Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Deutsch | Wissenschaftstheorie | Theologie | Schöpfung | Gottesbild | Evolution | Neuer Atheismus | Pierre Teilhard de Chardin

Schöpfungsglauben mit guten Gründen - Radio Vatikan

Bischof Fürst wies darauf hin, dass Evolutionstheorie und Gottesglaube für "unaufgeregte Betrachter" keinen Gegensatz darstellten. Es handele sich um zwei Sichtweisen auf das Schöpfungsgeschehen, "einerseits um die naturwissenschaftliche Erklärung, andererseits um die theologische Deutung der Weltentstehung". In unverantwortlicher Weise würden solche Atheisten ein Zerr-Gottesbild von einem "Riesen-Handwerker" aufbauen, das sie dann umso leichter zerstören könnten. "Nach christlichem Schöpfungsverständnis verlockt Gott als Schöpfer seine Schöpfung geradezu zum Entstehen neuer Möglichkeiten", sagte der Bischof und zitierte Aussagen verschiedener Päpste zur Vereinbarkeit von Evolutionslehre und Gottesglauben. Er erinnerte an den französischen Theologen und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin, der das Handeln des Schöpfers so umschrieb: "Gott macht, dass die Dinge sich selber machen." Pressemitteilung: drs/ Uwe Renz

| Anthropologie | Englisch | Soziobiologie

Trustworthy vs lustworthy: the psychology of attraction - Times Online

"Ähnlichkeit ist vertrauensfördernd, aber nicht lustfördernd": Auf diese Kurzformel bringt Lisa DeBruine von der Universität Aberdeen ihre soziobiologischen Erkenntnisse. Versuchspersonen zeigten zu Menschen, die ihnen ähnelten, größeres Vertrauen als zu anderen. Die evolutive Wurzel davon ist die unbewusste Annahme, dass Ähnlichkeit auf Verwandtschaft schließen lasse - und damit vertrauensfördernd sei. Umgekehrt sei der Mensch darauf programmiert, nahe Verwandte sexuell unattraktiv zu finden, wodurch die Partnerwahl in den Zielkonflikt vertrauensvoll vs. lustvoll gerate. Partnerwahl spiele sich daher im Mittelfeld ab. Dies erkläre, warum wir geneigt seien, Partner zu wählen, die unseren Eltern ein wenig ähneln. Hat Ihr Partner etwa die gleichen Augen wie Ihr Vater? Jetzt wissen Sie, warum! hhp -- PS: Experimentieren Sie unbedingt auf DeBruines Website mit Gesichtserkennung und -manipulation.

Erstellt von hhp | | Linkproblem | Englisch | Neuer Atheismus | Dawkins

Review: The Greatest Show on Earth by Richard Dawkins - New Scientist

Ein weiteres Pro-Evolutions Buch könne nur gerechtfertigt sein - so der Rezensent Randy Olson -, wenn ein großer neuer Blickwinkel der Massenbekehrung eingenommen werde. Die Leserschaft für blöd zu halten, qualifiziere nicht gerade einen solchen neuen Blickwinkel. Genau dieses aber tue Dawkins. "Es hat etwas Komisches: Wenn das Auffinden gönnerhafter Herablassungen ein neues Trinkspiel wäre, na dann Prost! In jedem Kapitel wird man fündig." Auch wenn Dawkins im Vorfeld versichert, dies sei kein antireligiöses Buch, könne er es nicht lassen, der Religion durchgängig eins zu verpassen. Man bekomme den Eindruck, Dawkins habe dies nicht mehr unter Kontrolle. "Es ist, als leide er unter einer Form von antireligiösem Tourette-Syndrom" - hhp