Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Astronomie | Englisch | Kosmologie | Vatikan | Wissenschaftstheorie

Jesuit Brother Guy Consolmagno Wins Carl Sagan Medal from the American Astronomical Society - jesuits.org

Dem Jesuit Guy Consolmagno, Astronom an der Vatikanischen Sternwarte, wurde von der American Astronomical Society (AAS) die diesjährige Carl Sagan Medaille für seine "einzigartige Perspektive sowohl als Wissenschaftler als auch als Mann des Glaubens" zuerkannt. Die AAS würdigte Consolmagno für seine unterschiedlichen Methoden, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und bemerkte darüber hinaus: "Als Jesuitenbruder ist Guy zu einer Stimme für das Nebeneinander von Planetologie / Astronomie und christlichem Glauben geworden, ein rationaler Wortführer, der außergewöhnlich gut vermitteln kann, wie für Gläubige Religion und Naturwissenschaft koexistieren können." Der Preis wird im November verliehen. - hhp

Erstellt von al | | Astronomie | Physik | Biologie | Deutsch

Charon, noch ein Mond mit Feuchtgebieten

Astronomen haben Wasserspuren auf Charon gefunden, einem Mond, der den Zwergplaneten Pluto umkreist. Die Forscher nehmen an, dass Charon – ähnlich wie der Erdmond – aus den Trümmern einer Kollision entstanden ist. Vermutlich hat der frisch entstandene Mond Pluto zunächst auf einer stark elliptischen Bahn umkreist. Dann haben die permanent wechselnden Gezeitenkräfte sein Inneres geradezu durchgewalkt und durch Reibung erwärmt. So habe Eis schmelzen und einen viele Kilometer tiefen Ozean bilden können. Einen ähnlichen verborgenen Ozean gibt es wohl auf dem Jupitermond Europa und auch auf dem Saturnmond Enceladus. Man darf nicht vergessen: Wasser ist die Voraussetzung für Leben, so wie wir es kennen. - al

Erstellt von hhp | | Atheismus | Deutsch | Gottesbild | Theologie

Ein notwendiges Medikament - Der Philosoph Robert Spaemann erklärt, warum der Gottesglaube für ihn Bestand hat - Der Spiegel Nr. 24 vom 7.6.2014, 66f.

Das Interview mit dem Philosophen Robert Spaemann kann als kritische Anfrage an Dworkins Entwurf einer Religion ohne Gott gelesen werden, der im Zentrum des vorausgehenden Artikels stand. Zu Recht fragt Spaemann: "Wie kann man als Atheist die Absolutheit von Werten behaupten?" Die Argumente, die Dworkin gegen einen Relativismus ins Feld führt, sind für Spaemann "Argumente für Gott". Gegen den Relativismus rein subjektiver Perspektiven setzt Spaemann die Wahrheitsfähigkeit, die ohne Gott nicht zu haben sei: "Die Wahrheit des Ganzen braucht die Gottesperspektive". Wer von dem Artikel eine Antwort auf die (vom Interviewer dreimal gestellte) Frage erwartet, ob Gott mehr ist als eine Projektion, wird leider enttäuscht. Enttäuscht wird aber auch der Leser des vorgängigen Artikels, der die Antwort auf die Frage, wie Dworkin die Absolutheit der Werte ohne Gott begründet hat, ebenso schuldig bleibt. - hhp