Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Pro & Contra: Sollten Gentests an Embryonen verboten werden? - ZEIT Nr.29 S.10

Der Bundesgerichtshof hat die PID für zulässig erklärt – und damit eine Debatte in Gang gesetzt, ob der Mensch zu weit geht. Dieser Ansicht ist Jens Jessen: Die völlige Emanzipation von der Natur führe zu noch größerer Unfreiheit. Dagegen argumentiert Frank Drieschner: Der Verdacht der Selektion sei pure Polemik und die Entscheidung Privatsache des Paares. - al

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Eugenik? Wohl kaum! - The European

Karl Sperling, Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité, argumentiert für die PID, mit deren Hilfe mehr Kinder geboren würden als ohne sie. So könne bei rezessivem Erbgang in 75% der Schwangerschaften ein Krankeitsausbruch ausgeschlossen werden; Schwangerschaften, die aus Angst vor dem Risiko eines behinderten Kindes sonst häufig abgebrochen würden. Der Verzicht auf solche Abbrüche sei also "eher das Gegenteil von Eugenik", wobei Sperling einen engen Begriff von Eugenik hat, wenn dies beinhalte, dass "eine autoritäre Struktur, meist der Staat, Einfluss auf die reproduktive Entscheidung der Menschen nimmt". Das Urteil des BGH sei auch deshalb zu begrüßen, weil PID "deutlich eingeschränkt" werde. Auf die Schwierigkeit, diese Einschränkung kriteriologisch und institutionell (oder individuell) umzusetzen, wird nicht eingegangen - hhp

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Gentests an Embryonen: "Es gibt keinen Dammbruch" -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Im Spiegel-Interview wertet der Reproduktionsmediziner Ulrich Hilland die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) als "Segen für die Paare, die betroffen sind". Ein Dammbruch sei dies nicht, da die PID auf schwere Fälle beschränkt sei. Einen starren Katalog solcher Fälle empfiehlt Hilland aber nicht, sondern setzt auf individuelle Gespräche mit den Eltern - hhp