Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von fv | | Deutsch | Anthropologie

Erstmals Gravuren von Neanderthalern entdeckt

Und sie waren doch Künstler! Neuere Untersuchungen an Funden, die man in Gibraltar gemacht hat, zeigen, dass aufwändiger hergestellte Steinzeichen in Höhlen auf die Produktion durch Neanderthaler verweisen. Denn sie sind etwa 38000 Jahre alt und sind damit vor der Zeit zu datieren, in der homo sapiens sapiens diese Gegend besiedelte. Damit wäre belegt, dass die Neanderthaler nicht nur über Werkzeuge verfügten, sondern auch rudimentäre Kunst vollbrachten. Kann man also auch auf eine Religiosität von Neanderthalern schließen!? Das alles bedeutet, dass die Sonderstellung des Menschen, des homo sapiens sapiens, wieder einmal schwieriger zu begründen sein wird. Das weist in eine ähnliche Richtung wie die anthropologische Forschung von Michael Tomasello und anderen! - fv

Erstellt von fv | | Deutsch | Physik | Quantenphysik

Wenn die Quantenverschränkung zum Alltag wird...

Zu den großen Rätseln der Interpretation der Quantenphysik gehört die Frage, wie der Zustand zweier Teilchen zu interpretieren ist, wenn sie miteinander verschränkt sind. Hieran haben sich gerne viele interessante und auch weniger interessante Spekulationen geknüpft. Je weiter jedoch die technischen Möglichkeiten voranschreiten, desto alltäglicher werden diese Rätsel. Nun ist es einem Team um Anton Zeilinger gelungen, verschränkte Teilchen für "photographische" Abbildungen einzusetzen. Werden wir auch künftig über die Interpretation der Quantenphysik nachdenken oder werden die Eigenschaften der Quantenteilchen eine alltägliche Erscheinung werden? - fv

Erstellt von al | | Bioethik | Deutsch

Grenzgänger oder Erlöser?

Die Forschung mit emryonalen Stammzellen ist umstritten, schließlich müssen für ihre Gewinnung befruchtete Eizellen sterben, in der Hoffnung, dass menschliche Ersatzteile aus ihnen entstehen. Daher gelten Stammzellenforscher manchen als vermessene Grenzgänger. Andere sehen sie als Erlöser, die bisher unheilbare Leiden verhindern wollen. Der Artikel berichtet von der Arbeit eines solchen Forschers, dem Kölner Jürgen Hescheler, und seinem Anliegen, Zustimmung bei seiner katholischen Kirche für seine Arbeit zu gewinnen. Einen Vermittlungsansatz sieht er bei Aristoteles. - al