Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Atheismus | Wissenschaftstheorie | Hawking | Dawkins

Martin Rees: 'We shouldn't attach any weight to what Hawking says about god' - Profiles - Independent.co.uk

Der Artikel stellt Sir Martin Rees vor, Königlicher Astronom und Präsident der Royal Society. Seine Selbstbezeichnung als "technologischer Optimist aber politischer Pessimist" zeigt sich in seinen kürzlichen Äußerungen zu Außerirdischen, Klimawandel, Überbevölkerung, Wissenschaft als 'organisierter Skeptizismus' und zum britischen Schulsystem. Von seinem Freund Hawking, den er seit 40 Jahren kennt, unterscheidet sich Rees zum einen im Blick auf Umweltfragen. Zum anderen kritisiert er scharf dessen Kommentare zur Überflüssigkeit Gottes. "Hawking hat sehr wenig Philosophie und noch weniger Theologie gelesen" und "ich glaube nicht, dass wir seiner Sicht dieser Dinge irgend ein Gewicht beimessen sollten". Anders als viele seiner Kollegen der Royal Society ist Rees kein militanter Atheist. Rees - von Dawkins herablassend als "gefälliger Kollaborateur" bezeichnet - unterstützt eine "friedliche Co-Existenz von Religion und Naturwissenschaft, da beide unterschiedliche Domänen betreffen" - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Interdisziplinarität | Wissenschaftsgeschichte | Benedikt XVI.

"Welt braucht Wissenschaftler mit Gewissen" - Erzbischof Zollitsch: Bildung ist nicht nur Vermehrung von Wissen - Erzdiözese Freiburg

Aus der Predigt, die Erzbischof Zollitsch vor der Görres-Gesellschaft hielt, zitiert der zusammenfassende Beitrag als Kerngedanken: "Wissen und Gewissen gehören untrennbar zusammen". Ein Link führt zum Volltext der Predigt, in der Zollitsch mit dem Papst für einen weiten Vernunftbegriff plädiert, um zu verhindern, "dass die Vernunft sich ... letztlich dem Druck der Interessen und der Frage der Nützlichkeit beugt", wie Benedikt formuliert hat. Ganzheitlichkeit und Weite ist das Motto, was Zollitsch schließlich mit der "Ermutigung zur Interdisziplinarität" verbindet - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Physik | Hawking

Stephen Hawking: Der große Entwurf - Das Geheimnis des Seins - Süddeutsche

Laut tönt der Aufmacher, Hawking habe "die Existenz Gottes widerlegt". Das wird genauso wenig kritisch hinterfragt wie Hawkings Todeserklärung der Philosophie, obwohl der Autor weiß, dass man "solchen Atem sonst nur aus Bekehrungstexten" kennt. Was den Rezensenten Ralf Bönt offensichtlich am meisten beeindruckt, ist die literarische Brillanz von Hawking und co. So nimmt er es hin, dass der "große Entwurf" nicht gerade den neuesten Stand der Physik enthält und man nach der Lektüre die sog. M-Theorie nicht wirklich verstanden haben dürfte. Ansonsten liest sich der Artikel wie eine kurze Geschichte der Physik und ihrer Suche nach fortschreitender Integration zur Weltformel. Wie beim rezensierten Buch so liegt auch die Stärke des Artikels nicht auf der Philosophie, sondern ebenfalls in der brillanten Schreibe - hhp