Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Physik | Hawking | Kosmologie | Deutsch | Astronomie

Raus aus den Löchern

Was passiert, wenn ein Astronaut in ein Schwarzes Loch fällt? Ein Gespräch der ZEIT mit dem Physiker Polchinski, der dieses Gedankenexperiment angeregt hat, über Hawkings jüngste Äußerungen zu Schwarzen Löchern. Inklusive einiger Reflexionen über Hawkings Umgang mit den Medien. - al

Erstellt von hhp | | Kreationismus | Englisch

Bill Nye Wins Over the Science Crowd at Evolution Debate - NBC News

Alan Boyle, Wissenschaftsjournalist bei NBC, berichtet über eine öffentliche Livedebatte zur Kontroverse Evolution vs. Kreationismus. Wissenschaftspädagoge Bill Nye war der Einladung des Kurzzeit-Kreationisten Ken Ham in dessen "Creation Museum" gefolgt. Einige Wissenschaftler seien im Vorfeld skeptisch gewesen, nach dem Schlagabtausch zollten sie Nye jedoch Respekt für seinen offensichtlichen Sieg. Hams Aussage, kein wissenschaftlicher Beleg könne seine Meinung ändern und ihn von einer wortwörtlichen Genesisinterpretation abhalten, scheint ein entscheidender Grund für Hams Niederlage gewesen zu sein. Selbst Langzeit-Kreationisten und Intelligent Design Befürworter fühlten sich - so NBC - von Ham nicht angemessen repräsentiert und kennzeichneten das Event als - aus ihrer Sicht - "verpasste Gelegenheit". In dem Artikel ist die Diskussion in voller Länge eingebettet. - hhp

Erstellt von hhp | | Kreationismus | Dawkins | Atheismus | Englisch

The God decision - Aeon Magazine

Der Titel deutet es bereits an: Michael Ruse bezieht sich auf Richard Dawkins' "The God Delusion" (dt. Der Gotteswahn) und dessen steile Behauptung, dass religiöse Erziehung Kindesmissbrauch sei. Hiervon grenzt sich Ruse ausdrücklich ab, wenngleich er mit Dawkins die atheistische Weltanschauung teilt. Die eigene religiöse Sozialisation wertet Ruse als positiv, habe sie ihn doch zu selbstständigem Denken ermutigt und moralisch wie sozial vorbildlich geprägt. Dass er sich letztlich vom Glauben distanziert habe, beruhe auf guten Gründen, allen voran der Theodizeefrage. Gleichermaßen räumt er ein, dass auch Gläubige für ihre religiöse Einstellung gute Gründe ins Feld führen können, z. B. wenn es um die Frage gehe, warum überhaupt etwas existiere und nicht vielmehr nichts, oder warum es zu Bewusstsein und Empfindungsfähigkeit gekommen sei. Vor dem Hintergrund einer auf guten Gründen basierenden religiösen Option sei es für Eltern sogar eine moralische Verpflichtung, die eigenen Kinder religiös zu erziehen. Anders sehe es aber bei religiösem Fundamentalismus oder Religionsformen aus, die allgemein anerkannte (z. B. wissenschaftliche) Erkenntnisse nicht akzeptierten und die sich deshalb nicht auf "gute Gründe" berufen könnten. In dieser Form zu erziehen, hält Ruse nicht für tolerabel. - hhp