Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Kosmologie | Deutsch | Einstein | Astronomie

Nobelpreis oder Häme für die Jäger von Gravitationswellen?

Der direkte Nachweis von Gravitationswellen wäre eine Sensation, der Nobelpreis so gut wie sicher. Kurz nach dem 100. Geburtstag der Allgemeinen Relativitätstheorie wäre damit eine von Einsteins verblüffendsten Vorhersagen bestätigt. Die Wellen werden ausgesandt, wenn im All gewaltige Massen in Bewegung sind. Trifft eine Gravitationswelle auf die Erde, staucht und dehnt sie den Raum und alles, was sich darin befindet: Menschen, Häuser, Kontinente – aber nur um Bruchteile eines Atomkern-Durchmessers. Seit 1960 bauen Physiker Detektoren, um die Wellen nachzuweisen. Allerdings waren andere Physiker zuletzt vor allem durch fehlerhafte Messungen aufgefallen, die sie auf Pressekonferenzen vorschnell für revolutionär erklärt hatten. Allerdings spricht einiges dafür, dass die neuen Daten kein Fake sind. Unter anderem eine Spezialeinheit, die Fakesignale aussendet, um die Genauigkeit der Beobachtung zu messen. - al

Erstellt von hhp | | Kreationismus | Intelligent Design | Schule

The evolution of antievolution policies after Kitzmiller v. Dover - Science Express

Zehn Jahre nach der Intelligent-Design-Niederlage durch den Kitzmiller-Prozess, reflektiert Nicholas J. Matzke (hat seinerzeit die Prozess-Argumente des Center for Science Education mit vorbereitet), wie sich die antievolutionistische Gesetzgebung in den 10 Jahren seit „Kitzmiller“ entwickelt hat. Visualisiert durch einen phylogenetischen Stammbaum arbeitet er den Abstammungszusammenhang der Strategien heraus. Demnach habe sich die kreationistische Evolutionskritik in der Dekade seit Kitzmiller zweimal neu erfunden. Die erste Verkleidung war das Etikett der „akademischen Freiheit“ (Academic Freedom Acts, AFAs), aber nach dem Erfolg des Louisiana „science education act“ (SEA) wurden AFA-Anträge fast vollständig durch SEAs ersetzt. Deren Trick bestand in der zusätzlichen Aufnahme der globalen Erwärmung und des Menschenklonens, was die eigentlich religiöse Motivation und damit die Verfassungwidrigkeit verschleiert habe. Verfechter des naturwissenschaftlichen Unterrichts sollten sich nicht von der Vernebelungstaktik der SEAs einschüchtern lassen: Der kreationistische Ursprung der modernen antievolutionären Strategien sei nun klar belegt. (Der Link geht auf eine verkürzte deutsche Übersetzung des Science-Artikels) - hhp

Erstellt von al | | Deutsch | Tierethik

Eine Frage der Haltung

In Reaktion auf eine Leserumfrage führt die ZEIT ein Interview mit einem Landwirt, einem Zoodirektor und einem Hirnforscher darüber, wie sie ihre Arbeit rechtfertigen, und ob sie mit den Tieren empfinden, die sie für ihre Arbeit benötigen. Darf man Tiere mästen? Darf man Tierversuche machen? Brauchen wir Zoos? - al