Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Schöpfung | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Benedikt XVI.

Address of his Holiness Benedict XVI to participants in the plenary session of the pontivical academy of sciences - Vatikan Website

In seiner Rede vor der päpstlichen Akademie der Wissenschaften bringt der Papst die "Wertschätzung der Kirche für die andauernde wissenschaftliche Forschung" zum Ausdruck. Die wissenschaftlichen Entwicklungen seien sowohl erhebend, sofern die Komplexität der Natur über alle Erwartungen hinaus entdeckt wurden, als auch bescheiden, sofern einige Theorien nur teilweise bewiesen werden konnten. Die Erfahrung des Wissenschaftlers als Mensch führe zur Anerkennung einer grundlegenden Vernunft, welche die Welt erhalte. Dies sei der Treffpunkt von Wissenschaft und Religion, und Wissenschaft werde so zum Ort des Dialogs zwischen Mensch und Natur und - potenziell - sogar zwischen Mensch und seinem Schöpfer. Für die Zukunft erwartet der Papst Interdisziplinarität verbunden mit philosophischer, synthetisierender Reflexion und die Informierung wissenschaftlicher Errungenschaften mit Brüderlichkeit und Frieden - hhp

| Wissenschaftstheorie | Englisch | Benedikt XVI.

Pope praises science, but insists God created world - cnn blogs

Der Papst habe bei seiner Rede (s.o.) gesagt, Stephen Hawking liege falsch (womit er so Unrecht nicht hätte; hhp), behauptet der CNN-Blog. Fährt aber kleinlaut fort: Nun, tatsächlich habe er den Wissenschaftler nicht erwähnt, aber ... Teilweise sei es Aufgabe der Wissenschaft, Gott im Universum zu enthüllen, heißt es weiter. Kein Wort davon im Original, das den Übergang von den Wissenschaften zur Religion sehr viel vorsichtiger in den Blick nimmt (s. o.).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Bioethik | PID

PID: Sollen die Embryonen zum Massenscreening? FAZ.NET

Um mittelfristige Wirkungen der Präimplantationsdiagnostik (PID) abschätzen zu können, blickt der Artikel auf Erfahrungen in den USA, wo PID schon länger angewandt wird. Dort bereite man sich inzwischen auf eine "kollektive Testung" vor. Am Beispiel der Erbkrankheit Mukoviszidose hatte Mitte des Jahres der Direktor eines der weltweit erfahrensten Reproduktionsinstituts in Chicago vorgerechnet, dass sich der flächendeckende Einsatz der PID "schon in wenigen Jahren finanziell lohnen würde". Das kosteneffiziente Szenario setze allerdings voraus, dass man belasteten Paaren keine Entscheidungsfreiheit mehr zugestehe. Den sozialen Folgen stellt der Beitrag noch medizinische Folgen zur Seite. So gäbe es Anlass, neurologische Risiken für nach PID Geborene zu erforschen. Insgesamt plädiert die Autorin für eine intensive Folgenabschätzung, bevor PID Verbreitung finde - hhp