durch eine Ethikkommission bestimmt werden - hhp