Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von fv | | Englisch | Hirnforschung

Conscious brain to brain communication

Telepathie revisited: Vorgestern haben wir hier auf einen Artikel der FAZ aufmerksam gemacht, der von neurowissenschaftlichen Versuchen berichtete unter dem Hinweis, dass es hier um neue Möglichkeiten des Gedankenlesen gehe. Diese Darstellung, das hat auch schon die Diskussion auf der facebook-Seite gezeigt, ist ziemlich verzerrend. Tatsächlich ging es in dem dargestellten Versuch lediglich darum, Input und Output Technologien zu nutzen, um eine Information von Gehirn zu Gehirn zu übertragen ohne dem Gebrauch von Sprache oder Bewegungen. Wer daran interessiert ist, hier findet sich ein link zum Originalartikel. Interessant ist der Versuch immer noch, aber sicherlich keine Erfindung zum "Gedankenlesen"! - fv

Erstellt von hhp | | Englisch | Pannenberg | Wissenschaftsgeschichte

Remembering Wolfhart Pannenberg - Moltmanniac

Eigentlich paradox: Die Reaktion auf den Tod des deutschen Theologen Wolfhart Pannenberg findet sich (bis jetzt) im englischsprachigen Bereich leichter als im deutschen Netz. Der vorliegende Artikel dokumentiert dies mit einer einschlägigen Sammlung von Links auf Nachrufe, primäre und sekundäre Quellen, ja sogar Audio-Vorlesungen Pannenbergs. - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Pannenberg | Wunder | Theologie

Nachruf - Die Auferstehung Jesu ist eine historische Tatsache - Idea

Der ehemalige Bischof und Neutestamentler Ulrich Wilckens stellt in seinem Nachruf die bekannte Frontstellung Pannenbergs gegen Barth und die Gefahr einer Selbstisolierung der Theologie von allem weltlichen Wissen an den Anfang. Pannenberg habe die Verbindung von Glaube und Vernunft gewollt. Das Wort Gottes sei kein "senkrecht von oben" kommender Fremdkörper für einen Sonderbereich, sondern Mitte der ganzen Weltgeschichte. Dass Gott und Geschichte zusammen gehören, bedeute mit Pannenberg dann auch, dass die Auferstehung Jesu "als historische Tatsache ernst zu nehmen" sei. Für den Autor steht dies "in keinerlei Gegensatz zu vernünftigem Naturwissen". Hier dürften einige widersprechen und ausdrücklich einen "unlösbaren Widerspruch zum heutigen Weltwissen" (Hans Kessler) reklamieren - es sei denn, man dürfte "historische Tatsache" im Sinne von "Wirklichkeit" verstehen, die geschichtlich wirksam wurde und insofern mehr ist als ein bloßes "theologisches Konstrukt", von dem sich Wilckens mit Pannenberg absetzen will. - hhp