Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Giordano-Bruno-Stiftung | Tierethik | Deutsch

Ein deutsches Tierleben - ZEIT

Zunehmend rückt das Bewusstsein für das Unrecht, das der Mensch anderen Lebewesen zufügt, in den Fokus. Grundrechte für Tiere werden gefordert, insbesondere für Menschenaffen. Vertreter der Forderer in Deutschland ist die Giordano Bruno Stiftung. Die Ideen sind aber nicht neu, sondern gehen auf den australischen Philosophen Peter Singer zurück. Der Mensch sei die Krone der Schöpfung, und alle Lebewesen sind ihm untertan, so stehe es schon im Alten Testament, so der Artikel, und impliziert, das sei doch überholt. Dass auch die Theologie hier schon einiges an Einsicht gewonnen hat, entgeht ihm wohl. Selbst die Bibel verbietet im übrigen im Schöpfungsbericht den Fleischgenuss, was dem Verfasser aber entgeht. Tatsächlich, dem ist zuzustimmen, sind uns Tiere ähnlicher, als wir lange glaubten. Die Biologie könne aber viele Fragen nicht beantworten, eine Tierethik wird gefordert. - al

Erstellt von al | | Tierethik | Giordano-Bruno-Stiftung | Deutsch

Schaut hin! - ZEIT

Die provozierende Forderung des Great Ape Projekts nach Menschenrechten für Menschenaffen ist zwar falsch, wird aber den Tierschutz voranbringen, so der Autor des Artikels. Die aktuelle Forschung zeige: Man muss nicht Mensch sein, um Person sein zu können, ein Individuum mit Gedächtnis, Willen und Wünschen. Allein die kognitive Überlegenheit des Menschen bleibe als Unterscheidungsmerkmal. Daher brauche es einen neuen Gesellschaftsvertrag, der Tiere einschließe und als Resultat besseren Tierschutz. - al

Erstellt von hhp | | Astronomie | Intelligent Design | Kosmologie | Englisch | Schöpfung | Theologie

An Astronomer for God: William R. Stoeger (1943-2014) - ncse

Peter Hess würdigt den kürzlich verstorbenen Astronomen und Kosmologen William R. Stoeger SJ, der vehement die Annahme verworfen habe, als moderner Wissenschaftler könne man nur Atheist sein. Neben seinen astrophysikalischen Betätigungen habe Stoeger die Bedeutung zeitgenössischer Kosmologie für die Theologie stark gemacht. Kerngedanke dabei sei eine naturimmanente Gerichtetheit, die mit naturwissenschaftlichen Mitteln aus "der Emergenz physikalischer und biologischer Strukturen, von Komplexität, Leben und Geist" erkannt werden könne. Er grenze sich aber scharf vom "Intelligent Design" ab und sehe sich nicht veranlasst, teleologische Mechanismen oder eine "irreduzible Komplexität" anzunehmen. Für Stoeger seien die Naturgesetze eine der zentralen Weisen, durch die Gott im Universum wirke. Gott sei die Erstursache des Universums und der Schöpfer der Zweitursachen der Natur - derjenige, welcher "der Natur die kausale Fähigkeit zur biologischen Evolution des Lebens durch solche Prozesse wie Variation und natürliche Selektion" verleihe. - hhp