Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Nahtod-Erfahrung | Deutsch | Hirntod | Hirnforschung

Hirnströme: Forscher finden mögliche Erklärung für Nahtoderlebnis - SPIEGEL ONLINE

Auch Spiegel Online berichtet von der Studie, die bei Ratten erhöhte Hirnaktivität nach Herzstillstand festgestellt hat. Erklärbar sei dies wie bei einem Motor, der ohne Last (im Falle des Gehirns ohne Input von außen) schneller dreht als unter Last. Es wird diskutiert, ob man hier auf der Spur der neuronalen Korrelate auch der Nahtoderfahrung (NTE) ist. Sofern man in der NTE einen Beleg für ein Jenseits (E. Alexander: Blick in die Ewigkeit) oder für körperloses Bewusstsein (P. van Lommel) sieht, scheint Einiges auf dem Spiel zu stehen. Und so wundert es nicht, wenn ein Kommentator schreibt: "... und wieder etwas weniger Raum für religiös motivierte 'Erklärungsansätze'. Sehr zu begrüßen." - hhp

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Near-death experiences: Electrical surge in dying brain - BBC News

Eine Welle elektrischer Hirnaktivität könnte für die lebendigen Nahtoderfahrungen verantwortlich sein - berichtet BBC-News im Rückgriff auf eine Studie, die an sterbenden Ratten durchgeführt wurde. Die Studie widerlegt offenbar die gängige Annahme, dass das Gehirn nach dem klinischen Tod weniger Aktivität aufweise als im Wachzustand, was definitiv nicht der Fall sei. Innerhalb von 30 Sekunden nach dem Herzstillstand wurde ein steiler Anstieg hochfrequenter Gehirnströme gemessen, die zu den neuronalen Merkmalen gehören, die vermutlich auch menschlichem Bewusstsein zugrunde liegen. Die Leiterin der Studie hält es für möglich, dass diese erhöhte Hirnaktivität Nahtodvisionen hervorrufen kann. Dazu müssten die Ergebnisse allerdings an Menschen bestätigt werden. Vor allem müsse - so ein Kommentator - der genaue Zeitpunkt der Nahtoderfahrung bestimmt werden. Ein abschließender Kommentator warnt vor voreiligen Schlüssen von Rattenexperimenten auf menschliche Erfahrung - hhp

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Evolution: "Affen haben keine Sprache" - Zeitonline

Im Interview erläutert die Affenforscherin Julia Fischer, warum Primaten (mit Ausnahme des Menschen) zwar unter künstlichen Trainingsbedingungen eine Symbol- oder Gebärdensprache erlernen können, in der Natur aber keine Sprache (mit Wörtern und Grammatik) haben. Vermutlich liege dies daran, dass sie nicht verstünden, dass ihr Gegenüber eine andere Erlebniswelt als sie selber habe, sondern davon ausgingen, dass alle in derselben Erlebniswelt lebten. Folglich sähen die Primaten keine Notwendigkeit für Mitteilungen an ihre Artgenossen. Der Mensch dagegen besitze die Einsicht, dass sein Gegenüber einen anderen Wissensstand als er selber haben könne, und begreife daher die Notwendigkeit und den Nutzen von Kommunikation. Wann genau die Entwicklung von Sprache innerhalb der Evolution von den Menschenaffen zum Menschen aufgetreten sei, wisse man noch nicht - pts